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Adidas wird von den Märkten trotz ansehnlicher Umsatzsprünge abgestraft

Zu meckern gibt es nicht viel bei Adidas

NTG24 - Adidas wird von den Märkten trotz ansehnlicher Umsatzsprünge abgestraft

 

Der Sportartikelhersteller Adidas hat sich viel von der Fußball-Weltmeisterschaft erhofft und allem Anschein nach wurden diese Erwartungen auch erfüllt. Das Unternehmen berichtete über viermal so viele verkaufte Trikots und eine Verdoppelung der Ballverkäufe. Allerdings hat der Erfolg auch seinen Preis und die Anleger zeigten sich unzufrieden.

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Verbessern konnte Adidas (DE000A1EWWW0) die Umsätze im vergangenen Quartal um 13 Prozent auf 6,74 Milliarden Euro. Die Fußball-WM hat dazu einen nicht geringen Anteil beigetragen. Genau dafür musste der Konzern aber auch viel Geld in die Hand nehmen. Die Marketingkosten legten um 200 Millionen Euro auf nun knapp eine Milliarde Euro zu. Angesichts eines Umsatzanteils von 1,5 Milliarden Euro, der direkt auf die WM zurückgeführt wird, scheint das jedoch verschmerzbar zu sein.

 

 

 

Weitere Belastungen entstanden durch US-Zölle und höhere Transportkosten, was den Nettogewinn letztlich bei lediglich 398 Millionen Euro landen ließ. Das scheint den Anlegern dann doch zu wenig gewesen zu sein. Die Adidas-Aktie reagierte am Donnerstag mit heftigen Verlusten. Trotz einer kleinen Erholung am Nachmittag standen zu Handelsschluss nur noch 161,25 Euro auf dem Ticker und damit knapp elf Prozent weniger als tags zuvor.

Trotz einiger kleinerer Belastungsfaktoren scheint die Reaktion dezent überzogen zu sein. Denn die Prognose für das Gesamtjahr wurde sogar erhöht. Die Umsätze sollen nun um neun bis zehn Prozent zulegen. Der Gewinn soll unverändert bei 2,3 Milliarden Euro landen. Der Wachstumstrend auf fundamentaler Ebene scheint damit intakt zu bleiben. Doch offenbar haben die Anteilseigner sich noch wesentlich mehr erhofft.

 

Kann Adidas das wegstecken?

 

Nüchtern betrachtet ergeben sich durch den überraschend starken Kursrückgang derzeit Einstiegschancen bei Adidas, da sich am generell positiven Trend wenig bis gar nichts verändert hat. Es zeigt sich hier aber wohl auch einmal mehr die noch immer nervöse Stimmung an den Märkten und eine wieder gestiegene Inflation hilft nicht dabei, die Laune der Bullen anzukurbeln. Trotz guter Aussichten müssen Anleger sich daher weiterhin auf eine nicht eben geringe Volatilität einstellen.

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31.07.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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