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WeWork meldet Konkurs an, UBS verfehlt die Erwartungen und Auftragseingang bei Daimler Truck schwächelt - BÖRSE TO GO

WeWork meldet Konkurs an - der Co-Working Anbieter geht unter Gläubigerschutz

NTG24 - WeWork meldet Konkurs an, UBS verfehlt die Erwartungen und Auftragseingang bei Daimler Truck schwächelt - BÖRSE TO GO

 

WeWork muss Konkurs anmelden. Es war bereits seit Längerem erwartet worden und in der Nacht auf Dienstag beantragte der Co-Working Anbieter offiziell Gläubigerschutz nach Chapter 11. Die UBS hat die Erwartungen verfehlt. Das Ergebnis im 3. Quartal fiel aufgrund des Abbaus der Credit Suisse tiefrot aus. Daimler Truck schwächelt beim Auftragseingang. Im Jahresvergleich sinkt die Nachfrage um ein Drittel, was die Erwartungen an die Geschäftsentwicklung im kommenden Jahr nach unten zieht. 

Die gute Stimmung in Asien ist am Dienstagmorgen bereits wieder wie weggeblasen. Nahezu alle Benchmarks in der Region notierten deutlich im Minus, wobei der KOSPI die Liste der Verlierer mit einem Abschlag von zeitweise mehr als -2,8 % anführt. Die Wirkung des Leerverkaufsverbots hält nicht lange an. Aber auch der Nikkei 225 Index und der Hang Seng Index notieren zeitweise deutlich mehr als -1 % im Minus. Hier wirken sich die schwachen chinesischen Handelsdaten aus. Die schwache Stimmung überträgt sich auch auf den Terminmarkt. Vor Eröffnung der europäischen Vorbörse notiert der DAX-Future -0,31 % tiefer bei 15.159 Punkten. 

In Frankfurt herrschten am Montag bereits Gewinnmitnahmen vor. Die Anleger trauten der Rallye der vergangenen Woche nicht und zogen wieder Geld ab. Alle Benchmarks sanken bis zum Handelsschluss, wobei der SDAX die größten Abschläge sah und um -1,36 % auf 12.773,67 Punkte abrutschte. Der MDAX folgte mit einem Minus von -0,91 % auf 24.908,68 Punkte. Der TecDAX gab -0,47 % auf 2.942,51 Punkte und der DAX schloss -0,35 % tiefer bei 15.135,97 Punkten. 

Die Wall Street präsentierte sich dagegen leicht freundlich. Der Nasdaq Composite Index stieg um 0,30 % auf 13.518,78 Punkte und der S&P 500 Index verbesserte sich leicht um 0,18 % auf 4.365,98 Punkte. Der Dow Jones Industrial Average Index schaffte noch ein kleines Plus von 0,10 % auf 34.095,86 Punkte. 

 

WeWork meldet Konkurs an

 

Es hatte sich in den vergangenen Wochen und Monaten bereits abgezeichnet. Heute Nacht war es dann so weit: WeWork (US96209A1043) meldete offiziell Konkurs an. Der ehemalige globale Marktführer im Co-Working Geschäft ist unter der Last der steigenden Fremdkapitalkosten und der nachlassenden Nachfrage vonseiten der Unternehmen nach zusätzlichen Büroflächen zusammengebrochen. WeWork wird zunächst unter Gläubigerschutz nach Chapter 11 gehen und führt eine vorbereitete Restrukturierung aus. Die Gläubiger haben zugestimmt, dass sie insgesamt 3 Mrd. US-Dollar an Forderungen in Eigenkapital wandeln werden. Eine notwendige Grundlage, um die Gesellschaft zu restrukturieren. Mit den Vermietern müssen nun Mietverträge mit einem Gesamtwert von 13 Mrd. US-Dollar neu verhandelt werden. Das ist jedoch keine Überraschung: Das WeWork Management hatte bereits vor zwei Monaten die Vermieter vorgewarnt.

 

WeWork Inc.

 

UBS verfehlt die Erwartungen

 

Nach den außerordentlichen Gewinnen in Milliardenhöhe durch die Zwangsübernahme der Credit Suisse verfehlte die UBS (CH0244767585) nun im 3. Quartal auf sich selbst gestellt die Erwartungen. Der Umsatz erreichte nur ein Niveau 11,7 Mrd. US-Dollar und der Nettozinsertrag lag bei 2,11 Mrd. US-Dollar. Der Abbau der Credit Suisse Infrastruktur und die Massenentlassungen belasten das Ergebnis erheblich. Vor Steuern weist die Großbank einen Verlust von -255 Mio. US-Dollar aus. Bereinigt sieht die UBS das Vorsteuerergebnis bei 844 Mio. US-Dollar. Nach Steuern steht ein Verlust von -0,8 Mrd. US-Dollar bzw. -0,24 US-Dollar je Aktie. Durch den Abbau von risikogewichteten Assets konnte man eine harte Kernkapitalquote (CET1) von 14,4 % erreichen. Die Börse hatte sich jedoch auf ein besseres Ergebnis eingestellt.

 

Auftragseingang schwächelt bei Daimler Truck

 

Der Ausblick bei Daimler Truck (DE000DTR0CK8) stand im Mittelpunkt. Schon im 2. Quartal stand die Frage im Vordergrund, wie sich der Auftragseingang entwickelt hatte. Seinerzeit enttäuschte das Unternehmen und konnte auch heute früh nicht überzeugen. Man weist für das 3. Quartal einen Auftragseingang von 90.070 Fahrzeugen aus nach 135.569 Fahrzeugen im Vorjahr. Ein Einbruch um ein Drittel. Der Vorstand bestätigte zwar die Jahresprognose eines Umsatzes im Industriegeschäft von 54 bis 56 Mrd. Euro und einer bereinigten Marge im Industriegeschäft von 8,5 bis 10,0 %, aber die Aussichten für 2024 stehen angesichts der nachlassenden Nachfrage infrage. Für das 3. Quartal weist man einen Umsatz von 13,86 Mrd. Euro aus, was die Erwartungen leicht verfehlte. Das Ergebnis sank leicht im Jahresvergleich von 990 auf 957 Mio. Euro.

 

Tagestermine

 

Die chinesische Handelsbilanz für Oktober ist regelrecht weggeknickt. Die Exporte rutschten deutlich stärker als erwartet (-3,3 %) um -6,4 % ab, nach einem Rückgang von -6,2 % im Vormonat. Die Importe wuchsen hingegen um 3,0 % während ein Rückgang um -4,8 % erwartet worden war. Entsprechend knickte der Handelsbilanzüberschuss ein und erreichte nur noch ein Niveau von 56,53 Mrd. Yuan nach 77,71 Mrd. Yuan im September. Prognostiziert war ein starker Anstieg auf 82,00 Mrd. Yuan.

 

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07.11.2023 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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