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Bed Bath & Beyond hisst die weiße Flagge, TUI mit minimaler Erholung, Tesla trotz Erfolgen in Europa weiter im Abwärtstrend und die Deutsche Bank kommt nicht vom Fleck

Es scheint sich nicht viel zu tun an den Börsen

NTG24 - Bed Bath & Beyond hisst die weiße Flagge, TUI mit minimaler Erholung, Tesla trotz Erfolgen in Europa weiter im Abwärtstrend und die Deutsche Bank kommt nicht vom Fleck

 

Der Montag verlief an der Börse eher unaufgeregt, was die meisten Beobachter auf anstehende Zahlen der US-Tech-Riesen zurückführen. Bis hier heute nach Handelsschluss die ersten Konzerne vorlegen, scheinen die Börsianer sich in Zurückhaltung zu üben. Das Highlight zu Wochenbeginn war da noch Bed Bath & Beyond, allerdings leider im negativen Sinne.

Bereits am Sonntag kündigte der kriselnde Einzelhändler den Gang in die Insolvenz an, der zuvor noch mit aller Macht verhindert werden sollte. Doch sämtliche Bemühungen scheinen vergebens zu sein. Vollkommen aufgegeben hat das Management einen möglichen Verkauf wohl noch nicht und zumindest für den Moment bleiben die Ladengeschäfte noch geöffnet.

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Sollte sich jedoch weiterhin kein Käufer finden, könnten hunderte Läden noch bis zum Sommer ihre Pforten schließen. Die Aktie von Bed Bath & Beyond (US0758961009) reagierte zeitweise mit einer Halbierung des Kurses, konnte sich bis Handelsschluss aber auf immerhin 0,18 Euro verbessern. Mit einem Tagesverlust von 37 Prozent gibt das Papier dennoch alles andere als ein gutes Bild ab. Es ist weiterhin davon abzuraten, hier in irgendeiner Weise zu spekulieren.

 

Lässt TUI den Tiefpunkt hinter sich?

 

Bei TUI (DE000TUAG505) gab es ausnahmsweise mal grüne Vorzeichen zu sehen, allerdings in einem sehr überschaubaren Ausmaß. Um lediglich 1,42 Prozent konnte die Aktie sich steigern und den Handel mit 5,84 Euro verlassen. Im Handelsverlauf näherten die Bullen sich sogar schon der 6-Euro-Marke an. Es scheint aber an Mut gefehlt zu haben, um diese auch überschreiten zu können.

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Werbebanner EMH PM TradeVon einer Trendwende kann bei TUI noch keine Rede sein. Trotz der dezenten Gewinne bleiben auf Monatssicht knapp 30 Prozent an Verlust. Hoffen können die Aktionäre wohl einzig darauf, dass die Aktie ihren Tiefpunkt endlich überschritten hat, und dafür gibt es sogar das eine oder andere charttechnische Indiz. Verlass ist darauf angesichts der noch immer schlechten Stimmung aber nicht. Zu schaffen machen TUI nicht zuletzt Inflationssorgen und Ungewissheiten um die Reisebranche in der wichtigen Hauptsaison.

 

Tesla: Einsame Spitze?

 

Für Tesla (US88160R1014) gab es zuletzt gute Nachrichten aus Europa zu hören. Die Marktforscher von Jato berichteten, dass das Model Y im ersten Quartal 2023 das am häufigsten zugelassene Neufahrzeug gewesen sei. Die Verkaufszahlen haben sich demnach um 173 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesteigert, als es noch nicht einmal für die Top 10 reichte. Abschläge gab es allerdings im Gegenzug beim Model 3 zu verzeichnen, das wohl weitaus weniger gefragt war als noch im ersten Quartal 2022.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeTesla stellt einmal mehr unter Beweis, dass es schon längst nicht mehr nur in einer Nische aktiv ist und es auch mit den etablierten Autobauern aufnehmen kann. Den Anlegern reicht das aber nicht aus, um schon wieder in Kauflaune zu verfallen. Die enttäuschenden Zahlen von Tesla wirkten gestern noch nach und ließen den Aktienkurs um knappe drei Prozent auf 145,18 Euro fallen.

 

Die Deutsche Bank tut sich schwer

 

Bei der Deutschen Bank (DE0005140008) bastelten die Bullen am Montag durchaus an einem Ausbruch. Die 10-Euro-Marke hatten die Käufer die meiste Zeit fest im Blick und zum Vormittag standen bereits 9,99 Euro auf dem Ticker. Für einen Ausbruch sollte es letztlich aber nicht reichen. Stattdessen gab sich die Aktie dem allgemeinen Markttrend hin und trat auf der Stelle. Per Handelsschluss standen 9,90 Euro auf dem Ticker. Daraus ergibt sich ein Tagesgewinn von kaum nennenswerten 0,02 Prozent.

Immerhin ging es nicht in die aus Anlegersicht falsche Richtung. Dennoch ist es einigermaßen bedenklich, dass die Deutsche Bank nach den heftigen Abschlägen im März noch immer auf einem derart niedrigen Niveau notiert. Das Vertrauen der Marktakteure scheint nachhaltig angekratzt zu sein und es lässt sich wohl nur auf bessere Zeiten warten. Analysten trauen dem Titel unverändert noch einiges zu und manch einer sieht die Schwäche auch als Chance.

 

Da kommt etwas auf die Anleger zu

 

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Werbebanner ISIN-WatchlistSo entspannt sich die Märkte gestern gaben, so hoch dürfte es im weiteren Wochenverlauf hergehen. Die Zahlen der großen Tech-Konzerne verfügen über einiges an Sprengkraft und an der Börse wird daraus auf viele andere Entwicklungen geschlossen. Anlegerinnen und Anleger können sich also schon mal anschnallen. Offen bleibt, ob am Wochenende gefeiert wird oder die nächsten depressiven Verstimmungen ihr Unwesen treiben. Bewegung wird es aber in den nächsten Tagen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu sehen geben.

 

25.04.2023 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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