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Bunds erreichen Schlüsselniveau, Goldman hebt Prognose an und Lufthansa beschwert sich - BÖRSE TO GO

10-jährige Bunds erreichen ein Schlüsselniveau - positive Renditen in Aussicht

NTG24 - Bunds erreichen Schlüsselniveau, Goldman hebt Prognose an und Lufthansa beschwert sich - BÖRSE TO GO

 

Kehren die Renditen der 10-jährigen Bunds in den positiven Bereich zurück? Seit drei Jahren notiert die europäische Benchmark im negativen Bereich. Goldmans Sachs erwartet vier Zinserhöhungen im laufenden Jahr. Die Bank prognostiziert, dass die hohe Inflation und der starke Arbeitsmarkt die Fed zu schnellerem Handeln drängen werden. Die Lufthansa beschwert sich in Brüssel. Bis zu 18.000 Geisterflüge müssen im Winter wegen EU-Recht absolviert werden.

Asien startet positiv in die neue Woche. Der Handel ist freundlich und nahezu alle Benchmarks notieren im Plus. Angeführt wird die Region vom Hang Seng Index. Die Börse Tokio bleibt heute aufgrund eines Feiertages geschlossen. Auch der Terminmarkt ist leicht freundlich gestimmt. Der DAX-Future wird vor Eröffnung der europäischen Vorbörse bei 15.950 Punkten gesehen. 

Der Freitag endete so, wie die ganze Woche verlaufen ist. Alle deutschen Benchmarks schlossen im Minus. Am härtesten traf es den TecDAX, der um -1,11 % auf 3.708,17 Punkte fiel. Damit war die Benchmark nicht nur der Tagesverlierer, sondern auch der Wochenverlierer. Seit Jahresbeginn hat der Index -5,41 % an Wert eingebüßt. Der SDAX kam ebenfalls schlecht weg und fiel um -0,93 % auf 16.092,98 Punkte. Mit etwas Abstand folgte der DAX, der um -0,65 % auf 15.947,74 Punkte fiel, und der MDAX, der um -0,55 % auf 34.975,84 Punkte nachgab. Der DAX war die einzige deutsche Benchmark, die auf Wochenbasis ein kleines Plus erreichen konnte. 

Das gleiche Bild an der Wall Street. Der Nasdaq Composite Index kam am Freitag und in der ganzen Woche unter die Räder. Am letzten Handelstag ging es noch einmal um -0,96 % auf 14.935,90 Punkte nach unten. Seit Jahresbeginn hat die Benchmark - 4,53 % verloren. Der S&P 500 Index gab am Freitag -0,41 % auf 4.677,02 Punkte ab und der Dow Jones Industrial Average Index beendete den Handel nur minimal unter dem Niveau vom Donnerstagabend. 

 

Bunds erreichen Schlüsselniveau

 

Seit dem 2. Quartal 2019 befinden sich die Renditen der 10-jährigen Bundesanleihen im negativen Bereich. Die Zinspolitik der EZB, die QE-Programme der Notenbank und die hohe Nachfrage nach sicheren und risikofreien Anleihen im Euro haben die Nachfrage hochgehalten und die Rendite im Crash vom März 2020 sogar bis auf -0,90 % p.a. gedrückt. Inzwischen hat sich das Bild gedreht. Die höchste Inflation seit Jahrzehnten gepaart mit der Ankündigung, dass die EZB das QE-Programm PEPP im März beenden wird, lässt die Renditen steigen und die Kurse fallen. In der vergangenen Woche erreichten die Renditen der Bunds Niveaus von bis zu -0,03 % p.a. Anleger erwarten, dass die Rendite in dieser Woche zum ersten Mal seit drei Jahren wieder positiv wird. 

 

10-jährige Bundesanleihen

 

Goldman Sachs: Vier Zinserhöhungen

 

Nach der jüngsten Vorlage der US-Arbeitsmarktdaten für den Monat Dezember hat Goldman Sachs (US38141G1040) die Zins-Prognose für 2022 angepasst. Die amerikanische Investmentbank erwartet nun insgesamt vier Zinserhöhungen in diesem Jahr und eine Rückführung der Fed-Bilanz ab Juli, wenn nicht sogar früher. Ursprünglich hatte die Bank prognostiziert, dass die Bilanz erst ab Dezember verkleinert wird, doch die hohe Inflation und der starke Arbeitsmarkt änderten die Einschätzung. Die Zinserhöhungen werden für die Fed-Treffen im März, Juni, September und Dezember erwartet. Die Fed selbst hatte auf der letzten Sitzung im Dezember nur mit drei Zinserhöhungen im Jahr 2022 gerechnet. 

 

Lufthansa: Beschwerde in Brüssel

 

Die Lufthansa (DE0008232125) und einige Konkurrenten beschweren sich in Brüssel über unnötige Flüge. Die EU gibt den europäischen Fluggesellschaften eine Mindestquote an Flügen je Slot vor, damit die Gesellschaften ihre Start- und Landerechte behalten dürfen. Diese Quote wurde von 80 % auf 50 % reduziert, führt aber immer noch dazu, dass eine erhebliche Anzahl von Flügen im Umfeld der steigenden Covid-19-Zahlen leer oder nahezu leer durchgeführt werden, nur um der Bürokratie gerecht zu werden. Allein die Lufthansa meldete, dass man in diesem Winter aufgrund der Regelung rund 18.000 Flüge durchführen wird, die man ansonsten aus wirtschaftlichen Gründen gestrichen hätte. 

 

Tagestermine

 

Der Tag hält nur wenige wichtige Wirtschaftsdaten bereit. Die wichtigste Veröffentlichung wird um 11:00 Uhr die Bekanntgabe der Arbeitslosenquote für den Monat November sein. Nach einem Stand von 7,3 % im Oktober wird nun mit einem Rückgang auf 7,2 % gerechnet. Das entspricht einem der niedrigsten Niveaus in den vergangenen 24 Jahren. 

 

10.01.2022 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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