Boeing ist noch wackelig auf den Beinen

Anleihen- mit Aktienposition ergänzen

 

Die Reisebeschränkungen im amerikanischen Inland beginnen zu fallen. Die Öffnung der 50 Bundesstaaten kommt voran und dazu gehört nicht nur die Wiedereröffnung der meisten Geschäfte, sondern auch die Zurücknahme der Reisebeschränkungen bei Inlandsflügen. Viele Bundesstaaten haben noch Quarantänevorschriften für Reisende, aber die meisten werden die Beschränkungen Anfang bis Mitte Juni beenden. 

Für die Fluggesellschaften und Boeing ist das enorm wichtig. Jeder Monat mit Reisebeschränkungen erhöht für alle das Konkursrisiko. Und das sind keine leeren Worte. Latam Airlines, die grösste Fluggesellschaft Südamerikas mit Sitz in den USA hat am Dienstag einen Antrag auf Gläubigerschutz nach Chapter 11 gestellt. Ein Schicksal, dem die amerikanischen Fluggesellschaften um jeden Preis entgehen wollen. 

 

Konkursgefahr ist noch nicht gebannt

 

Ob das gelingen wird, ist fraglich, denn die meisten Gesellschaften haben keine starken Bilanzen, abgesehen von Delta Air. Vergessen wir auch nicht, dass Boeing CEO David Calhoun öffentlich prognostizierte, dass eine „grosse“ US-Fluggesellschaft durch die Folgen der Corona-Krise in Konkurs gehen wird. 

Boeing kündigte gestern Abend an, dass die Produktion der 737 MAX wieder langsam anläuft. Die Betonung liegt auf „langsam“, denn Boeing hatte bis Januar auf Halde produziert, ohne eine Zertifizierung zu haben. Über die Gründe der Wiederaufnahme der Produktion schweigt sich der Konzern aus, aber wir können davon ausgehen, dass Boeing inzwischen einen klaren Zeitplan hat, wann die 737 MAX ausgeliefert werden dürfen. 

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