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Amrize oder Holcim: Wer wird 2026 der Gewinner sein?

Jenisch schwört die Amrize Aktionäre auf neues Wachstum in der Zukunft ein

NTG24 - Amrize oder Holcim: Wer wird 2026 der Gewinner sein?

 

Jan Jenisch ist ein Profi, der weiss, wie man die Börse führt. Trotz eines durchwachsenen Jahresabschlusses versteht es der Amrize CEO, den Fokus der Anleger auf die Zukunft und mögliches neues Wachstum zu lenken. 

Jan Jenisch weiss genau, welche Knöpfe er bei den Börsianern drücken muss. Das Wachstum von Amrize (CH1430134226) war im vergangenen Jahr sehr bescheiden. Man kam unter dem Strich auf ein Wachstum von knapp 1 % auf 11,8 Mrd. US-Dollar. Allerdings muss man dem Unternehmen zugutehalten, dass 2025 ein sehr herausforderndes Jahr war. Schliesslich hat man seine komplette Organisation umgestellt, um in Zukunft unabhängig von der Schweizer Mutter Holcim (CH0012214059) zu werden. So ein Mammutprojekt kann natürlich das operative Geschäft negativ beeinflussen, da der Fokus abgelenkt ist. Hinzu kommt, dass der amerikanische Baumarkt im vergangenen Jahr alles andere als stürmisch verlief. 

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Amrize Ltd.

 

Für das neue Jahr hält Jenisch aber einige interessante Vorgaben bereit. Zum einen will man wieder richtig wachsen. Für einen Beton- und Baustoffkonzern wie Amrize bedeutet dies, dass man eine Wachstumsrate von 4 % bis 6 % anstrebt. Erreicht man das obere Ende der Prognose, dann wird sich in jedem Fall die Bewertung der Aktien nach oben verschieben. Auch die Profitabilität will man deutlich erhöhen. Man trautet sich nur eine Prognose für das „bereinigte“ EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögensgegenstände) zu, das man um 8 % bis 11 % erhöhen möchte. Trifft Amrize das obere Ende seiner Ziele, reden wir über einen Jahresumsatz von 12,5 Mrd. US-Dollar und ein „bereinigtes EBITDA von 3,33 Mrd. US-Dollar. 

 

Amrize verspricht viel für 2026

 

Um aktionärsfreundlicher zu werden, kehrt man zudem sehr viel Kapital aus. Für die Aktionäre gibt es für das abgelaufene Jahr nicht nur eine Dividende von 0,44 US-Dollar je Aktie, sondern auch noch einmal eine Sonderdividende in gleicher Höhe, sodass wir auf eine Dividendenrendite von gut 1,5 % p. a. beim aktuellen Kurs kommen. Um das noch zu überbieten, wird man eigene Aktien im Wert von 1 Mrd. US-Dollar zurückkaufen und einziehen, was den prozentualen Anteil der Aktionäre am Gewinn erhöht. Solche Massnahmen braucht es allerdings auch, denn im Vergleich zu Holcim ist Amrize immer noch ausgesprochen hoch bewertet mit einer Marktkapitalisierung von knapp 32 Mrd. US-Dollar für rund 12 Mrd. US-Dollar Umsatz und einem Gewinn nach Anteilen Dritter von nur 1,18 Mrd. US-Dollar (-7,2 %). Aktuell dementsprechend ein KUV von 2,7 und ein KGV von 27. Sehr hoch gegriffen, weshalb die neue Umsatzprognose vom Mittwoch so wichtig für die Aktie ist.  

 

Holcim Ltd.

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDie Mutter Holcim gibt sich bisher bedeckt. Man hat noch keine vorläufigen Zahlen für das 4. Quartal und das Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht. Das soll in der kommenden Woche am 27. Februar geschehen. Im Vorfeld haben die Bullen schon Gewinne bei den Aktien mitgenommen, die ausgesprochen gut gelaufen sind. Das reduziert die Bewertung allerdings nur marginal. Für den global tätigen Baustoffkonzern wird immer noch eine Marktkapitalisierung von mehr als 38 Mrd. Franken aufgerufen. Und das für einen Jahresumsatz, der bei knapp unter 16 Mrd. Franken erwartet wird. Die Schätzungen gehen davon aus, dass Holcim im laufenden Jahr fast 10 % wachsen wird, was natürlich sehr ambitioniert vonseiten der Analysten ist.

Eine konkrete Empfehlung zu dieser Analyse ist den Lesern des Zürcher Finanzbriefes vorbehalten. Den Zürcher Finanzbrief und die zugehörigen Empfehlungen können Sie im Rahmen eines kostenlosen Probe-Abonnements ausgiebig testen.

 

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19.02.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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