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Rheinmetall rutscht weiter ab, bei BioNTech wachsen die Hoffnungen, Carl Zeiss Meditec enttäuscht mit Zahlen und Bayer marschiert wieder gen Norden

Die Unsicherheit an den Märkten verschwindet so schnell nicht

NTG24 - Rheinmetall rutscht weiter ab, bei BioNTech wachsen die Hoffnungen, Carl Zeiss Meditec enttäuscht mit Zahlen und Bayer marschiert wieder gen Norden

 

Selten passte die etwas überstrapazierte Analogie einer Achterbahnfahrt an der Börse so gut wie in dieser Woche. Noch zu Wochenbeginn schien die Welt auf einen tiefen Abgrund zuzugehen, ausgelöst durch mehrfache Drohungen von US-Präsident Donald Trump, sich Grönland notfalls mit Gewalt einverleiben zu wollen. Doch offenbar ließ er sich doch noch umstimmen, was DAX und Co. grüne Vorzeichen bescherte.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeAllerdings konnte davon längst nicht jede Aktie profitieren. Die Anleger von Rheinmetall (DE0007030009) dürften nicht wirklich enttäuscht darüber sein, dass ein Konflikt zwischen Nato-Partnern ausbleibt. Die Erwartungshaltung ist aber eine andere, nachdem zuvor auch schon in Venezuela und im Iran die Dinge ruhiger als erwartet verliefen. Die Rüstungsbranche trat gestern etwas in den Hintergrund und die Aktie von Rheinmetall ließ um weiter 3,4 Prozent auf 1.790,50 Euro nach.

 

 

 

Dort angekommen blickt der Titel weiterhin auf eine sehr positive Bilanz für das noch junge Jahr. Knappe zwölf Prozent an Zugewinnen lassen sich seit Jahresbeginn noch verbuchen, und Verlass ist auf eine nachhaltige Ruhephase wohl eher nicht. Schließlich kündigte Donald Trump gestern an, dass eine „riesige Flotte“ in Richtung Iran unterwegs sei. Nach eigenem Bekunden würde Trump es bevorzugen, jene nicht nutzen zu müssen. Ausschließen lässt sich bei Trump aber nur wenig.

 

BioNTech macht Tempo

 

Bei BioNTech (US09075V1026) beschäftigt man sich lieber damit, Menschenleben zu retten. Das soll in Zukunft mit neuen Krebstherapien gelingen, von denen mehr als ein Dutzend aktuell in der Pipeline der Mainzer sind. Erste Zulassungen könnte es noch im Laufe dieses Jahres geben. Einen großen Schritt nach vorne ging das Unternehmen nun bei BNT113, wo die US-Gesundheitsbehörde den Fast-Track-Status verlieh.

Es bleibt noch viel zu tun, doch immerhin kommt BioNTech in den Genuss, für den Medikamenten-Kandidaten zur Behandlung einer bestimmten Art von Hautkrebs in ein beschleunigtes Verfahren zu kommen. Können die Studiendaten in den kommenden Monaten überzeugen, so wächst die Wahrscheinlichkeit, dass BioNTech von seinem nächsten Blockbuster nicht mehr weit entfernt ist. Mittelfristig ergeben sich dadurch Aussichten auf eine Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Belohnt wurde das mit Kursgewinnen von sechs Prozent und einem Schlusskurs von 103,50 Euro am Donnerstag.

 

Carl Zeiss Meditec rudert zurück

 

Konkretere Aussichten gibt es bei Carl Zeiss Meditec (DE0005313704), leider aber im negativen Sinne. Wie das Unternehmen gestern mitteilte, fielen die Ergebnisse im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres aufgrund eines schwachen Umfeldes, politischer Unsicherheiten sowie ungünstige Währungseffekte deutlich zurück. Das EBITDA soll sich nur noch auf acht Millionen Euro belaufen. Im Vorjahreszeitraum wurden noch 35 Millionen Euro erzielt.

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Gestrichen wurde nun auch der Ausblick für das Gesamtjahr. Eine neue Einschätzung soll es erst Mitte Mai geben. Bis dahin sollen Kostensenkungen auf den Weg gebracht werden. Den Anlegern schmeckt das alles überhaupt nicht. Der Aktienkurs stürzte am Donnerstag um satte 16,7 Prozent auf 29,34 Euro hinab und setzte damit die schon vor knapp zwei Jahren begonnene Verlustserie in einem erhöhten Tempo fort.

 

Bayer bleibt im Höhenflug

 

Bei der Bayer-Aktie ging es an den letzten beiden Tagen in etwas tiefere Regionen, unter anderem aufgrund einiger vorsichtiger Stimmen aus den Reihen der Analysten. Doch die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Glyphosat-Klaren treibt die Aktie offenbar weiter an. In einem etwas ruhigeren Umfeld konnten die Bullen gestern wieder Boden gutmachen und den Kurs um 3,5 Prozent auf 44,16 Euro steigern. Damit geht die Aktie von Bayer (DE000BAY0017) schon wieder auf Tuchfühlung zum 52-Wochen-Hoch bei knapp 45 Euro.

Neuigkeiten gab es zwar keine zu hören. Aufgrund der Hoffnung auf eine positive Entscheidung des Supreme Court zur Causa Glyphosat werden keine Nachrichten momentan aber als gute Nachrichten interpretiert. Es schadet auch nicht, dass die USA ihre Zolldrohungen zurückgenommen haben. Zu Wochenbeginn hieß es noch, dass ab Februar zusätzliche Zölle von pauschal zehn Prozent gegen Deutschland und sieben weitere europäische Staaten in Kraft treten sollten.

 

Hohes Tempo

 

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Werbebanner EMH PM TradeKursentwicklungen gab es am Donnerstag in alle Richtungen zu sehen, wobei nicht selten ein erstaunlich hohes Tempo an den Tag gelegt wurde. Das hat auch mit einigen Unternehmensmeldungen zu tun. Ein wenig machte sich aber auch die noch immer vorhandene Unsicherheit bemerkbar. So ganz trauen die Anleger dem Frieden noch nicht über den Weg und letztlich handelte es sich bei nicht wenigen vermeintlichen Kurssprüngen auch nur um einen Ausgleich vorheriger Verluste. Es ist weiterhin zur Vorsicht zu raten.

 

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23.01.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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