Warner Bros. verhandelt mit Paramount, Kursexplosion bei MiniMax und Uber Eat attackiert Europa - BÖRSE TO GO
Warner Bros. stößt Bieterwettbewerb erneut an - offen für neues Angebot von Paramount
Warner Bros. zeigt sich wieder offen für Verhandlungen mit Paramount Skydance. Obwohl man sich bereits an Netflix gebunden hat, signalisiert man neue Gesprächsbereitschaft. Kursexplosion bei MiniMax. Die Anleger schicken die Aktien heute in der verkürzten Sitzung um bis zu 30 % höher, da das neue M2.5 Modell ausgezeichnete Ergebnisse liefert. Uber bricht ins Liefergeschäft in Europa ein. Die Amerikaner weiten ihr Liefergeschäft auf sieben neue europäische Länder aus.
Der Aktienhandel in Asien ist heute sehr dünn, da sowohl die Festlandsbörsen in China als auch der Handel in Südkorea geschlossen sind. Die Börse Hongkong hatte eine verkürzte Sitzung, doch der Hang Seng Index konnte um 0,52 % auf 26.723,00 Punkte steigen. Der Nikkei 225 Index hingegen gab um -0,22 % auf 56.818,00 Punkte ab. Auch der Handel am Terminmarkt verläuft in ruhigen Bahnen, da die Amerikaner heute einen Feiertag haben. Der DAX-Future (März) kann dennoch leicht vor Eröffnung der europäischen Vorbörse um 0,10 % auf 24.984,50 Punkte steigen.
Die letzte Woche verlief dagegen sehr durchwachsen für die Börse Frankfurt. Die Anleger waren unter dem Strich sehr hin und her gerissen. Am stärksten schnitt der TecDAX ab, der sich um 0,99 % auf 3.655,33 Punkte verbessern konnte. Hier stachen die Aktien von Aixtron (DE000A0WMPJ6) heraus, die sich um 13,28 % auf 22,77 Euro steigern konnten. Auch der DAX legte auf Wochensicht mit 0,78 % auf 24.914,88 Punkte gut zu. Der SDAX gab hingegen leicht ab um -0,30 % auf 17.840,08 Punkte und der MDAX war der größte Verlierer mit einem Wochenverlust von -1,15 % auf 31.299,04 Punkte. Der größte Verlierer im Mid-Cap Index war Auto1 (DE000A2LQ884), die in der gesamten Woche um -23,64 % auf 18,83 Euro abrutschten.
In New York war die Lage eindeutiger. Der Aktienmarkt erholte sich nach den Inflationsdaten vom Freitag, aber unter dem Strich gingen alle US-Benchmarks vor dem heutigen Feiertag (Presidents’ Day) auf Wochensicht ins Minus. Die Verluste lagen dabei sehr dicht beieinander. Der Dow Jones Industrial Average Index fiel um -1,23 % auf 49.500,93 Punkte, der Nasdaq 100 Index um -1,37 % auf 24.732,73 Punkte und der S&P 500 Index um -1,39 % auf 6.836,17 Punkte.
Warner Bros. wieder offen für Paramount
Warner Bros. (US9344231041) erwägt nach dem Erhalt eines nachgebesserten Angebots die Wiederaufnahme von Verkaufsgesprächen mit dem Rivalen Paramount Skydance (US69932A2042). Obwohl noch eine bindende Vereinbarung mit Netflix (US64110L1061) zur Übernahme für 27,75 US-Dollar pro Aktie besteht, prüft der Vorstand nun, ob die angepasste Offerte von Paramount – die unter anderem die Übernahme einer 2,8 Mrd. US-Dollar schweren Abbruchgebühr an Netflix sowie Schuldenabsicherungen umfasst – zu einem besseren Abschluss führen könnte. Während das Unternehmen unter dem Druck von Aktionären steht, Verhandlungen mit Paramount aufzunehmen, haben sowohl Paramount als auch Netflix Bereitschaft signalisiert, ihre Gebote in einem möglichen erneuten Bieterwettbewerb weiter zu erhöhen.
Kursexplosion bei MiniMax
In der verkürzten Handelssitzung in Hongkong explodierte heute der Kurs der MiniMax Group (KYG6181S1093). Das jüngst gelistete chinesische AI-Unternehmen sprang in der Spitze heute um 30 % und schloss knapp 25 % höher bei 847 HK-Dollar. Der Eröffnungskurs am 09. Januar lag bei 235,40 HK-Dollar, womit die Aktien seit dem IPO um weitere 260 % in gut einem Monat zugelegt haben. Hinter dem jüngsten Kurssprung steht das neue, aktualisierte AI-Modell. MiniMax hatte vor Kurzem M2.5 herausgebracht und die ersten Benchmark-Tests haben ergeben, dass das neue Modell einen enormen Leistungssprung gemacht hat. Es liegt in Tests wie SWE auf Augenhöhe mit dem neuen Top-Modell von Anthropic, Claude Opus 4.6.
Uber bricht ins Liefergeschäft in Europa ein
Uber (US90353T1007) weitet sein Liefergeschäft im Jahr 2026 auf sieben neue europäische Länder, darunter Österreich, Dänemark und die Tschechische Republik, aus, mit dem Ziel, in den kommenden drei Jahren eine zusätzliche Milliarde Dollar an Bruttobuchungen zu generieren. Diese Expansion erfolgt in einem stark umkämpften Marktumfeld, das durch Konsolidierungen wie die Übernahmen von Just Eat Takeaway und Deliveroo geprägt ist, wobei Uber gezielt etablierte Konkurrenten wie Wolt herausfordert. Während Uber seine Marktanteile in Kernmärkten wie Deutschland und Großbritannien durch Cross-Selling an bestehende Fahrgäste bereits deutlich steigern konnte, plant das Unternehmen zur Kostensenkung künftig auch den Einsatz von Drohnen und Robotern in der Zustellung.
Tagestermine
Heute wird eine ruhige Kugel geschoben. Die Chinesen feiern Neujahr, in Brasilien (und in Köln) herrscht Karneval, in Kanada wird der Familientag begangen und in den USA der Presidents’ Day. Heute Morgen haben wir aber aus Japan das vorläufige BIP für das 4. Quartal erhalten, das schlechter als erwartet ausgefallen ist. Annualisiert wuchs die Wirtschaftsleistung nur um 0,2 %, statt der erwarteten 1,6 %. Das jährliche Wachstum für das 3. Quartal wurde zudem von -2,3 % auf -2,6 % nach unten revidiert. Auch im Vergleich zum 3. Quartal wuchs das BIP zuletzt nur um 0,1 % statt der prognostizierten 0,4 %.
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16.02.2026 - Mikey Fritz

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