Arzyta Bilanz gestärkt - letzte Hybrid-Anleihe soll getilgt werden
Aryzta hat Entschuldung beschleunigt - Profitabilität soll weiter steigen
Aryzta beschleunigt die Entschuldung der Bilanz. Und das ist gut so, denn der Aktienmarkt ist sehr nervös im Hinblick auf die Nettoverschuldung. CEO Jordi signalisiert zudem, dass die Profitabilität im laufenden Jahr ausgebaut werden wird.
Der Fokus bei Aryzta (CH0043238366) liegt beim Geschäftsabschluss für 2025 auf der Verschuldung. Üblicherweise ist die Fremdkapitalseite für den Aktienmarkt weniger interessant. Die Schweizer Grossbäckerei mit einem Fokus auf dem Absatz von Tiefkühlprodukten in diversen europäischen Märkten, hat jedoch eine Schieflage in der Bilanz, der weiter saniert werden muss. Und in diesem Punkt ist das Unternehmen zum 31. Dezember einen riesigen Schritt weitergekommen.
Das Highlight ist die geplante Tilgung der letzten Hybrid-Anleihe. Aryzta hatte mehrere Hybrid-Anleihen, die ausgesprochen teuer sind, aber eine Möglichkeit zur Kapitalaufnahme für Unternehmen mit einer schwächeren Bonität bieten bzw. die ein schwächeres Standing an der Börse haben. Für die Aktionäre ist die Emission von Hybrid-Anleihen immer eine Belastung, da sowohl die Zinsen als auch die Tilgung vorrangig erfolgt, bevor sie bedient werden. Aryzta hatte hier in der Vergangenheit für Entlastung gesorgt und die Hybrid-Anleihen getilgt und Nennwert vorzeitig zurückgekauft. Die letzte Aryzta Hybrid-Anleihe (CH0253592783) hat noch 144,29 Mio. Franken an Nennwert ausstehen zu einem aktuellen Kupon von 4,176 % p. a., was im Franken-Markt selbstverständlich eine extrem hohe Verzinsung ist. Das Management kündigte nun an, dass man auch diesen „Stumpf“ zur nächsten Zinszahlungen zurückkaufen wird.
Aryzta hat Entschuldung beschleunigt und Bilanz gestärkt
Schon zum 31. Dezember 2025 hat man die Verschuldung erheblich reduziert. In der Bilanz stehen 802,2 Mio. Euro gegenüber 894,2 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2024, was einer Reduzierung der Nettoverschuldung von -10,3 % entspricht. Das wirkte sich auch direkt auf den Gewinn nach Steuern und Anteilen Dritter aus. Während das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögensgegenstände) im vergangenen Jahr um -4,4 % auf 306,9 Mio. Euro sank, stieg der Gewinn um 5,4 % auf 105,5 Mio. Euro bzw. um 5,7 % auf 4,25 Euro je Aktie. Und das bei einem Aktienkurs um rund 56 Franken herum, was einem aktuellen KGV von gut 14,5 entspricht. Hinter dem Plus stand eine um -77 % verringerte Zahlung an die Hybridanleihegläubiger.
Der wichtigste Katalysator für die Aryzta Aktien ist jedoch das erwartete Wachstum für 2026. Man hatte das Jahr 2025 mit einem Konzernumsatz von 2,22 Mrd. Euro beendet, was einem Anstieg um 1,3 % entspricht. Währungsbereinigt ein Plus von 1,5 %, wobei das Geschäft ausserhalb Europas „bereinigt“ sehr deutlich um 2,9 % wuchs, aber durch Wechselkursverluste in Höhe von -4,2 % auf -1,3 % gedrückt wurde. Das Geschäft in Europa wuchs hingegen um 1,6 % und ist mit 1,977 Mrd. Euro weiterhin die dominierende Region für Aryzta. Für das laufende Jahr kündigte CEO Urs Jordi ein Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Allerdings nur auf währungsbereinigter Basis. Das ist befriedigend, aber natürlich muss das Unternehmen mittelfristig das Tempo erhöhen.
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03.03.2026 - Mikey Fritz

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