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Crash in Seoul, Gewinnwarnung von Adidas und Bilfinger schwächelt am Jahresende - BÖRSE TO GO

Crash in Südkorea - Speicherchip-Rallye implodiert und zieht den KOSPI in die Tiefe

NTG24 - Crash in Seoul, Gewinnwarnung von Adidas und Bilfinger schwächelt am Jahresende - BÖRSE TO GO

 

Seoul erlebt den größten Aktiencrash seiner Geschichte. Das Ende der Speicherchip-Rallye führt am zweiten Tag in Folge zu einem Sell-off beim KOSPI. Gewinnwarnung von Adidas. Das operative Ergebnis soll 2026 deutlich unter den Erwartungen der Analysten bleiben. Bilfinger zeigt Schwäche zum Jahresende. Im 4. Quartal sank der Auftragseingang und das Umsatzwachstum halbierte sich. 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeCrash im asiatischen Aktienhandel. Die Speicherchip-Rallye implodiert und sorgt beim KOSPI für den größten Tagesverlust in seiner Geschichte. Der Index fällt zum Schlusskurs um -12,06 % auf 5.093,54 Punkte. Auch der Nikkei 225 Index rutscht um -3,70 % auf 54.196,00 Punkte. Der Terminmarkt ist zweigeteilt. Während der DAX-Future (März) vor Börseneröffnung um 0,29 % auf 23.834,00 Punkte steigt, liegen die US-Aktienindex-Futures tief im Minus.

Die Börse Frankfurt war am Dienstag noch regelrecht von Angstverkäufen geprägt. Im Anschluss an den schwachen Wochenstart wurde alles über Bord geworfen und Absicherungsmaßnahmen über den Terminmarkt drückten den gesamten deutschen Aktienmarkt in die Tiefe. Am stärksten erwischte es den SDAX, der bei 17.094,09 Punkten (-4,32 %) nahe des Tagestiefs schloss. Am härtesten erwischte es die Aktien der Deutschen EuroShop (DE0007480204), die um -7,63 % auf 19,12 Euro nach unten rauschten. Auch den DAX und den MDAX erwischte es erneut hart. Beide Benchmarks fielen um -3,44 % auf Tagesbasis. 

Der Handel in New York eröffnete mit sehr negativen Vorgaben aus dem europäischen Handel. Doch die Amerikaner kauften den Dip und sorgten dafür, dass die US-Benchmarks über ihren Eröffnungskursen schlossen und vor allem weit über ihren Tagestiefstkursen. Ins Plus schaffte es jedoch kein Index. Der Dow Jones Industrial Average Index fiel um -0,83 % auf 48.501,27 Punkte, der S&P 500 Index gab um -0,94 % auf 6.816,63 Punkte ab und der Nasdaq 100 Index schloss -1,09 % tiefer bei 24.720,08 Punkten, notierte aber zwischenzeitlich bei 24.315,84 Punkten. 

 

Video -

 

KOSPI-Crash

 

Die Rallye am südkoreanischen Aktienmarkt gehörte in diesem Jahr zu den beeindruckendsten weltweit. In der Spitze erreichte der KOSPI fast eine Performance von 50 % seit Jahresbeginn. Getragen wurden die Käufe von den Engpässen am Speicherchipmarkt. Der AI-Boom hat die Nachfrage nach leistungsfähigen Speicherchips abrupt in die Höhe getrieben, weit über die Produktionskapazitäten der Speicherchiphersteller hinaus. Die können nicht schnell genug die Kapazitäten ausweiten, wodurch die Verkaufspreise aufgrund der Knappheit in die Höhe getrieben wurden. Das wiederum steigerte die Bewertungen der Aktien der Speicherchiphersteller in Südkorea, die die Benchmark zu dieser Rallye führten. Mit dem Sell-off zum Wochenauftakt begann die Rallye abrupt zu drehen. Der KOSPI verlor bereits im Handel am Montag -7,2 %. Heute musste der Handel unterbrochen werden, als die Benchmark -8 % ihres Wertes verlor. Die Abkühlungsphase nützte jedoch nichts: Der KOSPI erlebte heute mit einem Tagesverlust von -12,06 % den größten Crash seiner Geschichte. Die Verluste gehen sogar noch über die im Jahr 2008 hinaus. 

 

Gewinnwarnung von Adidas

 

Adidas (DE000A1EWWW0) hat sich im vergangenen Jahr deutlich erholt, aber der Ausblick für 2026 enttäuschte die Börse am Morgen. Die Anleger sollen sich auf einen operativen Gewinn von rund 2,3 Mrd. Euro einstellen, während die Konsensschätzung der Analysten bei 2,69 Mrd. Euro gelegen hat. Der Vorstand begründet die Prognose mit den negativen Auswirkungen der US-Zölle und den negativen Wechselkursentwicklungen. Diese Belastungen schätzt man auf etwa 400 Mio. Euro. Beim Umsatz signalisiert man ein Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich und verspricht ein Delta von rund 2,0 Mrd. Euro. Das würde deutlich unter dem Wachstum des vergangenen Jahres liegen, wo Adidas den Erlös um 13 % auf einen Rekordumsatz von 24,8 Mrd. Euro erhöhen konnte. Das Ergebnis aus den fortgeführten Geschäftsbereichen erhöhte man um knapp 70 % auf 1,4 Mrd. Euro. Daran will man auch die Aktionäre beteiligen, deren Dividende für 2025 um 40 % auf 2,80 Euro je Aktie steigen soll. 

 

 

Bilfinger mit Schwäche am Jahresende

 

Bilfinger (DE0005909006) hat sich 2025 gut geschlagen, sah jedoch ein schwaches Abschlussquartal. Der Auftragseingang sank im 4. Quartal um -5 % auf 1,27 Mrd. Euro, was signalisiert, dass der deutsche Industriedienstleister beim Umsatz in diesem Jahr Gegenwind erleben wird. Den Umsatz konnte man im Dezember-Quartal noch um 4 % auf 1,4 Mrd. Euro verbessern, was jedoch nur die Hälfte des Wachstums des Gesamtjahres war. Nach Steuern erlebte man einen Rückgang des Ergebnisses um -19 % auf nur noch 42 Mio. Euro bzw. 1,14 Euro je Aktie. Der Vorstand zeigt sich jedoch optimistisch, dass man in diesem Jahr die Profitabilität erhöhen kann. Die EBITA-Marge soll von zuletzt 5,5 % auf 5,8 % bis 6,2 % steigen. Der Umsatz soll 2026 zwischen 5,4 und 5,9 Mrd. Euro liegen. Das untere Ende der Prognosespanne würde einer Stagnation entsprechen. Erreicht man das obere Ende, läge das Wachstum bei knapp 9 %. Die Börse hatte sich auf einen Umsatz von 5,72 Mrd. Euro im neuen Geschäftsjahr eingestellt. 

 

Tagestermine

 

Um 16:00 Uhr erwarten wir heute den amerikanischen ISM Einkaufsmanagerindex des Dienstleistungssektors für den Monat Februar. Die Prognose der Ökonomen ist, dass wir einen leichten Rückgang von 53,8 auf 53,5 Punkte sehen werden. 

 

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04.03.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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