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BÖRSE TO GO - Bayer, Commerzbank und SAP

Positive Vorgaben aus China und den USA

 

Der DAX hat zur Eröffnung Nachholpotenzial. Nachdem der DAX gestern in der Präsenzbörse bei 12.494,81 Punkten (-0,97 %) geschlossen hatte, drehte die Wall Street ins Plus und schloss deutlich höher. Der DAX-Future signalisiert zum Ende des asiatischen Handels, dass der DAX über 12.650 Punkten eröffnen wird.

Die Technologieaktien holten gestern Abend alles wieder raus. Der Nasdaq Composite Index kletterte bis zum Schluss um 1,44 % auf 10.492,50 Punkte und führte damit die US-Benchmarks an. Der Russell 2000 Index, der den amerikanischen Mittelstand repräsentiert, verzeichnete die geringsten Zuwächse mit einem Plus von 0,41 % auf 1.421,81 Punkte. 

 

SZSE Component Index

 

Wie auch in den vergangenen Tagen steigen die chinesischen Benchmarks heute erneut stark. Alle Benchmarks notieren im Plus und der SZSE Component Index, der die Entwicklung von 500 Unternehmen an der Shenzhen Stock Exchange widerspiegelt, klettert zwischenzeitlich im asiatischen Handel mehr als 2,2 %. 

 

SAP überrascht positiv

 

SAP konnte im 2. Quartal sowohl den Umsatz als auch das Betriebsergebnis steigern. Beim Umsatz ging es im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht um 2 % auf 6,74 Mrd. Euro nach oben. Das Betriebsergebnis verbesserte sich durch Sondereffekte um 55 % auf 1,28 Mrd. Euro.

Den reduzierten Ausblick für 2020 bestätigte SAP. Aufgrund der Covid-19 Pandemie hatte das Unternehmen am 21. April eine neue Prognose veröffentlicht, die man beibehält. Danach wird für das 3. und 4. Quartal ein sukzessiver Anstieg der Umsätze erwartet. Die Clouderlöse (Non-IFRS und währungsbereinigt) sollen zwischen 8,3 und 8,7 Mrd. Euro liegen, nach 7,01 Mrd. Euro in 2019. Die gesamten Umsatzerlöse sollen (Non-IFRS und währungsbereinigt) zwischen 27,8 und 28,5 Mrd. Euro liegen. In 2019 lag sie bei 27,63 Mrd. Euro, womit sich ein Umsatzwachstum von 1 bis 3 % ergeben würde. Beim Betriebsergebnis (Non-IFRS und währungsbereinigt) prognostiziert SAP eine Spanne von 8,1 bis 8,7 Mrd. Euro (2019: 8,21 Mrd. Euro). 

 

Bayer scheitert mit seiner Strategie

 

In der Roundup-Sammelklage hatte Bayer versucht, in den USA juristisches Neuland zu betreten. Der Chemiekonzern wird von rund 125.000 Klägern für die angeblichen gesundheitlichen Schäden des Bestsellers Roundup in die Verantwortung genommen. Bayer hatte ein Vergleichspaket mit einem Volumen von 12 Mrd. Dollar angeboten, dabei aber versucht 1,25 Mrd. Dollar zu separieren, und deren Auszahlung von der Bewertung eines Expertengremiums abhängig machen. Das Gremium sollte einen Zusammenhang zwischen dem in Roundup enthaltenen Glyphosat und der Non-Hodkins-Lymphom Krebserkrankung klären. Mit diesem Kunstgriff wollten die Anwälte einen Teil der Entscheidung von der Jury auf Experten übertragen, doch der zuständige Bundesrichter Vince Chhabria signalisierte seine Ablehnung für den Vorstoß auf juristisches Neuland.

 

Keine Entscheidung bei der Commerzbank

 

Auf der gestrigen Aufsichtsratssitzung konnte sich die Commerzbank nicht auf die Ernennung eines neuen Aufsichtsratsvorsitzenden einigen. Alle internen Kandidaten sind damit vorerst aus dem Rennen. Dafür konnte man die Zukunft von Herrn Zielke klären. Der Vorstandsvorsitzende wird spätestens zum Jahresende ausscheiden oder früher, wenn ein passender Nachfolger gefunden wird. Zielke offerierte, dass er auf seine variable Vergütung in Höhe von 1,5 Mio. Euro verzichtet. Da sein Vertrag aber bis 2023 läuft, fallen dann immer noch zwei Grundgehälter in Höhe von zusammen 3,4 Mio. Euro an, die auch gezahlt werden sollen. Ein weiteres Indiz dafür, dass Zielke nicht freiwillig die Bank verlässt, sondern von den beiden Großaktionären von seinem Posten gedrängt wird. 

 

Erholung im deutschen Außenhandel erwartet

 

Nach schwachen Zahlen aus der Industrie steht heute früh der deutsche Aussenhandel auf dem Prüfstand. Um 08:00 Uhr wird die Handelsbilanz für den Monat Mai veröffentlicht und die Prognosen gehen von einem Überschuss von 5,2 Mrd. Euro nach 3,2 Mrd. Euro im April aus. Im Mittel bewegten sich die monatlichen Überschüsse in den vergangenen Jahren bei 16 bis 20 Mrd. Euro. Auch die nicht saisonal bereinigte Leistungsbilanz wird erwartet. Eine Prognose für Mai liegt nicht vor. Im April betrug die Leistungsbilanz 7,7 Mrd. Euro. 

Am Nachmittag stehen um 14:30 Uhr die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten in den USA an. Bei den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe wird ein leichtes Absinken auf 1,375 Mio. Anträge erwartet. Die Folgeanträge auf Arbeitslosenhilfe werden unter 19 Mio. Anträgen gesehen. 

 

09.07.2020 - Mikey Fritz - mf@ntg24.de

 









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