Rekorde schreibt BYD mit Auslieferungszahlen nicht, doch starke Geschäfte im Ausland und die Spitzenposition bei Elektroautos reichen für eine positive Reaktion an der Börse
BYD erobert den Titel als weltgrößter Elektroautobauer zurück
Die jüngsten Auslieferungszahlen von BYD fielen nicht unbedingt sensationell aus und sie zeugen weiterhin von einem schwierigen chinesischen Heimatmarkt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mussten im zweiten Quartal letztlich kleine Rückschläge hingenommen werden. Davon lassen die Aktionäre sich aber nicht beirren, denn es gab auch Lichtblicke zu sehen.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, konnte BYD (CNE100000296) im Juni 403.472 Autos absetzen und damit 5,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Interessant dabei ist, dass der Anteil von Verkäufen im Ausland sich bereits auf 43 Prozent beläuft. BYD macht also gute Fortschritte bei der internationalen Expansion. Ebenfalls voran geht es bei rein batterieelektrischen Autos.
Im zweiten Quartal konnte BYD davon 557.090 Einheiten an die Frau oder den Mann bringen. Das ist ein leichter Rückgang im Jahresvergleich. Da die Konkurrenz allerdings auch dezent schwächelte, reichte es aus, um den Spitzenplatz zu erreichen und Tesla hinter sich zu lassen. Schon allein das wird an den Börsen als ein Erfolg interpretiert.
BYD lässt sich nicht abhängen
Im ersten Quartal musste BYD sich noch Tesla gegenüber geschlagen geben, was von den Börsianern als Anzeichen für die harten Bedingungen in China angesehen wurde. Nun konnte der chinesische Konzern sich aber wieder fangen und das Rennen für sich entscheiden, obschon Tesla ebenfalls deutlich höhere Absatzzahlen für das zweite Quartal meldete. BYD punktet in Märkten, die zuvor als Hochburg des amerikanischen Konkurrenten galten.
Einfach abhängen lässt man sich also nicht und die Zeichen stehen weiterhin auf Expansion und Wachstum. Die Reaktion an der Börse ist eindeutig. Während Tesla am Donnerstag Federn lassen musste, kletterte die BYD-Aktie um 2,9 Prozent auf 8,94 Euro. Die Bullen haben sich mittlerweile einen Abstand zum 52-Wochen-Tief bei 8,07 Euro erkämpft.
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04.07.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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