als .pdf Datei herunterladen

Rheinmetall will 45 % wachsen, Porsche bleibt im Abwärtstrend und Kursexplosion bei Oracle - BÖRSE TO GO

Rheinmetall will bis zu 45 % wachsen - reicht das der Börse?

NTG24 - Rheinmetall will 45 % wachsen, Porsche bleibt im Abwärtstrend und Kursexplosion bei Oracle - BÖRSE TO GO

 

Reicht die Prognose von Rheinmetall der Börse? Der wichtigste deutsche Rüstungskonzern signalisiert hohes Wachstum, aber die Erwartungen sind auch sehr hoch. Porsche prognostiziert eine Fortsetzung der Schwäche im operativen Geschäft. Der Umsatz soll sich 2026 nicht verbessern. Kursexplosion bei Oracle. Das AI-Geschäft läuft wesentlich stärker, als die Short-Seller es eingepreist hatten. 

Anzeige:

Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDer Handel in Asien entwickelte sich am Mittwoch positiv, wenn auch weniger stürmisch als am Montag und Dienstag. Der KOSPI konnte sich um 1,40 % auf 5.609,95 Punkte verbessern und der Nikkei 225 Index stieg um 1,51 % auf 55.066,00 Punkte. Einzig und allein der Hang Seng Index sank marginal um -0,10 % auf 25.935,00 Punkte.

Wie abzusehen, erlebte Frankfurt am Dienstag den starken Rebound, den die Wall Street bereits am Montagabend gesehen hatte. Ganz weit vorne der MDAX, der um 2,94 % auf 29.723,08 Punkte kletterte, wobei die kleine Auto1 (DE000A2LQ884) um 8,56 % auf 16,87 Euro sprang und die Liste der Gewinner anführte. Auch der SDAX zeigte eine starke Performance und verbesserte sich deutlich um 2,61 % auf 17.316,11 Punkte. 

Die New York startete am Dienstag stark, fiel dann aber wieder zurück, nachdem erneut Unsicherheiten über die Entwicklungen im Iran aufkamen. Für große Verwirrung sorgte insbesondere eine Mitteilung, dass die USA einem Tanker durch die Straße von Hormus Geleitschutz erfolgreich gegeben haben, die dann jedoch kurz darauf gelöscht und vom Weißen Haus dementiert wurde. Am Ende schlossen alle US-Benchmarks nahezu unverändert zu den Schlusskursen vom Montag. 

 

Video -

 

Rheinmetall: Reicht der Börse das Wachstum?

 

Dass das Geschäft bei Rheinmetall (DE0007030009) schlecht läuft, kann man wirklich nicht behaupten. Vor dem Hintergrund des starken Anstiegs des Aktienkurses in den letzten 12 Monaten kann man aber durchaus die Frage stellen, ob der wichtigste deutsche Rüstungskonzern die Erwartungen erfüllt und sogar übererfüllt, was weitere Kurssteigerungen rechtfertigen würde. Insgesamt erhöhte man im Geschäftsjahr 2025 den Umsatz um 29 % auf 9,94 Mrd. Euro. Was jedoch für Verunsicherung sorgte, war, dass Rheinmetall nur die Entwicklung des Auftragsbestands nannte, aber kein Wort über den Auftragseingang verlor, der bekanntlich der Umsatz von morgen ist. Man gab jedoch eine Umsatzprognose, die aber enttäuschte. Der Umsatz soll im laufenden Jahr auf 14,0 bis 14,5 Mrd. Euro steigen. Das würde einem Wachstum von 40 % bis 45 % entsprechen. Darin enthalten sind allerdings auch viele Zuwächse, die auf Akquisitionen beruhen und damit Einmaleffekte sind. Bereinigt um Akquisitionen sieht Rheinmetall ein Umsatzwachstum von 28 % bis 31 % im Geschäftsjahr 2026 bei nahezu identischer Profitabilität. Die operative Marge will man marginal von 18,5 % auf „rund“ 19 % verbessern. 

 

 

Porsche sieht anhaltende Schwäche

 

Der Absatzeinbruch bei Porsche (DE000PAG9113) fiel im 4. Quartal noch einmal besonders harsch aus. Insgesamt setzte man im Dezember-Quartal nur noch 67.608 Fahrzeuge ab, was einem Einbruch um -26 % entsprach und damit weit stärker als der Absatzrückgang im Gesamtjahr (-15 %) ausfiel. Der Sportwagenhersteller ist somit mit starkem negativen Momentum ins neue Jahr gestartet und das bestätigte der Vorstand auch in seiner Prognose für das neue Geschäftsjahr, wo man nur noch einen Umsatz von 35 bis 36 Mrd. Euro erwartet. Das niedrige Umsatzniveau von 2025 (36,3 Mrd. Euro) wiederzuerreichen ist nun das Best-Case-Szenario für Porsche geworden. Parallel dazu prognostiziert man auch einen Anstieg des Anteils der vollelektrischen Fahrzeuge von bisher 22,2 % auf 24 % bis 26 %, was im Kern das Hauptproblem für die Absatzschwäche des Sportwagenherstellers ist. Was muss aber auch hinzufügen, dass die Börse einen noch schwächeren Ausblick bereits in die Vorzüge eingepreist hatte. 

 

Short-Eindeckung bei Oracle

 

Damit hatten die Short-Seller nicht gerechnet. Die Aktien von Oracle (US68389X1054) sprangen nach Börsenschluss um mehr als 10 % nach oben, nachdem der Spezialist für Datenbanken und AI-Rechenzentren die Konsensschätzungen der Analysten deutlich schlug und signalisierte, dass die Nachfrage nach AI-Rechenleistungen weiterhin überbordend ist. Man legte einen Umsatz für das 3. Fiskalquartal 2026 von 17,2 Mrd. US-Dollar (Konsens: 16,92 Mrd. US-Dollar) vor, was 22 % höher als im Vorjahr lag und dessen Wachstum im Wesentlichen von der neuen Sparte Cloud Infrastructure (+84 %) getragen wurde. Das schlug sich auch im „bereinigten" Gewinn nieder, der mit 1,79 US-Dollar je Aktie deutlich über der Konsensschätzung von 1,70 US-Dollar blieb. Der echte Gewinn nach Steuern und Anteilen Dritter stieg um 26 % auf 3,699 Mrd. US-Dollar. Der Auftragseingang erhöhte sich zudem im Vergleich zum letzten Quartal um 29 Mrd. US-Dollar auf nun 553 Mrd. US-Dollar (+325 %). Für das laufende 4. Fiskalquartal 2026 prognostiziert man ein Umsatzwachstum von 18 % bis 20 % und einen „bereinigten“ Gewinn je Aktie von 1,96 bis 2,00 US-Dollar. 

 

Tagestermine

 

Aus den USA erwarten wir heute vor Börseneröffnung um 13:30 Uhr die Inflationsrate für den Monat Februar. Im Jahresvergleich sollen die Endkundenpreise weiterhin um 2,4 % und im Vergleich zum Januar um 0,3 % gestiegen sein. 

 

Auto1 Group AG-Aktie: Kaufen oder verkaufen?

 

Die neuesten Auto1 Group AG-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Auto1 Group AG-Aktionäre. Lohnt sich aktuell ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen?

Konkrete Empfehlungen zu Auto1 Group AG - hier weiterlesen...

 

 

11.03.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

Auf Twitter teilen     Auf Facebook teilen


Informiert bleiben - Wenn Sie bei weiteren Nachrichten und Analysen zu einem in diesem Artikel genannten Wert oder Unternehmen informiert werden möchten, können Sie unsere kostenfreie Aktien-Watchlist nutzen.








Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur


Bitte geben Sie die Anzahl der unten gezeigten Eurozeichen in das Feld ein.
>

 



 

 

Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)