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BYD verteilt Geschenke, SAP bastelt mit der Telekom an Bürger-App und Rheinmetall legt sich ein Ei

Können und sollten sich Anleger darauf freuen?

NTG24 - BYD verteilt Geschenke, SAP bastelt mit der Telekom an Bürger-App und Rheinmetall legt sich ein Ei

 

Geschenke an der Börse wird es in diesen Tagen erst einmal nicht geben, da die Märkte sich in die Osterpause verabschiedet haben. Im Vorfeld gab es aber immerhin die Aussicht auf einige Schmankerl, welche über kurz oder lang auch Einfluss auf Börsenkurse nehmen können. Das dürfte Grund genug für Anleger sein, sich das Ganze ein wenig näher anzusehen.

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Was BYD (CNE100000296) den Kunden in Deutschland zu bieten hat, ist nicht völlig neu. Bereits im vergangenen Herbst startete das Unternehmen eine Rabattaktion, mit der beim Kauf von Neuwagen tausende Euro eingespart werden konnten. Eigentlich hätte das Ganze Ende März auslaufen sollen. Nun aber kündigte BYD an, die Rabatte bis Ende Juni 2026 fortzuführen. In Aussicht gestellt werden bis zu 21.010 Euro Nachlass. So viel gibt es allerdings nur beim Tang, dessen Endpreis dann auf 47.990 Euro fällt.

 

 

 

Den günstigsten Einstieg ermöglicht derweil der BYD Dolphin Surf, welcher in der Variante „Active“ ab 12.990 Euro erhältlich ist. Möglich ist das durch die Kombinationen von Rabatten seitens des Herstellers mit staatlicher Förderung. Aus Aktionärssicht ist es eine zweischneidige Angelegenheit. Zwar passen die Preisnachlässe zu BYDs Kurs, verstärkt auf dem internationalen Markt Fuß zu fassen. Mancher Beobachter fürchtet aber um die Marge. Euphorie machte sich vor Ostern nicht breit. Die BYD-Aktie konnte am Donnerstag nur um überschaubare 0,2 Prozent bis auf 11,58 Euro zulegen.

 

SAP kommt wieder zum Zug

 

SAP (DE0007164600) soll derweil den deutschen Bürgern ein Geschenk machen. Bereits im Februar kündigte Karsten Wildberger eine sogenannte Bürger-App an, mit der sich diverse Verwaltungsakte in Zukunft schnell und bequem erledigen lassen sollen. Dazu gehören beispielsweise Dinge wie das Ummelden nach einem Umzug oder die Gründung eines Unternehmens. Wie das „Handelsblatt“ schreibt, soll SAP wohl die Plattform für eben dieses Projekt bereitstellen.

Dabei soll natürlich auch KI zum Einsatz kommen, um den Nutzern das einfache Navigieren durch komplexe Strukturen zu erlauben. Die Wahl überrascht nicht weiter. Denn zum einen handelt es sich bei SAP um das mit Abstand größte deutsche Softwarehaus und zum anderen sammelte die Bundesregierung bereits bei der Corona-Warn-App gute Erfahrungen mit dem Anbieter. Finanzielle Details gibt es freilich noch nicht. Es dürfte sich aber wohl um eine langfristige Verpflichtung handeln, was für die Anleger erfreulich sein dürfte.

 

Auch die Deutsche Telekom kommt zum Zug

 

Umsetzen wird SAP die Bürger-App wohl nicht auf eigene Faust. Stattdessen verlässt man sich erneut auf die Deutsche Telekom (DE0005557508) als Partner, welche die nötige Cloud-Infrastruktur bereitstellen soll. Allem Anschein nach ist das Projekt auch schon weit fortgeschritten. Der Testbetrieb in einigen deutschen Städten soll wohl schon in Kürze anlaufen. Wann mit einem flächendeckenden Rollout zu rechnen ist, scheint jedoch noch offen zu sein.

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Für die Deutsche Telekom wäre das Ganze vor allem auf dem Heimatmarkt wieder ein wichtiger Erfolg. Dort schwächelte man in den letzten Jahren etwas, was die Unternehmensführung bei der jüngsten Hauptversammlung auch nicht weiter beschönigte. Die Aktie wird noch von den enormen Erfolgen der US-Tochter T-Mobile getragen. Kann man auch in der Heimat wieder für Wachstum sorgen, würde es dem Kurs in Zukunft mit Sicherheit nicht schaden.

 

Rheinmetall fällt in Ungnade

 

Der Rüstungskonzern Rheinmetall (DE0007030009) hat sich derweil mit einer vielleicht etwas unüberlegten Aussage von CEO Armin Papperger in eine PR-technische Katastrophe verrannt. Papperger sorgte für einen veritablen Shitstorm, indem er in einem Interview mit „The Atlantic“ behauptete, ukrainische Drohnen würden von „Hausfrauen am 3D-Drucker“ hergestellt. Darauf folgten etliche Stimmen, welche auf die großen Erfolge dieser „Hausfrauen-Drohnen“ verwiesen. Sie sind für eine Vielzahl der russischen Verluste verantwortlich, und das teils weit über die ukrainischen Grenzen hinaus.

Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj konnte sich einen Kommentar nicht verkneifen. Auf die Aussage von Papperger konterte jener, dass dann wohl „jede Hausfrau der Ukraine CEO von Rheinmetall“ sein könne. Dem Geschäft von Rheinmetall hat das Ganze bislang nicht geschadet. Mittel- und langfristig ist es aber wohl nicht die beste Taktik, es sich mit wichtigen Kunden zu verscherzen und gleichzeitig Kritik darüber auf sich zu ziehen, moderne Schlachtfelder nicht zu verstehen.

 

Öfter mal was Neues

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeLangweilig wird es an der Börse so schnell nicht werden. Die Augen richten sich weiterhin auf den Nahen Osten und den dortigen Krieg, der nicht nur bei den Ölpreisen heftige Schwankungen verursachte. Auch abseits davon wird es an Überraschungen nicht mangeln. Anleger erhalten über die Feiertage eine wohlverdiente Verschnaufpause. Es schadet aber nicht, sich nebenbei vielleicht schon ein wenig auf die kommende Woche einzustellen.

 

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04.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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