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Siemens Energy notiert wieder höher, Volkwagen pocht auf rigorose Sparpläne, Infineon erholt sich dank guter Stimmung und Adidas erhält Rückenwind von Analysten

Den Dax treibt es zu immer neuen Rekorden

NTG24 - Siemens Energy notiert wieder höher, Volkwagen pocht auf rigorose Sparpläne, Infineon erholt sich dank guter Stimmung und Adidas erhält Rückenwind von Analysten

 

Im Handel am Freitag waren die Bullen klar im Vorteil. Gestützt wurde eine gute Stimmung von einer ganzen Reihe an Faktoren. Mut machten den Märkten die Reformvorhaben der Bundesregierung begleitet von wieder deutlich geringeren Ölpreisen, auch wenn Letzteres bisher nicht an den Zapfsäulen ankommen will. Als Sahnehäubchen gab es schließlich auch aus Übersee hoffnungsvolle Signale

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Eher maue Arbeitsmarktdaten aus den USA führten an den Märkten dazu, dass die Zinssorgen sich wieder etwas abschwächten. Setzt der Trend sich fort, würde die Notenbank Fed unter weniger Druck stehen und könnte Zinsen vielleicht sogar senken, so wie es sich US-Präsident Donald Trump wünscht. Ein großer Vorteil wäre das besonders für Branchen, in denen kapitalintensive Investitionen getätigt werden müssen. Daher trieb es Aktien aus dem Energiesektor gestern besonders in die Höhe und die Aktie von Siemens Energy (DE000ENER6Y0) freute sich über Windschatten.

 

 

 

Anders als der Dax konnte Siemens Energy zwar keine neuen Rekorde schreiben. Ein Plus von 1,4 Prozent hob den Aktienkurs aber auf respektable 168,12 Euro und auf Wochensicht können Aufschläge von knapp neun Prozent bewundert werden. Die Vorbehalte aus den letzten Wochen sind noch nicht ganz verschwunden, scheinen aber wieder etwas in den Hintergrund zu treten.

 

Volkswagen will unbedingt sparen

 

Die Pläne der Bundesregierung beinhalten kaum Effekte, welche die Nachfrage im Land nachhaltig ankurbeln könnten. Daher wird Volkswagen (DE0007664039) wohl auch weiterhin unter Sparzwang stehen und die Pläne dazu sind bereits bekannt. In der kommenden Woche steht dazu eine Entscheidung des Aufsichtsrates an. Konzernchef Oliver Blume droht laut „CNBC“ damit, eine Sonder-Hauptversammlung zu veranstalten, sollte der Aufsichtsrat den neuen Sanierungsplänen nicht zustimmen.

Abstimmen sollen dann wohl die Aktionäre über das Ganze. Jene freuten sich am Freitag offenbar darüber, dass Volkswagen seine Pläne mit derart viel Nachdruck verfolgt und im besten Fall winken auch höhere Margen. Die Aktie konnte ihre Erholung fortsetzen und um 1,9 Prozent bis auf 74,66 Euro steigen. Wachstumssignale fehlen jedoch weiterhin, weshalb das Kurspotenzial doch recht stark gedeckelt sein dürfte.

 

Auch Infineon landet im grünen Bereich

 

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Special 4 kleinDie Aktie von Infineon (DE0006231004) hatte in den letzten Tagen schwer darunter zu leiden, dass sich an den Märkten Skepsis ob der hohen Bewertungen von KI-Unternehmen breitmachten. Manch einer stellte sich schon darauf ein, dass das brachiale Wachstumstempo etwas nachgeben und im Zuge dessen auch Chips von Infineon etwas weniger gefragt sein könnten. Eben solche Sorgen traten nun auch wieder etwas aus dem Fokus. Der Infineon-Aktie erlaubte die bessere Stimmung ein Plus von 2,8 Prozent am Freitag.

Auch damit fehlt aber noch ein gutes Stück bis zu Kursrekorden knapp unter 90 Euro und im Wochenvergleich bleibt ein Minus von 7,8 Prozent zu beklagen. Auf fundamentaler Ebene gibt es bei Infineon zwar weiterhin nichts zu meckern. Es bleibt aber die Frage im Raum, wie viel künftiges Wachstum bereits eingepreist wurde und ob die Bullen damit nicht dezent über das Ziel hinausgeschossen sind. Eine pauschale Antwort darauf kann es leider nicht geben.

 

Rückendeckung für Adidas

 

Wie bereits erwähnt sind die Anzeichen für eine bessere Konsumstimmung nur sehr überschaubar. Die Aktie von Adidas (DE000A1EWWW0) konnte dennoch am Freitag um 2,5 Prozent auf 185,30 Euro zulegen. Gestützt wurde das Papier dabei von einem außerordentlich optimistischen Analystenkommentar. Die Schweizer Großbank identifiziert ein hübsches Aufwärtspotenzial, vergibt eine Kaufempfehlung und schnürt das Kursziel bei 219 Euro fest.

Argumentiert wird damit, dass Adidas die Branche mehr oder minder abgehängt habe und deshalb zu Ende Juli mit angenehmen Überraschungen bei den Quartalszahlen zu rechnen sei. Bemerkbar machen dürften sich dabei auch Effekte der Fußball-WM. Trotz des frühen Ausscheidens der deutschen Nationalmannschaft gibt es Hinweise darauf, dass das Turnier Adidas durchaus gutgetan hat. Für den Moment wird die Aktie aber erst einmal von guten Hoffnungen getragen und es muss sich noch zeigen, ob solche auch ihre Daseinsberechtigung haben.

 

Die Hoffnung kehrt zurück

 

Insgesamt sind die Märkte wieder von deutlich mehr Zuversicht geprägt, und das ausnahmsweise mal nicht nur in Sachen KI. Dort lässt sich tatsächlich sogar etwas mehr Zurückhaltung beobachten. Noch ist es zu früh, um daraus schon eine generelle Trendwende stricken zu wollen. Interessant ist es aber allemal, die Veränderungen im Sentiment zu beobachten.

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04.07.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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