als .pdf Datei herunterladen

Die Anzeichen dafür, dass Apple beim Thema KI im großen Stil auf externe Anbieter setzt, verdichten sich weiter

Google soll Apple bei Siri wohl unter die Arme greifen

NTG24 - Die Anzeichen dafür, dass Apple beim Thema KI im großen Stil auf externe Anbieter setzt, verdichten sich weiter

 

Bereits im vergangenen Jahr kündigte Apple eine neue Variante der Sprachassistentin Siri an, bei der dank KI-Funktionen alles besser werden sollte. Doch das Projekt kam ins Stocken und wurde mehrfach verschoben. Zuletzt wurde lediglich das Jahr 2026 als Startzeitraum in Aussicht gestellt. Gerüchte sprachen aber immer wieder von Problemen bei der Entwicklung.

Anzeige:

Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Special 4 kleinAls Herausforderung scheint es sich für Apple (US0378331005) herauszustellen, auf eigens entwickelte Sprachmodelle zu setzen und gleichzeitig möglichst viele Berechnungen lokal auf einem Gerät durchzuführen. Gesetzt hatte der Konzern darauf unter anderem aus Datenschutzgründen. Doch es scheint ein Umdenken stattzufinden. Wie der für gewöhnlich gut informierte Bloomberg-Analyst Mark Gurman in Erfahrung gebracht haben will, wurden die Pläne für Siri wohl weitgehend über den Haufen geworfen. Eine Version, bei der KI-Funktionen ergänzend hinzugefügt werden, soll vollständig begraben worden sein.

 

 

 

Stattdessen bastelt Apple nun gerüchteweise an einer vollständig neuen Siri, die ohne alten Code auskommt und vollständig auf KI aufbaut. Eine Veröffentlichung könnte schon im kommenden Frühjahr anstehen. Das Ganze soll dem Vernehmen nach aus drei Bausteinen bestehen. Zunächst versucht der sogenannte Planner, die Anfrage eines Nutzers zu interpretieren. Auf Basis davon beschäftigt sich eine KI-Suche mit den Daten eines Nutzers und der Summarizer generiert letztlich eine Antwort.

 

Setzt Apple auf Google?

 

Bisher ist noch unbekannt, welche KI-Modelle bei dem Ganzen zum Einsatz kommen könnten. Gurman zufolge gibt es aber ernsthafte Überlegungen, dafür Gemini von Google zu integrieren. Damit soll dann auch ein Zugriff auf das Web möglich werden, sodass Apple eine ähnliche KI-Suche wie Antrhopic oder der ChatGPT-Entwickler OpenAI anbieten könnte. Möglicherweise soll jene dann auch in Apps wie den Browser Safari integriert werden.

Anzeige:

Werbebanner DegussaWie immer kommentiert Apple die Gerüchte nicht weiter und es gab jüngst auch keine neuen Ankündigungen zum Thema KI. Es ist aber relativ offensichtlich, dass der iPhone-Hersteller ein wenig den Anschluss verloren hat. Die Konkurrenz im Smartphone-Segment rennt bei KI-Funktionen nur so davon, während das iPhone in dieser Hinsicht zuweilen etwas angestaubt wirkt. Neuigkeiten könnten schon in der nächsten Woche anstehen, wenn mit der Enthüllung des iPhone 17 gerechnet wird.

Glaubt man den aktuellen Gerüchten, halten sich die Kosten für eine Zusammenarbeit mit Google wohl auch in für Apple sehr erträglichen Grenzen. Eine Zusammenarbeit mit Anthropic soll in Cupertino verworfen worden sein, nachdem der Partner dafür 1,5 Milliarden US-Dollar jährlich verlangte. Google ist bei der Vergütung wohl etwas weiter entgegengekommen. Solche Summen bringen Apple kaum ins Schwitzen, schon gar nicht bei einer derart wichtigen Zukunftstechnologie.

 

Kapitulation?

 

Wie das Ganze einzuschätzen ist, so es sich als zutreffend erweisen sollte, liegt im Auge des Betrachters. Optimisten sehen die Gelegenheit dafür, dass Apple endlich aufholen und das Niveau der Konkurrenz erreichen kann. Daraus könnten sich gut und gerne neue Verkaufsargumente für das iPhone ergeben, wenngleich KI-Funktionen bei den Verbrauchern heutzutage noch eher wenig gefragt sind. Hineininterpretieren ließe sich in eine umfangreiche Zusammenarbeit mit Google aber auch, dass Apple die eigene Entwicklung als gescheitert betrachtet.

Das wiederum würde die Frage aufwerfen, wie es bei konzerneigenen Projekten weitergeht und ob man für die Zukunft vielleicht dauerhaft abhängig von externen KI-Diensten sein könnte. Doch all das ist etwas weit vorgegriffen. Zunächst bleibt abzuwarten, was an den aktuellen Gerüchten dran ist. Die Apple-Aktie reagierte nicht negativ und legte am Donnerstag um 0,6 Prozent auf 239,78 Dollar zu. Angesichts der bestehenden Herausforderungen ist das kein schlechtes Niveau. Verbessern konnte der Kurs sich schon im August deutlich, nachdem wieder über freundlichere Verkaufszahlen des iPhone berichtet werden konnte.

Anzeige:

Banner TradingView

 

Apple Inc.-Aktie: Kaufen oder verkaufen?

 

Die neuesten Apple Inc.-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Apple Inc.-Aktionäre. Lohnt sich aktuell ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen?

Konkrete Empfehlungen zu Apple Inc. - hier weiterlesen...

 

05.09.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

Auf Twitter teilen     Auf Facebook teilen


Informiert bleiben - Wenn Sie bei weiteren Nachrichten und Analysen zu einem in diesem Artikel genannten Wert oder Unternehmen informiert werden möchten, können Sie unsere kostenfreie Aktien-Watchlist nutzen.








Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur


Bitte geben Sie die Anzahl der unten gezeigten Eurozeichen in das Feld ein.
>

 



 

 

Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)