Greg Abel gibt einen Ausblick darauf, wie er Berkshire Hathaway als Nachfolger von Investorenlegende Warren Buffet in Zukunft leiten möchte
An der Firmenkultur bei Berkshire Hathaway scheint sich nichts zu ändern
Berkshire Hathaway stellte vor dem Wochenende die letzten Zahlen vor, die noch in die Verantwortlichkeit von Warren Buffet fallen. Letzterer verabschiedete sich zum Jahreswechsel nach rund 60 Jahren vom Chefposten und übergab an seinen Nachfolger Greg Abel. Mehr noch als die nackten Zahlen wurde daher dessen erster Brief an die Aktionäre beachtet, der einen ersten Ausblick auf die neue Ära gibt.
Übergeben hat Buffet einen Konzern mit einer schwindelerregend hohen Cash-Position, der jedoch nicht frei von Problemen ist. Die Jahreszahlen offenbaren einen deutlichen Gewinnrückgang in der Versicherungssparte von Berkshire Hathaway. Außerdem wird von Risiken in der Energiesparte gesprochen, welche in Zukunft gesenkt werden sollen. Damit reagiert Berkshire Hathaway (US0846707026) nicht zuletzt auf gestrichene Förderungen der US-Regierung für erneuerbare Energien.
Anpassungen stehen wohl auch im Versicherungsgeschäft an. Dort habe Berkshire Hathaway laut Abel lange davon profitiert, dass hohe Preise verlangt werden konnten, wodurch sich auch die Folgen der höheren Inflationsraten auffangen ließen. Dieser Trend habe ich im letzten Halbjahr jedoch umgekehrt. Darauf reagiert werden soll nun, indem Aktivitäten bei Sach- und Haftpflichtversicherungen zurückgeschraubt werden.
Berkshire Hathaway: Alles beim Alten?
Vorangehen will Berkshire Hathaway hingegen beim Thema Investitionen. Abel zufolge sei man weiterhin auf der Suche und prüfe „zahlreiche Möglichkeiten“. Gleichwohl wolle man aber auch geduldig sein und gerade die im Sinne der Aktionäre richtigen Entscheidungen treffen. Konkrete Ankündigungen für frische Investments gab es also noch nicht. Doch die gigantische Cash-Position von 373 Milliarden US-Dollar per Ende Dezember soll wohl in Zukunft noch zum Einsatz kommen.
An der Unternehmenskultur soll sich derweil wenig ändern. Warren Buffet überließ seinen Managern viel Flexibilität, längst nicht alle Erfolge des Konzerns sind auf Buffet allein zurückzuführen. Außerdem wurden Aktionäre stets als Partner betrachtet. Dabei soll es wohl weiterhin bleiben und im Büro wird wohl weiterhin fünf Tage die Woche ein alter Bekannter zu sehen sein. Warren Buffet behält seinen Posten als Verwaltungsratschef und ließ wissen, weiterhin täglich zur Arbeit zu erscheinen. Er wisse sonst einfach nichts mit sich anzufangen.
Eine konkrete Empfehlung zu dieser Analyse ist den Lesern des Zürcher Trends vorbehalten. Den Zürcher Trend und die zugehörigen Empfehlungen können Sie im Rahmen eines kostenlosen und unverbindlichen Probe-Abonnements ausgiebig testen.
Berkshire Hathaway Inc. B-Class-Aktie: Kaufen oder verkaufen?
Die neuesten Berkshire Hathaway Inc. B-Class-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Berkshire Hathaway Inc. B-Class-Aktionäre. Lohnt sich aktuell ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen?
Konkrete Empfehlungen zu Berkshire Hathaway Inc. B-Class - hier weiterlesen...
03.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Auf Twitter teilen Auf Facebook teilen
Informiert bleiben - Wenn Sie bei weiteren Nachrichten und Analysen zu einem in diesem Artikel genannten Wert oder Unternehmen informiert werden möchten, können Sie unsere kostenfreie Aktien-Watchlist nutzen.
Folgende Artikel könnten Sie auch interessieren
Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur
Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)






19.02.2026
30.12.2025
09.12.2025
16.11.2025