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Nach einigen steinigen Jahren will Bayer in der Pharmasparte wieder vorangehen und die Margen bis 2030 deutlich verbessern

Bayer hat keine Angst vor der Patentklippe

NTG24 - Nach einigen steinigen Jahren will Bayer in der Pharmasparte wieder vorangehen und die Margen bis 2030 deutlich verbessern

 

Die Pharmasparte von Bayer galt in den letzten Jahren neben den Glyphosat-Klagen als das zweite große Sorgenkind im Konzern. Zwar fallen Umsätze und Gewinne bis heute recht ordentlich aus. Es gelangen aber seit Längerem keine großen Sprünge mehr und die Börsianer fürchteten das Auslaufen diverser Patente. Doch die Lage scheint sich zu drehen und in die Zukunft blicken die Verantwortlich mit viel Zuversicht.

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Auf der JPMorgan Healthcare Konferenz äußerte sich Pharmachef Stefan Oelrich zum derzeitigen Zustand der Pharmabranche. Der Blick auf das vergangene Jahr fällt dabei eher verhalten aus. Zu knabbern hatte Bayer (DE000BAY0017) im letzten Jahr noch am Auslaufen des Patentschutzes für den Blutverdünner Xarelto. Die Prognose sieht einen um null bis drei Prozent gestiegenen Umsatz und eine Umsatzrendite im Bereich von 24 bis 26 Prozent vor.

 

 

 

Das dürfte unter den Anlegern eher noch nicht für Begeisterung sorgen. Die Aussichten für die Zeit bis 2030 fallen aber umso freundlicher aus. Oelrich verwies auf diverse Projekte in der Pipeline und vertritt die Ansicht, dass Bayer in dieser Hinsicht bereits abgeliefert habe. Neue Medikamente sollen in den nächsten Jahren das Wachstum vorantreiben. Dazu gehören etwa das Krebsmittel Nubeqa, das Herzmittel Beyonttra und Lynkuet zur Behandlung von Beschweren während der Wechseljahre.

 

Der große Hoffnungsträger bei Bayer

 

An der Börse sorgte und sorgt derweil der Gerinnungshemmer Asundexian für besonders viel Aufsehen. Das Mittel gilt wieder als Hoffnungsträger, nachdem Rückschlage aus dem Jahr 2023 mit den jüngsten Studiendaten wieder wettgemacht werden konnte. Bayer betonte nun auch noch einmal, wie enorm der Bedarf nach dem Medikament war, welches potenziell Schlaganfälle und andere thrombotische Ereignisse verhindern kann.

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Werbebanner EMH PM TradeIm Laufe der nächsten Jahre rechnet Bayer fest mit der einen oder anderen neuen Zulassung, womit die drohende Patentklippe im besten Fall umschifft werden könnte. Dadurch sollen dann auch die Margen wieder ordentlich zulegen. Zwischen 2028 und 2030 soll die Schwelle von 30 Prozent erreicht werden, ließ Stefan Oelrich mitteilen. Damit zeige Bayer, dass der Konzern auch schwierige Situationen meistern könne. Erst muss sich allerdings noch zeigen, ob die Hoffnungsträger die in sie gesteckten Erwartungen auch erfüllen können.

Neue Begeisterung machte sich bei der Bayer-Aktie am Dienstag noch nicht breit. Das Papier zehrt allerdings noch immer von Aussichten auf ein Ende von Glyohosat-Klaren irgendwann in diesem Jahr. Es gilt mittlerweile als sehr wahrscheinlich, dass der Supreme Court sich mit dem Thema beschäftigen wird. Der Plan von Bayer ist, damit tausenden anderen Klagen die Grundlage zu entziehen und das Ganze endlich zu den Akten legen zu können.

 

Hoffnungsvoller Jahresstart

 

Allein die vage Aussicht auf ein solches Szenario ließ die Bayer-Aktie Ende vergangenen Jahres in die Höhe schießen. Bisher konnten die Bullen die erreichten Kursgewinne verteidigen. Am Mittwochmorgen standen 39 Euro und damit fast doppelt so viel wie letztes Jahr um diese Zeit auf dem Ticker. Die Sorgen scheinen kleiner zu werden und Bayer arbeitet sich bislang erfolgreich aus einem tiefen Loch heraus.

Noch bleibt viel Luft nach oben, bevor die Kursrückgänge der letzten zehn Jahre auch nur annähernd ausgeglichen werden können. Das muss aus Anlegersicht aber keine schlechte Ausgangslage sein. Denn in der noch immer vorhandenen Kursschwäche im historischen Vergleich verbirgt sich letztlich auch die Chance auf kräftige Erholungen und damit hohe Renditen. Noch ist es zwar zu früh, um schon die Sektkorken knallen zu lassen. Sollte Bayer aber nur mit einigen der aktuell laufenden Vorhaben Erfolge feiern können, so wären weitere Kursgewinne schon fast programmiert. Das Thema Glyphosat wird dabei sehr wahrscheinlich andere Bereiche überwiegen.

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14.01.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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