Swissquote im Aufwind, Ford will mehr BYD Batterien und Peking wirft Spekulanten raus - BÖRSE TO GO
Swissquote weiter im Aufwind - Nettoertrag und Vorsteuergewinn steigen deutlich
Swissquote ist weiter Aufwind. Man konnte einen sehr guten Abschluss für 2025 vorlegen und den Nettoertrag um 10 % steigern. Ford will stärker mit BYD zusammenarbeiten, um mehr Batterien für Hybrid-Fahrzeuge zu bekommen. Das Weiße Haus steht der Vertiefung der Zusammenarbeit kritisch gegenüber. China wirft die Spekulanten raus. Nach der Einschränkung der Wertpapierleihe wird nun auch der Hochfrequenzhandel unmöglich gemacht.
Der Aktienhandel in Asien entwickelt sich am letzten Handelstag der Börsewochen überwiegend schwach. Abgesehen vom KOSPI, der 0,90 % höher bei 4.840,74 Punkten schloss, liegen alle anderen Benchmarks in der Region im Minus. Der Nikkei 225 Index beendete den Handel bei 53.968,00 Punkten (-0,26 %). Auch der Terminmarkt neigt vor Börseneröffnung zur Schwäche. Der DAX-Future (März) wird -0,31 % tiefer bei 25.422,00 Punkten gehandelt.
Das Highlight an der Börse Frankfurt war am Donnerstag der SDAX. Der Small Cap Index sprang um 1,42 % auf 18.336,93 Punkte und war damit mit weitem Abstand der größte Gewinner unter allen deutschen Benchmarks. Die Liste der Gewinner führte dabei Vossloh (DE0007667107) an, die um 5,19 % auf 85,10 Euro sprangen. Der MDAX folgte mit einem Tagesgewinn von 0,53 % auf 31.943,60 Punkte und der DAX stieg um 0,26 % auf 25.352,39 Punkte. Das Schlusslicht bildet der TecDAX, der nahezu unverändert bei 3.771,79 Punkten (+0,07 %) den Handel beendet hat.
Eine freundliche Stimmung sahen wir auch in New York. Am stärksten performten die Blue Chips. Der Dow Jones Industrial Average Index stieg um 0,60 % auf 49.442,44 Punkte und war damit der Tagesgewinner an der Wall Street, angeführt von Goldman Sachs (US38141G1040), die um 4,63 % auf 975,86 US-Dollar gestiegen sind. Die Investmentbank hatte ein sehr starkes 4. Quartal vorgelegt und neue Rekorde aufgestellt. Der Nasdaq 100 Index verbesserte sich um 0,32 % auf 25.547,08 Punkte und der S&P 500 Index konnte noch ein kleines Plus von 0,26 % auf 6.944,47 Punkte erreichen.
Swissquote im Aufschwung
Swissquote (CH0010675863) hat im Jahr 2025 sehr gut abgeschnitten. Die Schweizer Digital-Bank erreichte zum Ende des Jahres ein Kundenvermögen von 89 Mrd. Franken, was unter anderem durch einen Netto-Neugeldzufluss von 8,5 Mrd. Franken getrieben wurde. Insgesamt bedient man derzeit mehr als 1 Million private und institutionelle Konten. Die Bank geht davon aus, dass man einen Nettoertrag von 720 Mio. Franken und einen Vorsteuergewinn von knapp 420 Mio. Franken erreichen konnte. Darin enthalten ist allerdings ein einmaliger Sondereffekt in Höhe von 50 Mio. Franken aus der Neubewertung der 50 %-Beteiligung an der Schweizer Finanz-App Yuh. Bestätigt Swissquote diese vorläufigen Daten, hätte man den Nettoertrag um 10 % und den Vorsteuergewinn um 22 % (bereinigt: 7 %) erhöht.
Ford will mehr BYD Batterien benutzen
In den Märkten außerhalb der USA will Ford Motor (US3453708600) verstärkt die Batterien von BYD (CNE100000296) einsetzen. Beide Unternehmen sind derzeit im Gespräch über neue Lieferverträge. Nachdem Ford das EV-Geschäft in den USA stark reduziert hat, da sich die Nachfrage anämisch entwickelte, versucht man nun neben den klassischen Motoren auch das Geschäft mit Hybrid-Antrieben voranzutreiben. BYD ist dabei auch nicht der einzige Zulieferer, mit dem man spricht, aber ohne Zweifel der wichtigste. Die Chinesen sind bekannt für ihre Batteriequalität und sind auch im Bereich der Produktion von Hybrid-Fahrzeugen weltweit die Nr. 1. Die Gespräche stoßen allerdings auf wenig Gegenliebe in Washington. Peter Navarro, derzeit Berater für Außenhandel im Weißen Haus, kritisiert Ford auf X, dass eine Vertiefung der Lieferketten mit chinesischen Unternehmen Ford unsicherer machen würde.
China wirft die Spekulanten raus
Nachdem Peking bereits die Wertpapierbeleihung unattraktiver gemacht hat, um Leverage aus der aktuellen Rallye in China herauszunehmen, geht es nun den institutionellen Investoren an den Kragen. Die Regulierungsbehörde hat aus heiterem Himmel den Betreiber von Hochfrequenzhandel die Existenzgrundlage genommen. Diese Handelsstrategie basiert auf Arbitrage, wo Preisunterschiede zwischen verschiedenen Börsenstandorten ausgenutzt werden, um sich als Mittelsmann einzuschalten. In Sekundenbruchteilen werden minimale Preisunterschiede ausgenutzt, indem ein Wertpapier gekauft und dann sofort wieder verkauft wird. Da der Gewinn minimal ist, funktioniert die Strategie nur mit extrem niedrigen Gebühren und einem möglichst hohen gehandelten Volumen. Der Zeitvorteil wird unter anderem erkauft, indem die Server der Händler direkt in den Räumen der Börse aufgestellt werden. Diesen Zugang hat die chinesische Regulierungsbehörde nun zu Ende Februar gekündigt. Einige Händler bekommen noch bis Ende April Zeit, um ihre Server zu entfernen. Obendrein erwägen die chinesischen Handelsplätze zusätzlich eine Zeitverzögerung von zwei Millisekunden einzuführen, um die Arbitrage zu erschweren. Die Folge wird sein, dass das Handelsvolumen sinkt und die Spreads zwischen Geld- und Briefkursen steigen.
Tagestermine
Die Agenda für den heutigen Tag ist kurz. Im Fokus werden um 15:15 Uhr die Zahlen zur amerikanischen Industrieproduktion im Monat Dezember stehen. Im Vergleich zum November soll die Industrieproduktion leicht um 0,1 % gestiegen sein. Im Jahresvergleich war sie im November um 2,52 % gestiegen.
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16.01.2026 - Mikey Fritz

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