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Börse flüchtet in sichere Häfen, Aryzta senkt Verschuldung und Frey erhöht Leonteq-Beteiligung - BÖRSE TO GO

Börse flüchtet in sichere Häfen - die Anleger favorisieren Gold und den US-Dollar

NTG24 - Börse flüchtet in sichere Häfen, Aryzta senkt Verschuldung und Frey erhöht Leonteq-Beteiligung - BÖRSE TO GO

 

Vor dem Hintergrund der Angriffe auf den Iran flüchten die Anleger in die sicheren Häfen. Dazu zählen insbesondere Gold und Silber, aber auch der US-Dollar ist stark gefragt. Aryzta senkt seine Verschuldung deutlich. Die Schweizer Großbäckerei wird zudem ihre Hybrid-Anleihe zurückkaufen und will weiter wachsen. Frey erhöht seine Beteiligung an Leonteq, nachdem sich die Raiffeisen Schweiz zurückgezogen hat. 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDer Aktienhandel in Asien verdaut den Angriff auf den Iran am Wochenende überraschend gut. Wir sehen beim Hang Seng Index vor dem Handelsschluss zwischenzeitlich Verluste von mehr als -2,45 %, aber viele chinesische Onshore-Indizes können heute sogar steigen. Der Nikkei 225 Index sank zum Schluss um -1,35 % auf 58.053,00 Punkte und die Börse in Seoul blieb heute aufgrund eines Feiertages geschlossen. 

Trotz des Damoklesschwertes Iran entwickelte sich Frankfurt in der vergangenen Woche noch ausgesprochen solide. Der DAX schloss nahezu unverändert bei 25.284,26 Punkten, aber der SDAX stieg in der letzten Woche leicht um 0,95 % auf 18.194,96 Punkte und der TecDAX kletterte sogar um 1,78 % auf 3.787,92 Punkte. Hier führten insbesondere die Aktien von Nordex (DE000A0D6554) die Liste der Gewinner an mit einem Wochenplus von 27,80 Euro auf 43,12 Euro. 

New York verzeichnete hingegen eine einheitlich negative Wochenbilanz. Alle US-Benchmarks gaben ab, wobei ausgerechnet die Blue Chips am stärksten abgaben. Der Dow Jones Industrial Average Index verlor in der letzten Woche insgesamt -1,31 % auf 48.977,92 Punkte. Der Nasdaq 100 Index hingegen konnte trotz der Kursverluste bei Nvidia (US67066G1040) den Wochenverlust auf -0,21 % beschränken und schloss bei 24.960,04 Punkten.  

 

Börse flüchtet in sichere Häfen

 

Der Handelstag am Montag ist bereits in den frühen Stunden von hoher Volatilität geprägt. Wer sich nicht bereits vor dem Wochenende für einen Angriff auf den Iran positioniert hatte, muss nun sein Portfolio anpassen. Besonders gefragt sind sichere Häfen wie Gold und Silber, die zwischen 2 % und 3 % am Morgen zulegen können. Deutlich höher selbstverständlich auch die Ölpreise, die um mehr als 7 % anspringen. Der stärkste Tagesanstieg in den letzten vier Jahren. Gekauft wird aber der US-Dollar. Der Euro fällt zurück von 1,18 US-Dollar auf 1,17 US-Dollar. Zu den Verlierern zählen vor allem die Aktienmärkte. Die Aktienindex-Futures notieren bereits während der Vorbörse in Europa deutlich tiefer zwischen -1 % und -2 %, wobei der DAX-Future zusammen mit dem Euro Stoxx 50 Future die Liste der Verlierer anführt. 

 

Aryzta senkt Verschuldung deutlich

 

Das sind gute Nachrichten für die Aktionäre von Aryzta (CH0043238366). Die Schweizer Großbäckerei mit hoher internationaler Reichweite legte am Montagmorgen den Geschäftsabschluss für 2025 vor und weist dort einen deutlichen Rückgang der Nettoverschuldung aus. Nach 894,2 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2024 konnte man die Nettoverschuldung zum 31. Dezember 2025 um -10,3 % auf 802,2 Mio. Euro reduzieren. Den Umsatz konnte man auf „bereinigter“ Basis um 1,5 % erhöhen auf 2,22 Mrd. Euro und den Rückgang der Profitabilität reduzieren, was im Wesentlichen auf die Rückkehr des alten CEO Urs Jordi zurückzuführen ist. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögensgegenstände) sank um -4 % auf 307 Mio. Euro. Nach Steuern und Anteilen Dritter konnte Aryzta allerdings einen Gewinnanstieg um 5,4 % auf 105,5 Mio. Euro bzw. 4,25 Euro je Aktie herausholen. Was die Börse besonders freuen wird, ist, dass das Unternehmen die Hybrid-Anleihe zum nächsten Kupon-Termin zurückkaufen wird, was ein Zeichen von Stärke ist. Der „bereinigte“ Umsatz soll 2026 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen. 

 

 

Frey erhöht Leonteq-Beteiligung 

 

Am frühen Morgen wurde auch bekannt, dass die Raiffeisen Schweiz ihre Beteiligung an Leonteq (CH0190891181) deutlich zurückfährt. Man hat 22,7 % der Leonteq-Anteile an H21 Macro Limited und vier private Investoren verkauft und behält noch 7,0 % der Anteile. Das ist ein Rückschlag für Leonteq, denn die Kooperationsvereinbarung mit Raiffeisen Schweiz ist von hoher Bedeutung. Bis dato hält man an dieser Vereinbarung fest, aber es steht natürlich nun das Risiko im Raum, dass Raiffeisen Schweiz die Vereinbarung nach 2030 letztlich beenden oder ihr zumindest in Zukunft weniger Bedeutung zukommen lassen wird. Hinter H21 Macro Limited steht der bekannte Schweizer Investor und Unternehmen Rainer Marc Frey, der bereits bei Leonteq mit 7,1 % engagiert war. H21 wird 16,2 % der Anteile übernehmen und die privaten Investoren die restlichen 6,5 %. Parallel zu dieser Meldung bestätigte Leonteq, dass die FINMA die Leonteq Securitas AG offiziell in die Positionsklasse „Banken“ aufgenommen hat, womit für Gegenparteien weniger Risikogewichtungsaufschläge anfallen, was ein Vorteil für Leonteq ist. 

 

Tagestermine

 

Noch vor Börseneröffnung bekommen wir die Einzelhandelsumsätze für den Monat Januar aus Deutschland (08:00 Uhr) und der Schweiz (08:30 Uhr). Der Konsum in der Schweiz wächst deutlich schneller als in Deutschland, wo sich zuletzt im Dezember nur ein Plus von 1,5 % gegenüber 2,9 % in der Schweiz ergeben hat. Allerdings wurde das Wachstum in Deutschland heute deutlich auf 4,3 % nach oben revidiert. Das Wachstum im Januar betrug im deutschen Einzelhandel noch 1,2 %. In der Schweiz schrumpften die Einzelhandelsumsätze im Januar hingegen um -1,1 %. 

 

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02.03.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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