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Die Nachfrage nach dem iPhone von Apple scheint überraschend hoch auszufallen, doch die Gründe dafür schmecken den Aktionären nicht

Apples Zahlen legen dank Hamsterkäufen zu

NTG24 - Die Nachfrage nach dem iPhone von Apple scheint überraschend hoch auszufallen, doch die Gründe dafür schmecken den Aktionären nicht

 

Das Leben in den USA wird dieser Tage merklich teurer. Eine Vielzahl von Produkten ist im Preis gestiegen und die trumpschen Zölle machen sich immer mehr im Alltag der Menschen bemerkbar. Da scheint es nur vernünftig zu sein, manche teurere Anschaffung vorzuverlegen. Genau das scheint beim iPhone von Apple im letzten Quartal der Fall gewesen zu sein.

Wie die Zahlen von Apple (US0378331005) zeigen, legten die Umsätze mit dem iPhone im ersten Quartal von 45,96 auf nun 46,84 Milliarden US-Dollar zu. Analysten rechneten bestenfalls mit einer Stagnation, da die Geschäfte auf dem wichtigen chinesischen Markt weiterhin stocken. Dort meldete Apple tatsächlich auch einen Rückgang um zwei Prozent auf 16 Milliarden Dollar, lag damit aber noch dezent über den Vorhersagen der Experten.

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Angetrieben von guten iPhone-Verkäufen steigerte sich der Gesamtumsatz von Apple um rund fünf Prozent auf 95,4 Milliarden Dollar und der Gewinn auf 24,78 Milliarden Dollar. Das sind ausgesprochen freundliche Ergebnisse, mit denen der Konzern die Markterwartungen bei allen wichtigen Kennzahlen schlagen konnte. Dennoch reagierte die Aktie nachbörslich mit Verlusten von 3,8 Prozent. Denn die meisten Beobachter führen die Zahlen aus Hamsterkäufe zurück, und das lässt für die Zukunft nichts Gutes vermuten.

 

Apple sucht nach Lösungen

 

Natürlich kann Apple die drakonischen Zölle der USA gegenüber China nicht einfach ignorieren. Zu einer Preiserhöhung konnte man sich allerdings noch nicht durchringen. Stattdessen soll die Lage entschärft werden, indem iPhones für den US-Markt hauptsächlich aus Indien eingeführt werden sollen. Das beruhigt die Anteilseignern jedoch nur wenig, da nach Ende der 90-tägigen Zollpause auch hier enorme Aufschläge drohen.

Sofern sich an der Politik von Donald Trump nicht grundlegend etwas ändert, wird Apple so oder so die Preise erhöhen und damit Absätze gefährden müssen, oder eben schmerzhafte Einbußen bei der Marge hinnehmen müssen. Beide Szenarien sind aus Anlegersicht schmerzvoll. Während die Verbraucher sich also noch schnell mit iPhones zu gewohnten Preisen eindecken, treibt es die Investoren eher zu Verkäufen bei einem ohnehin schon angeschlagenen Aktienkurs.

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Apple bemüht sich zwar sichtlich darum, die Aktionäre zu halten und stellt etwa höhere Dividenden und großzügige Aktienrückkäufe in Aussicht. Das reicht aber offensichtlich nicht, um die großen Sorgen um die Effekte von Zöllen lindern zu können. Nicht einfacher wird der Ausblick aufgrund von eher schwachen Ergebnissen bei der Dienstleistungssparte rund um den App Store. Diesbezüglich ist auch noch interessant, dass Apple juristisch aufgrund mangelhafter Maßnahmen zur Öffnung des App Stores unter Druck gerät. Medienberichten zufolge könnte dem Konzern nun sogar eine Strafverfolgung drohen.

 

Unangenehme Aussichten

 

Auch wenn Apple zuletzt noch immer schwindelerregende Gewinne einfuhr und das Wachstum in vielen Bereichen anhielt, so ist der Blick in die Zukunft doch von etlichen Baustellen getrübt. Vielleicht lässt sich sogar schon behaupten, dass es bei dem einst wertvollsten Konzern auf dem Planeten richtig zu kriseln beginnt. Über dem bisherigen Geschäftsmodell schwebt aufgrund der US-Zölle ein gigantisches Fragezeichen, welches sich auch kaum über Nacht aus der Welt schaffen lässt.

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Werbebanner DegussaNatürlich hat Apple gewisse Möglichkeiten, um darauf zu reagieren. Indem auf mehr Importe aus Indien gesetzt wird, lassen sich zumindest die lächerlich hohen Zölle für Importe aus China umgehen. Denkbar wäre zudem, dass dem Wunsch von Donald Trump nachgegeben wird und tatsächlich iPhone-Werke in den USA entstehen. Doch nimmt die Umsetzung derartiger Maßnahmen eine gewisse Zeit in Anspruch. Zudem ist mehr als fraglich, ob US-Amerikaner sich um Jobs am Fließband wirklich reißen. Einige Fabriken klagen schon heute über mangelnde Arbeitskräfte. Die Ausgangslage ist daher verworren und zumindest für dieses Jahr gibt es kaum noch Wachstumssignale. Das spiegelt sich im Aktienkurs wider, der seit Jahresbeginn bereits um knapp 15 Prozent nachgegeben hat.

 

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02.05.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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