Wie erwartet stellt Apple ein schlankeres iPhone vor, lässt damit aber auch den eigenen Aktienkurs dünner werden
Zum Thema KI gibt es beim iPhone auffälliges Schweigen
Am Dienstag enthüllte Apple das diesjährige Lineup für das iPhone und Überraschungen gab es dabei keine zu sehen. Das Unternehmen bestätigte im Kern die Informationen, die schon seit Monaten durch die Gerüchteküche geistern. Das gilt auch für das neueste Modell der iPhone-Familie in Form des iPhone Air.
Sichtlich stolz sprach Apple (US0378331005) über diverse technologische Innovationen, welche die Gehäusedicke des iPhone Air auf nur noch 5,6 Millimeter schrumpfen ließen. Dafür hat es wohl einen vollkommen neuen Ansatz gebraucht. Noch unterboten wird die Konkurrenz von Samsung, welche beim Galaxy S25 Edge eine Gehäusedicke von 5,84 Millimeter erreichte. Nicht, dass dies irgendjemandem wirklich auffallen würde.
Ohnehin bezieht sich die Angabe von Apple auf die flachste Stelle und nicht auf den mächtigen Kamerabuckel, der bis zu einem Zentimeter dick wird. Dort wird lediglich eine Kamera geboten, auch wenn Apple verspricht, dass jene dem Multi-Kamera-Setup anderer iPhones in Nichts nachstehen soll. Welche Kompromisse die Nutzer sonst noch eingehen müssen, ist noch offen. Samsung legte sich mit schwacher Akkulaufzeit und suboptimaler Kamera etwas auf die Nase; die Absatzzahlen des S25 Edge konnten nicht begeistern.
Wenig Neues bei Apple
Auffällig war, dass Apple bei der Präsentation des iPhone Air Features wie einen adaptiven Akkuverbrauch bewarb. Das Nutzerverhalten wird analysiert und auf Basis davon wird der Energieverbrauch optimiert. Das hört ich an, als ob genau das auch nötig wäre, um das beworbene „All-Day Battery Life“ zu erreichen. Auffällig ist auch, dass Apple während der Präsentation einen zusätzlichen Akku vorstellte, der sich an der Rückseite anbringen lässt und das Design dezent ins Absurde driften lässt.
Vorschnell urteilen braucht man darüber nicht und es gab auch noch andere Neuigkeiten. Das normale iPhone 17 bietet schmalere Ränder und damit einen etwas größeren Bildschirm, der nun auch abseits der Pro-Varianten mehr als 60 Hz bietet. Außerdem wird ein abermals schnellerer Chip versprochen und die Kameras sollen ebenfalls deutlich bessere Fotos als bei der vorherigen Generation schießen.
Auch ein paar neue Uhren hat Apple im Angebot, doch nichts davon entlockte der Tech-Welt echte Begeisterung. Vielleicht noch die angenehmste Überraschung war, dass Apple trotz Zollchaos nicht an der Preisschraube drehte und seine Geräte zu den gleichen Preisen wie zuvor anbietet. Kürzlich gab es noch anderslautende Gerüchte. Davon abgesehen haben wir es aber erneut mit iPhones zu tun, die über Produktpflege kaum hinausgehen.
Die Konkurrenz zieht Apple bei KI davon
Wie gewöhnlich griff Apple bei der Vorstellung seiner neuen Geräte exzessiv auf den Superlativ zurück und es ist nicht einmal falsch, dass es sich um die besten iPhones aller Zeiten handelt. Doch wenn der Vergleich auch mit anderen Geräteklassen gezogen wird, sieht die Angelegenheit schon wieder anders aus. Nahezu vollständig gefehlt haben neue KI-Funktionen, von Siri ganz zu schweigen. Die Hardware soll dazu dank spezieller Chips zwar in der Lage sein. Die Software ist aber offenbar noch nicht so weit.
Das sorgte an den Märkten letztlich für Enttäuschung und die Aktie von Apple gab am Dienstagnachmittag um 1,5 Prozent bis auf 234,35 US-Dollar nach. Nachbörslich mussten ebenfalls leichte Verluste verzeichnet werden. Es ist zwar nicht ungewöhnlich, dass die Aktie nach der Vorstellung neuer iPhones nachgibt. Es ist aber auch offensichtlich, dass viele Anleger sich mehr erhofft hatten. Google punktete vor Kurzem noch mit seiner Pixel-10-Reihe, die beim Thema KI neue Maßstäbe im Smartphone-Bereich setzt. Apple scheint da nur in die Rücklichter zu blicken. Das iPhone 17 wird sich sehr wahrscheinlich dennoch besser verkaufen, doch Apples anhaltende Probleme bei der KI-Entwicklung bereiten den Anteilseignern dennoch Sorgen.
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10.09.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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