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China stützt den Yuan, Fresenius streicht Dividende und Rückschlag für Merck - BÖRSE TO GO

China stützt den Yuan - der neue negative Ausblick von Moody’s belastet

NTG24 - China stützt den Yuan, Fresenius streicht Dividende und Rückschlag für Merck - BÖRSE TO GO

 

China stützt den Yuan. Die Reaktion des Devisenmarktes auf den neuen Ausblick der Ratingagentur Moody’s fällt deutlicher als erwartet aus. Enttäuschung für die Fresenius Aktionäre. Die Dividende für 2023 wird gestrichen, um staatliche Gelder nicht zu verlieren. Merck muss einen schweren Rückschlag einstecken. In den finalen Studien fällt der neue potenzielle Blockbuster Evobrutinib durch.

Rebound in Asien. Die Aktienmärkte in der Region drehen am Mittwochmorgen nahezu geschlossen ins Plus. Die Bullen kämpfen sich durch und ziehen vor allem den Hang Seng Index und den Nikkei 225 Index in die Höhe. Letzterer notiert zwischenzeitlich mehr als 2,0 % im Plus. Auch der Terminmarkt sieht nur grün. Der DAX-Future wird vor Eröffnung der europäischen Vorbörse 0,18 % höher bei 16.585 Punkten gehandelt. 

In Frankfurt wurden am Dienstag noch einmal Nägel mit Köpfen gemacht. Die Bullen wollen ihr Werk vollendet sehen und hoben den DAX dazu auf ein neues Allzeithoch von 16.551,34 Punkten. Zum Handelsschluss ergab sich noch ein Zuwachs von 0,78 % auf 16.533,11 Punkten. Der SDAX performte sogar noch stärker und kletterte um 1,07 % auf 13.210,85 Punkte. Mit deutlichem Abstand folgten hingegen der MDAX, der sich um 0,46 % auf 26.491,45 Punkte verbesserte, und der TecDAX, der um 0,41 % auf 3.199,16 Punkte stieg. 

Die Wall Street zeigte dagegen einen durchwachsenen Handel. Der Dow Jones Industrial Average Index gab leicht um -0,22 % auf 36.124,56 Punkte nach und der S&P 500 Index schloss nahezu unverändert bei 4.567,18 Punkten (-0,06 %). Der Nasdaq Composite Index konnte hingegen ein leichtes Plus von 0,31 % auf 14.229,91 Punkte erreichen. 

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China stützt den Yuan

 

Die Neubewertung von Moody’s hat weitaus höhere Auswirkungen als erwartet. Die Ratingagentur hatte den Ausblick für die Bonität Chinas am Dienstag nach Handelsschluss in Asien reduziert. Man behielt das „A1“ Rating für die chinesischen Staatsanleihen bei, reduzierte aber den Ausblick von „stabil“ auf „negativ“. Damit signalisiert die Ratingagentur, dass man bei der nächsten Überprüfung der Bonität zu einer Herabstufung auf „A2“ neigt. „A2“ entspricht einem „A“ Rating bei S&P und Fitch. Moody’s begründete den Schritt im Wesentlichen mit der gestiegenen Verschuldung des Staates. Im Handel am Mittwochmorgen musste dann die chinesische Notenbank deutlich am Devisenmarkt eingreifen, um den Yuan zu stützen. Die Peoples Bank of China führt den Yuan eng gegen US-Dollar und Euro, aber anhand der Veränderungen der täglichen Referenzwerte lässt sich ablesen, wie stark die Notenbank in den Handel eingreifen muss, um staatlich nicht erwünschte Kursbewegungen zu vermeiden.

 

Fresenius streicht die Dividende für 2023

 

Fresenius (DE0005785604) lässt die Aktionäre in die Röhre schauen. Das Unternehmen teilte am Dienstagabend nach Börsenschluss mit, dass man die Dividende für das Geschäftsjahr 2023 streichen wird. Der Hintergrund dafür ist die Entscheidung des Vorstands, dass man die staatlichen Ausgleichs- und Erstattungszahlungen für ihre deutschen Krankenhäuser aus dem „Entlastungspaket Energiehilfe“ nicht zurückzahlen, sondern einbehalten wird. Die Bedingungen des Entlastungspaketes dafür sind dann, dass das Unternehmen keine Ausschüttungen an die Aktionäre vornimmt und die Mitglieder des Vorstands und der Geschäftsführung keine variablen Vergütungen wie beispielsweise Bonuszahlungen erhalten dürfen. Für das Geschäftsjahr 2022 hatte Fresenius noch eine Dividende von 0,92 Euro je Aktie gezahlt. 

 

Fresenius SE

 

Rückschlag für Merck

 

In der Nacht auf Mittwoch meldete der Pharmakonzern Merck (DE0006599905), dass man einen Rückschlag erlitten hat. Zur Behandlung von Multiple Sklerose hatte man Evobrutinib entwickelt. In einer Überprüfung der Wirksamkeit im Vergleich zum Immunsuppressivum Teriflunomid hatte man Evobrutinib in zwei Studien über 156 Wochen getestet. Es waren die abschließenden Studien vor dem Antrag zu einer Zulassung. Merck kam nun zu dem Schluss, dass das Medikament nicht die erwarteten Ziele erreicht. Damit droht das Aus für Evobrutinib. Im Handel auf Tradegate rutschten die Notierungen bis auf 152,00 Euro ab.

 

Tagestermine

 

Vor Börseneröffnung erwarten wir um 08:00 Uhr die Entwicklung der Auftragseingänge der deutschen Industrie im Monat Oktober. Die Ökonomen rechnen mit einer Verbesserung um 0,2 % im Vergleich zum September. 

 

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06.12.2023 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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