Die Konzentration auf das Kerngeschäft bei BASF schreitet voran und nun steht der Verkauf von tausenden Wohnungen an
Mit diesem Schritt will BASF seine Bilanz weiter stärken
In den letzten Jahren war BASF bereits schwer damit beschäftigt, sich von Nebentätigkeiten zu trennen und sich in einem schwierigen Umfeld auf das Wesentliche zu konzentrieren. Diesen Weg scheint der Chemiegigant konsequent weitergehen zu wollen. Davon betroffen ist nun die Tochter BASF Wohnen + Bauen, welche um den Großteil der Wohnungen im Bestand erleichtert werden soll.
Insgesamt 4.400 Wohnungen sollen von BASF (DE000BASF111) veräußert werden, wie das „Handelsblatt“ zu berichten weiß. Darunter finden sich 1.100 Eigentumswohnungen und 3.300 Wohnungen, welche als Gesamtpaket inklusive der Gebäude an einen Kaufinteressenten übertragen werden sollen.
Ob BASF bereits einen möglichen Käufer an der Angel hat, darüber scheint es keine Informationen zu geben. Das Unternehmen stellte jedoch in Aussicht, für den größten Teil der Verkäufe bis Anfang kommenden Jahres einen Käufer mit Interesse an einer „langfristigen, nachhaltigen Investition“ gefunden zu haben. Ironischerweise scheint BASF eben das nicht recht zu erkennen und stattdessen eine Gelegenheit wahrzunehmen, um die eigene Bilanz zu stärken.
Das Unternehmen bezeichnet den Schritt als schwierig, aber notwendig. Kritik dazu kommt von der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE), die in dem Vorgehen den Verkauf von „Tafelsilber“ erkannt haben will. Immobilienwerte würden „vermeintlich ohne Not verkauft“ und zudem gebe BASF die Bindung von Menschen zum Unternehmen auf. Dass solche Worte den Konzern von seinen Plänen abbringen mögen, damit ist eher nicht zu rechnen.
BASF auf Sparflamme
Aus Anlegersicht sind weitere Sparvorhaben seitens BASF zwar eher nicht negativ zu werten. Gleichwohl stellt das Unternehmen damit auch keine Verbesserung bei seinen fundamentalen Kennzahlen in Aussicht. Dementsprechend wurde die Meldung von den Märkten neutral verdaut und die BASF-Aktie bewegte sich am Montag kaum von der Stelle. Es ging mit 48,87 Euro aus dem Handel und damit kaum nennenswerte 2 Cent tiefer als tags zuvor.
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24.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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