OpenAI macht gut Wetter in Washington, KNDS sagt IPO ab und Sodexo besser als befürchtet - BÖRSE TO GO
Sam Altman macht gut Wetter in Washington - OpenAI bietet Trump Aktienpaket an
Sam Altman macht gut Wetter in Washington. Um die Trump-Administration auf ihre Seite zu bekommen, will OpenAI der US-Regierung 5 % der Aktien geben. Am Dienstag war es noch ein Gerücht. Heute Nacht bestätigte sich, dass KNDS seinen Börsengang aufgrund mangelnden Interesses absagt. Sodexo hat im 3. Fiskalquartal besser als befürchtet abgeschnitten. Jahresprognose wurde angehoben.
Sell-off in Asien am Donnerstag. Der Verkaufsdruck kommt über die Technologietitel und dort im Speziellen über die Halbleiterbranche. Allen voran kippt der KOSPI heute früh ab und wird zeitweise mehr als -7 % tiefer notiert. Auch der Nikkei 225 Index bekommt sein Fett weg und sinkt zeitweise um mehr als -2,15 %. Auch die chinesischen Onshore-Benchmarks sinken, während der Hang Seng Index sich im Verlauf der Sitzung gegen den allgemeinen Markttrend leicht ins Plus vorarbeiten kann. Der Terminmarkt kippt ebenfalls ins Minus vor Eröffnung des europäischen Börsenhandels. Der DAX-Future (September) verliert seine anfänglichen Gewinne und wird bei 25.205,00 Punkten gesehen.
Den Handel am Mittwoch hatte die Börse Frankfurt noch sehr freundlich abgeschlossen. Alle deutschen Benchmarks konnten sich verbessern, wobei der TecDAX die Liste der Gewinner mit einem Anstieg um 0,94 % auf 3.889,17 Punkte anführte. Die Aktien von Siltronic (DE000WAF3001) stachen dabei mit einem Kurssprung um 7,30 % auf 87,45 Euro heraus. Auch der SDAX (+0,83 %) und der MDAX (+0,83 %) konnten sich sehr positiv entwickeln. Der DAX bildete hingegen das Schlusslicht mit einem nur leichten Anstieg um 0,18 % auf 25.040,28 Punkte.
Genau gegenteilig entwickelte sich New York. An der Wall Street gaben alle US-Benchmarks am Mittwochabend ab, wobei der Nasdaq 100 Index mit einem Tagesverlust von -1,54 % auf 29.809,13 Punkte herausstach. Hier zählte CoreWeave (US21873S1087) zu den größten Verlierern mit einem Abschlag von -13,92 % auf 85,69 US-Dollar, nachdem Gerüchte aufkamen, dass Meta (US30303M1027) einen Einstieg ins AI-Cloud-Infrastruktur-Geschäft erwägt. Der S&P 500 Index sank leicht um -0,22 % auf 7.483,23 Punkte und der Dow Jones Industrial Average Index schloss nahezu unverändert bei 52.305,24 Punkten (-0,03 %).
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Altman bietet US-Regierung Erfolgsbeteiligung an
Um nicht das gleiche Debakel wie der Erzrivale Anthropic zu erleben, hat Sam Altman der US-Regierung ein Aktienpaket an OpenAI angeboten. Der OpenAI CEO ist von sich aus ins Gespräch mit dem Weißen Haus gegangen und hat der Regierung ein 5%iges Aktienpaket angeboten. Offiziell verkauft wird der Deal von Altman als Philanthropie. Er wolle der Öffentlichkeit die Möglichkeit anbieten, vom Erfolg von OpenAI zu profitieren. In der Realität zielt der Deal vor allem darauf ab, US-Präsident Trump eine Trophäe anzubieten, mit der dieser prahlen kann. So hofft man, das Wohlwollen des Weißen Hauses zu behalten. Der Konkurrent Anthropic war hingegen auf Konfrontationskurs mit der Trump-Administration gegangen, was am Ende dazu führte, dass man einen großen Auftrag des Pentagons verlor und die Veröffentlichung des neuen Modells Mythos (Faible) verboten wurde. Mit viel Mühe hat Anthropic nun die Genehmigung bekommen, eine stark abgespeckte Version wieder anbieten zu dürfen.
KNDS bestätigt IPO-Absage
Am Dienstag war es noch ein Gerücht. Heute Nacht hat es sich dann bestätigt: KNDS hat seinen Börsengang auf unbestimmte Zeit verschoben, nachdem institutionelle Investoren in der Pre-Sounding-Phase signalisierten, dass eine echte Nachfrage für die Aktien unterhalb von einer Marktkapitalisierung von 12 Mrd. Euro liegt. Das ist eine herbe Ohrfeige für das Management und die Bundesregierung, denn ursprünglich hatte der Hersteller des Leopard-Panzers für diesen Sommer einen Börsengang mit einer Marktkapitalisierung von 18 bis 20 Mrd. Euro angestrebt. Zu dieser Bewertung war auch die Wegmann Holding bereit, ihre Beteiligung in Höhe von 50 % des Kapitals zu verkaufen. Doch die Euphorie für die gesamten europäischen Rüstungsunternehmen verflog in den letzten Quartalen, nachdem die Regierungen ihre groß angekündigten Aufrüstungsversprechen nicht in die Tat umsetzten und der Auftragseingang in der Branche anämisch ist. Schockiert zeigten sich die Anleger auch über das abrupte Ende des F126 Fregatten Projektes. Die Bundesregierung hatte ohne Vorwarnung und triftige Gründe das wichtigste Aufrüstungsprogramm für die deutsche Marine gestrichen. Betroffen unter anderem Rheinmetall (DE0007030009), die daraus Aufträge in Höhe von 15 Mrd. Euro erwartet hatte und extra für diesen Auftrag die Werft NVL (Lürssen) für geschätzte 1,5 Mrd. Euro im März 2026 gekauft hatte. Dieser wirtschaftsfeindliche Umgang mit den Rüstungsunternehmen führte dazu, dass die institutionellen Investoren den Wert von KNDS inzwischen als viel geringer einschätzen. Für eine Bewertung von weniger als 12,5 Mrd. Euro verkauft die Wegmann Holding jedoch nicht, womit der Deal gestorben ist.
Sodexo besser als befürchtet
Sodexo (FR0000121220) litt auch im 3. Fiskalquartal 2026 unter Gegenwind vom Devisenmarkt. Insgesamt konnte der französische Catering- und Facility-Management-Konzern im abgelaufenen Quartal jedoch etwas besser als befürchtet auf der Umsatzseite abschneiden. Man erreichte Erlöse von 6,17 Mrd. Euro nach zuvor 6,12 Mrd. Euro vor einem Jahr. Währungsbereinigt hätte das Wachstum 2,0 % betragen, so jedoch nur 0,9 %. Die Börse hatte allerdings mit einem sehr leichten Rückgang gerechnet. Stark belastet wurden die Umsätze von Sodexo vor allem durch Wechselkursverluste im Nordamerikageschäft, was das größte im Konzern ist. Bei konstanten Wechselkursen hätte der Umsatz in dieser Region stagniert. So vernichteten die Wechselkursverluste in Höhe von -5,2 % alle Bemühungen, um zu wachsen. Für das Gesamtjahr hob das Management heute Morgen die „bereinigte“ Umsatzwachstumspanne von 0,5 % bis 1,0 % auf nun 1,2 % bis 1,5 % an.
Tagestermine
Da die Wall Street am Freitag aufgrund des Unabhängigkeitstages geschlossen bleiben wird, bekommen wir bereits heute vorzeitig die US-Arbeitsmarktdaten für den Monat Juni um 14:30 Uhr. Die Arbeitslosenrate wird unverändert bei 4,3 % erwartet. Erwartet wird zudem, dass die Privatwirtschaft außerhalb der Landwirtschaft 115.000 neue Stellen geschaffen hat.
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02.07.2026 - Mikey Fritz

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