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Erneut steigende Kakaopreise belasten Barry Callebaut Aktien

Barry Callebaut erneut herausgefordert - sehen wir einen Sattelpunkt oder Wendepunkt?

NTG24 - Erneut steigende Kakaopreise belasten Barry Callebaut Aktien

 

Hat Barry Callebaut einen Sattelpunkt oder Wendepunkt erreicht? Die Zahlen für die ersten neun Monate signalisieren eine erste Stabilisierung im operativen Geschäft. Der Kakaomarkt entwickelt sich allerdings gleichzeitig in eine schwierige Richtung. 

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Das Highlight des Berichts für die ersten neun Monate ist die Entwicklung des Absatzes. Seit Beginn des Geschäftsjahres noch negativ (-2,3 %) im Jahresvergleich, aber wenn man sich das 3. Fiskalquartal isoliert betrachtet, dann erlebte Barry Callebaut (CH0009002962) zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren (!) ein Wachstum des Absatzes (+5,7 %). Das resultierte sowohl aus einer gestiegenen Nachfrage nach Schokolade (+3,2 %) im 3. Fiskalquartal, aber vor allem aus starken Kakaoverkäufen (+18,0 %).

 

Barry Callebaut AG

 

Erstes Absatzwachstum ist ein klassisches Signal für eine Bodenfindung. Dass der Umsatz in den ersten neun Monaten dennoch um -12,5 % (währungsbereinigt: -9,5 %) fiel, steht dem nicht entgegen. Die Preissetzungskraft kommt üblicherweise erst zurück, nachdem das Absatzwachstum sich eine Zeitlang erholt hat. Die Geschäftsführung beliess daher auch die Jahresprognose unverändert. Man erwartet einen Absatzrückgang im Gesamtjahr um etwa -1 %. Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen soll im mittleren Zehner-Prozentbereich fallen. Bis sich beim Ergebnis eine nennenswerte Wende ergibt, wird es noch dauern. Die jüngsten Nachrichten aus Afrika zeichnen allerdings ein düsteres Bild. 

 

Erneut steigende Kakaopreise belasten Barry Callebaut

 

Der Kakaopreis am Terminmarkt hat sich wieder drastisch verteuert. Eine der wenigen Preisbewegungen in den letzten vier Monaten, die nichts mit dem Iran-Krieg zu tun hat. Seit März hat sich der Preis rund verdoppelt, was ein Tiefschlag für die Kakao- und Schokoladenbranche ist, die sich gerade begonnen hat, sich zu erholen. 

In diesem Fall geht es erneut um schlechte Wetterbedingungen in Ghana und an der Elfenbeinküste in diesem Jahr, die (erneut) die Ernten zu bedrohen beginnen. Konkret kam es zuletzt in den Kakaoanbaugebieten zu starken Regenfällen, was zum einen die Arbeiten und vor allem die Logistik auf den Kakaoplantagen erschwerte und zum anderen das Risiko von Pflanzenkrankheiten deutlich erhöhte. Lange und zu hohe Feuchtigkeit birgt die Gefahr von Pilzerkrankungen. In diesem Fall die Schwarzfäule und Braunfäule, die den Ertrag der kommenden Ernte ab September negativ beeinflussen können. 

 

Kakao Futures

 

Die Plantagen gehen bereits von einer unterdurchschnittlichen Ernte aus. Diese soll noch unter dem schwachen Niveau des Vorjahresjahres bleiben. Konkret gehen die Ernteprognosen aktuell von 1,8 Millionen Tonnen aus, was -18 % unter dem Vorjahr wäre. Die Prognosen basieren auf der unterdurchschnittlichen Fruchtbildung, die sich bisher ergeben hat. 

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10.06.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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