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BÖRSE TO GO - Lyft, Münchener Rück und Twitter

Twitter wächst stark im 4. Quartal - Ausblick besser als befürchtet - Aktien steigen nachbörslich

 

Im Vorfeld des Neujahres- und Frühlingsfests, das ab Donnerstag in China und vielen anderen asiatischen Ländern beginnt, entwickelt sich der Handel heute gemäßigt. Die Futures liegen dagegen alle im Plus. Der DAX-Future gewinnt leicht auf 14.058 Punkten (+0,18 %) und der S&P 500 Future steigt um 0,23 % auf 3.918 Punkten. Der Nasdaq-Future steigt sogar um 0,44 % auf 13.740 Punkte. 

Der Handel am Dienstag endete in Frankfurt im Minus. Alle wichtigen deutschen Benchmarks gaben ab, wobei die Verluste im SDAX am ausgeprägtesten waren. Der Index der kleinen Unternehmen fiel um -1,18 % auf 15.494,92 Punkte und die Aktien von ElringKlinger (-6,43 %) sowie Ceconomy (-8,51 %) waren die größten Verlierer im Index. Ceconomy hatte Dienstagfrüh die abschließenden Zahlen für das 1. Fiskalquartal und den Ausblick veröffentlicht. 

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Auch der TecDAX verlor deutlich. Der Technologieindex sank um -0,79 % auf 3.497,91 Punkte und wurde von Gewinnmitnahmen bei 1&1 Drillisch (-4,08 %) und bei TeamViewer (-4,30 %) nach unten gezogen. Der DAX verzeichnete ebenfalls Verluste am Dienstag und sank um -0,34 % auf 14.011,80 %, schnitt im Feld der Verlierer aber am besten ab. 

Die Wall Street entwickelte sich durchwachsen. Der Dow Jones Industrial Average Index (-0,03 %) und der S&P 500 Index (-0,11 %) gaben beide leicht ab, während der Nasdaq Composite Index sich mit einem Plus von 0,40 % auf 14.007,70 Punkte nicht nur behaupten, sondern auch ein neues Allzeithoch auf Schlusskursbasis setzen konnte. Auch der Russell 2000 Index konnte sich um 0,40 % auf 2.299,00 Punkte verbessern, was ein neuer Rekord war. 

 

Corona belastet Lyft weiterhin schwer

 

Die Zahlen der Fahrdienstvermittlungsplattform Lyft waren erwartungsgemäß schwach. Man verbuchte im 4. Quartal aufgrund der Covid-19-Krise einen Verlust von 458 Mio. US-Dollar, nachdem der Umsatz um -44 % im Jahresvergleich auf 570 Mio. US-Dollar eingebrochen war. Das Unternehmen zeigte sich jedoch kämpferisch und optimistisch, dass es ab dem 2. Quartal wieder aufwärtsgehen würde. Der Vorstand betonte, dass man die Kosten stark gesenkt und seine Ziele im vergangenen Jahr um 20 % übertroffen habe. Die Notierungen von Lyft kletterten nachbörslich um 11 % auf 59,56 US-Dollar. Die Zahlen vom Konkurrenten Uber werden heute nachbörslich erwartet. 

 

Münchener Rück mit neuem strategischen Investor

 

Wie am Dienstag bekannt wurde, hat die Münchener Rück einen neuen strategischen Investor bekommen. Die Capital Group aus den USA hat sich neu an dem Rückversicherer beteiligt und dabei gleich im ersten Schritt die meldepflichtige Grenze von 3 % überschritten. Insgesamt 4,25 Mio. Aktien hat die Gesellschaft erworben, was auf derzeitigem Preisniveau knapp 1 Mrd. Euro ausmacht. Die Capital Group mit Sitz an der amerikanischen Westküste ist eine Fonds-Gesellschaft, die international investiert. Die Amerikaner sind in Frankfurt keine Unbekannten. Sie hat in den vergangenen Jahren nennenswerte Beteiligungen an Bayer, Deutsche Bank, Infineon, SAP, Siemens und Volkswagen aufgebaut. 

Twitter wächst stark

 

Der Kurznachrichtendienst Twitter legte am Dienstagabend die Zahlen zum 4. Quartal vor und erfreute die Anleger. Die Erlöse konnte man um 28 % auf 1,29 Mrd. US-Dollar steigern und den Gewinn von 119 auf 222 Mio. US-Dollar erhöhen. Auch die Zahl der Benutzer, die aktiv beworben werden, stieg leicht von 187 auf 192 Millionen. 

 

Twitter Inc.

 

Twitter signalisierte, dass das Wachstum in den kommenden Monaten weniger stark sein wird. Durch den amerikanischen Wahlkampf, der im 4. Quartal noch einmal einen Höhepunkt erreichte, konnte Twitter die Gruppe der aktiven Benutzer um mehr als ein Viertel steigern. Dieser Effekt wird sich im laufenden Quartal nicht wiederholen. Darunter fällt auch, dass Twitter den Account des ehemaligen Präsidenten Trump im Januar gesperrt hat. Trump hatte bekanntlich eine große Fangemeinde auf Twitter aufgebaut und regierte teilweise per Kurznachricht. Twitter signalisierte für das 1. Quartal ein Umsatzwachstum im Jahresvergleich von 16 % auf 940 Mio. US-Dollar. Die Aktien stiegen nachbörslich um 3,09 % auf 61,75 US-Dollar.

 

Tagestermine

 

Den Auftakt macht heute früh erneut Deutschland. Um 08:00 Uhr bekommen wir den aktuellen Verbraucherpreisindex für den Monat Januar. Im Jahresvergleich lag die Inflationsrate zuletzt im Dezember bei -0,3 % und die Ökonomen rechnen für Januar mit einem scharfen Anstieg auf 1,0 %, was im Wesentlichen von der Umsatzsteuererhöhung zum 01. Januar getrieben ist. Folgt man der harmonisierten Berechnungsmethode der EU, dann soll die Inflationsrate den Prognosen zufolge von -0,7 auf +1,6 % gestiegen sein. 

Auch die Amerikaner legen heute um 14:30 Uhr ihre Inflationszahlen für den Monat Januar vor. Im Jahresvergleich wird für Januar mit einem leichten Anstieg von 1,4 auf 1,5 % gerechnet. Die Kernrate, ohne die volatilen Bereiche Energie und Lebensmittel, soll leicht von 1,6 auf 1,5 % gesunken sein. 

 

10.02.2021 - Mikey Fritz - mf@ntg24.de

 









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