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Trauriger Vorfall in einem Store von Apple, die nächste Pleite für Meta, Plug Power gerät weiter ins Schleudern und BioNTech wagt wieder keinen Ausbruch

Es fehlt den Börsen an neuen Impulsen

NTG24 - Trauriger Vorfall in einem Store von Apple, die nächste Pleite für Meta, Plug Power gerät weiter ins Schleudern und BioNTech wagt wieder keinen Ausbruch

 

Die beeindruckende Erholungsrallye der letzten Wochen scheint weitgehend wieder eingeschlafen zu sein und die Hoffnung auf weniger rasant steigende Zinsen allein kann die Laune nicht mehr weiter steigern. Stattdessen scheinen die Sorgen wieder zuzunehmen, wovon einige Sektoren deutlich mehr getroffen werden als andere.

Zu spüren bekam die vermehrte Zurückhaltung der Börsianer unter anderem die Aktie von Apple (US0378331005), welche gestern um 1,13 Prozent auf 144,70 Euro abwertete. Mit dafür verantwortlich dürfte sein, dass die Aussicht auf weniger schnell steigende Zinsen sich momentan etwas in Luft aufzulösen scheint. Jüngste Aussagen der US-Notenbank Fed lassen eher nicht erkennen, dass der Höhepunkt schon erreicht ist, und das setzt dem Tech-Sektor in besonderem Maße zu.

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Auch sonst gab es keine guten Nachrichten für Apple. In den USA machten Berichte über einen SUV die Runde, der in ein Ladengeschäft des iPhone-Herstellers gekracht ist. Bei dem Vorfall kam ein Mensch ums Leben, weitere 16 wurden verletzt in Krankenhäuser gebracht. Ob es sich bei der Sache um einen Unfall oder eine vorsätzliche Tat gehandelt hat, ist bislang noch nicht geklärt.

 

Meta: Satz mit X

 

Bei Meta (US30303M1027) hielten sich die Kursverluste am Montag mit 0,15 Prozent eher in Grenzen, allerdings ist das Papier bekanntlich schon mehr oder weniger ins Bodenlose gestürzt. Dass es nun nicht noch weiter in die Tiefe geht, ist kaum eine Nachricht, welche bei den Anteilseignern für Freude sorgen dürfte. Derweil musste Meta jetzt den nächsten Rückschlag verkraften.

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Werbebanner EMH PM TradeJener betrifft ausnahmsweise mal nicht Facebook oder das Metaverse, sondern die erst vor drei Tagen offiziell gestartete Wissenschafts-KI Galactica. Jene sollte Wissenschaftlern eigentlich das Leben leichter machen, doch Meta erntete für das Ganze nur Hohn und Spott. Offenbar ist es der KI nicht gelungen, echte Nachrichten von Fake-Artikeln zu unterscheiden und bei der Probe aufs Exempel fabrizierte das System teils hanebüchene Storys, darunter ein Artikel über Bären im Weltraum oder auch Ausführungen über die Vorteile von Selbstmord. Meta wollte sich das Schauspiel nicht länger ansehen und entschied sich, die KI wieder vom Netz zu nehmen. Ob und wann eine neuer Versuch starten wird, wurde nicht mitgeteilt.

 

Plug Power enttäuscht erneut

 

Die wieder etwas präsenteren Zinssorgen machen nicht nur dem Tech-Sektor zu schaffen. Auch beim Thema Wasserstoff spielt das Ganze eine Rolle und so hat Plug Power (US72919P2020) wieder einmal keine besonders angenehme Zeit an den Börsen. Je höher die Leitzinsen steigen, desto teurer wird es für das Unternehmen, das eigenen Wachstum künftig mit Krediten zu finanzieren.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeBefürchtungen, dass es in Zukunft die Kreditzinsen explodieren oder die Expansion zurückgeschraubt werden, wirken sich schon seit einer Weile auf die Plug Power-Aktie aus. Jene verlor zu Wochenbeginn nun einmal mehr deutlich an Wert. Um 3,9 Prozent ging es gestern abwärts. Einmal mehr scheitert das Papier damit an einem dauerhaften Durchbruch über 15 Euro und fiel auf überschaubare 14,63 Euro zurück. Es ist nicht das erste Mal, dass die Anteilseigner eine solche Enttäuschung verkraften müssen. Das macht die Sache aber natürlich auch nicht besser.

 

BioNTech tut sich schwer

 

Ebenfalls an einem Ausbruch in Richtung Norden scheiterte die Aktie von BioNTech (US09075V1026), welche um 2,17 Prozent auf nur noch 157,60 fiel. Zwar gab es in den vergangenen Tagen so manche gute Nachricht für den Mainzer Konzern, doch eine gewisse Skepsis bleibt dennoch erhalten. Die macht sich auch bei den Analysten bemerkbar. JP Morgan etwa sieht kurzfristig noch etwas Potenzial bei BioNTech, warnt aber davor, dass die Umsatzschätzungen für das kommende Jahr im Allgemeinen zu hoch gegriffen sein könnten.

Entsprechend ändert sich nichts an der neutralen Einschätzung und dass das Kursziel von 132 auf nun 148 USD angehoben wurde, haut auch niemanden vom Hocker. Im Prinzip sagt die US-Bank damit aus, dass der faire Wert schon gefunden wurde und die Rallye sich sehr wahrscheinlich nicht fortsetzen wird. Gut möglich, dass das die Anleger spürbar verunsichert hat.

 

Das Warten geht wieder los

 

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Werbebanner ISIN-WatchlistInsgesamt tat sich am Montag nicht allzu viel an den Märkten und viele Beobachter gehen davon aus, dass sich heute ein ähnliches Bild ergeben wird. Viele Anleger warten derzeit auf neue Impulse und allzu viel Geduld braucht es dafür wahrscheinlich nicht. Bereits am morgigen Mittwoch steht das Protokoll der letzten Fed-Sitzung an. Jener dürfte etwas stichhaltigere Ausführungen dazu liefern, was die Notenbank in näherer Zukunft planen könnte. Potenziell könnte daraus eine Fortsetzung der letzten Rallye, aber auch eine satte Enttäuschung entstehen. In jedem Fall aber dürften die Auswirkungen auf die Börsen sehr deutlich zu spüren sein. Dass vorsichtige Naturen hier zunächst abwarten und die Füße stillhalten, ist nur nachvollziehbar.

 

22.11.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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