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Apple will eine 500 Millionen Euro schwere Strafe nicht auf sich sitzen lassen und zieht gegen die EU-Kommission nun in die Berufung

Was darf Apple sich im App Store erlauben?

NTG24 - Apple will eine 500 Millionen Euro schwere Strafe nicht auf sich sitzen lassen und zieht gegen die EU-Kommission nun in die Berufung

 

Apples Geschäftspraktiken im App Store schmecken nicht jedem. Die EU-Kommission hatte daran bis zuletzt so einiges auszusetzen und verlieh dem sehr deutlich Nachdruck. Mit einer 500 Millionen Euro schweren Strafe sollte der iPhone-Hersteller zum Einlenken gezwungen werden. Das hat für den Moment auch geklappt, doch Apple will die Angelegenheit nicht auf sich beruhen lassen.

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Special 4 kleinKonkret bemängelt wurde, dass Apple (US0378331005) Entwicklern keine Möglichkeit gegeben habe, Nutzer kostenfrei auf Alternativen zum App Store hinzuweisen, um so auch auf anderen Wegen Abos abzuschließen oder Transaktionen innerhalb einer App durchzuführen. Mit Verweis auf den Digital Markets Act (DMA) wurde daher die eingangs erwähnte Strafe verhängt. Zudem drohen weitere Strafzahlungen, sollte Apple seine Praktiken beim App Store nicht grundlegend überarbeiten. Genau das ist bereits passiert.

 

 

 

Allerdings klagt Apple darüber, dass die EU dem Konzern diktieren wolle, wie es den App Store zu betreiben hat. Zudem erkennt das Unternehmen Sicherheitsrisiken in der weitgehenden Öffnung der eigenen Plattform in der EU. Folgerichtig wird das Urteil angefochten und Apple zieht in die Berufung, wie „9to5Mac“ berichtet. Angestrebt wird, die ausgesprochene Strafe für nichtig zu erklären und zudem Anpassungen im App Store wieder rückgängig zu machen können.

 

Apple ist sich keiner Schuld bewusst

 

Dass Apple die von der EU geforderten Anpassungen umgesetzt hat, will der Konzern nicht als Schuldeingeständis verstanden wissen. Passiert sei dies einzig und allein, um weitere Strafen zu verhindern. In einem Statement betont Apple zudem, gesetzliche Änderungen stets zeitnah umgesetzt zu haben. Die EU habe die Anforderungen des DMA aber ständig neu angepasst, weshalb bereits vorgenommen Änderungen nicht mehr ausgereicht hätten. Der US-Konzern wirft der EU-Kommission also ein Stück weit Willkür vor.

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Werbebanner EMH PM TradeMit dieser Argumentation bezeichnet Apple die verhängte Strafe als überzogen und will weitere Details vor Gericht vorstellen. Die Erfolgsaussichten sind nach gegenwärtigem Stand ungewiss. Dass man sich in Cupertino nicht alles gefallen lassen möchte, was aus Brüssel kommt, dürfte manchen Anleger aber mit Sicherheit erfreuen. Schließlich geht es auch darum, ein sehr lukratives Geschäftsmodell zu verteidigen und Wachstumschancen zu erhalten. Beim Aktienkurs machte sich am Montag allerdings keinerlei Zuversicht breit.

Die Apple-Aktie gab gestern um 1,7 Prozent bis auf knapp 210 US-Dollar nach, was jedoch nicht (nur) an den Reibereien mit der EU liegen dürfte. Bemerkbar machten sich auch neue Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump Jener fordert schon seit Längerem, dass Apple seine Produkte für den US-Markt lokal produzieren solle. Das ist aber gar nicht so einfach möglich und würde enorme Investitionen benötigen. Selbst wenn Apple dazu bereit wäre, so wäre wohl noch immer mit heftigen Preiserhöhungen beim iPhone in den USA zu rechnen, was den bis zuletzt eher mauen Absatzzahlen kaum auf die Sprünge helfen dürfte.

 

Das wird Folgen haben

 

Schon jetzt ist damit zu rechnen, dass die EU beim Aktienkurs von Apple noch einiges an Einfluss haben wird. Die Richtung steht aber noch in den Sternen. Sollte der Konzern sich durchsetzen, würde dies mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu neuem Selbstbewusststein auf Anlegerseite führen. Umgekehrt könnten die Änderungen der EU weiter zementiert werden, dass Apple das Leben auf einem der wichtigsten Märkte recht unangenehm machen würde.

All das geschieht in einer Phase, in der Apple allgemein aufgrund niedriger Absatzzahle und verschlafenem KI-Trend ohnehin mächtig unter Druck steht. Ein echtes Comeback lässt weiter auf sich warten und die Bullen sind weitergezogen zu Aktien, sie schon heue und nicht erst irgendwann in Zukunft vom KI-Hype profitieren können. Allen voran mischt Nvidia momentan wieder einmal die Börse auf. Damit kann Apple als einst wertvollstes Unternehmen momentan nicht mithalten.

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08.07.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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