Europa lässt sich vorführen, Apple wieder Nr. 1 in China und Abverkauf bei Bitcoin - BÖRSE TO GO
Konflikt um Grönland belastet europäische Assets - Europa wird von Washington vorgeführt
Schmerzhafte Ohrfeige für Europa. Die USA machen deutlich, dass sie die Europäer für zu schwach halten, um die Grönland-Frage zu klären, und die Ohrfeige schmerzt umso mehr, da es die Wahrheit ist. Apple ist wieder die Nr. 1 in China. Im 4. Quartal wuchs der iPhone Absatz um 28 %, dank einer stabilen Versorgung mit Speicherchips. Bitcoin im Abverkauf. Analog zu den europäischen Aktienindex-Futures knickt die Kryptowährung am Montag ein und belegt erneut, dass sie kein digitales Gold ist.
Die Reaktion der asiatischen Aktienmärkte auf den Grönland-Konflikt ist am Montagmorgen sehr unterschiedlich. Während der KOSPI völlig unberührt von den Problemen der Europäer ist und 1,32 % höher bei 4.904,66 Punkten schloss, sank der Nikkei 225 Index um -0,61 % auf 53.605,50 Punkte. Die chinesischen Onshore-Indizes notieren während der Sitzung überwiegend im Plus, während der Hang Seng Index zwischenzeitlich mehr als -1,15 % im Minus gesehen wird. Der DAX-Future (März) wird vor Börseneröffnung in Europa -1,26 % tiefer bei 25.079,00 Punkten gehandelt.
Der Handel in Frankfurt verlief durchwachsen in der vergangenen Woche. Der SDAX stach mit einem Wochenplus von 1,16 % auf 18.329,35 Punkte heraus. Hier dominierte vor allem die Klöckner (DE000KC01000) Aktie, die um 30,25 % auf 10,98 Euro explodierte, nach dem Übernahmeangebot von Worthington Steel (US9821041012). Der DAX schloss nahezu unverändert bei 25.297,13 Punkten (+0,14 %) und der MDAX gab um -0,83 % auf 31.899,26 Punkte ab. Der größte Wochenverlierer war der TecDAX, der um -1,81 % auf 3.751,10 Punkte fiel. Die Aktien von Atoss Software (DE0005104400) gaben dabei in der Woche am meisten um -10,43 % auf 104,80 Euro ab.
In New York gaben hingegen alle Benchmarks ab. Am besten hielt sich der Dow Jones Industrial Average Index, der um -0,29 % auf 49.359,33 Punkte sank. Auch der S&P 500 Index konnte den Wochenrückgang auf 6.940,01 Punkte (-0,38 %) eingrenzen. Am stärksten verlor der Nasdaq 100 Index, der um -0,92 % auf 25.529,26 Punkte fiel.
Der Handel in den USA bleibt heute aufgrund des Martin Luther King Feiertages geschlossen.
Schmerzhafte Ohrfeige für Europa
Der Grönland-Konflikt hat nicht erst vor wenigen Wochen begonnen, sondern schon vor mehr als zwei Dekaden. So lange fordern die USA die NATO Partner bereits auf, Grönland besser vor einer Annexion durch China und Russland zu schützen. Und seit mehr als 20 Jahren ignorieren die NATO Partner die Aufforderungen der Amerikaner und reagieren nun chaotisch und überrascht auf die Offensive der USA. Und die Europäer machen den Fehler, sich öffentlich gegen die Amerikaner zu stellen, anstatt ihren Widerstand und Widerspruch hinter verschlossenen Türen mit ihnen zu besprechen. Die (erneute) Zolldrohung der USA ist daher ein klares Signal: Haltet euch raus. Oder wie Scott Bessent, der US-Finanzminister, es am Sonntag klipp und klar sagte: „Europeans project weakness, US projects strength“. Ihr seid schwach, wir machen das jetzt. Und diese Ohrfeige tut den Europäern umso mehr weh, da es wahr ist: Europa demonstriert nichts als Schwäche und muss daher nicht ernst genommen werden.
Apple ist wieder Nr. 1 in China
Apple (US0378331005) holt im Smartphone-Wettbewerb in China wieder auf. Lange sind die Amerikaner gegenüber den chinesischen Konkurrenten zurückgefallen, doch im 4. Quartal konnte der Absatz des iPhones um 28 % gesteigert werden. Die neue iPhone 17 Generation war stark nachgefragt und der Absatz schlug den von allen anderen Konkurrenten, womit Apple kurzfristig wieder auf den 1. Platz gestiegen ist. Interessanterweise verzeichnete das neue iPhone Air, das Apple positioniert hatte, um eine neue Designrichtung einzuschlagen, eine enttäuschende Nachfrage, die deutlich unter den Standardmodellen blieb. Der Erfolg wird übrigens im Wesentlichen darauf zurückgeführt, dass Apple keine Probleme bei der Beschaffung von Speicherchips für die Smartphones hatte, während die Konkurrenten unter steigenden Preisen und einem zu geringen Angebot litten.
Bitcoin im Abverkauf
Oft wird kolportiert, dass Bitcoin digitales Gold sei. Dass dieses Argument nicht stimmt, zeigt sich deutlich mit Beginn des asiatischen Handels am Montagmorgen nach den Zolldrohungen der Amerikaner. Während Gold in der Spitze um 2 % und Silber um mehr als 4 % springt, rutscht Bitcoin um mehr als -3 % auf weniger als 92.000 US-Dollar ab. Analog dazu auch die europäischen Aktienindex-Futures, die alle mehr als -1,2 % im Minus notieren. Informationen von CoinGlass zufolge wurden in den letzten 24 Stunden Long-Wetten auf Bitcoin in einem Umfang von rund 600 Mio. US-Dollar liquidiert.
Tagestermine
Die Wirtschaftsdaten aus China für den Monat Dezember und das 4. Quartal sind überwiegend enttäuschend. So wuchs das Bruttoinlandsprodukt im letzten Quartal im Jahresvergleich nur noch um 4,5 %. Insgesamt wuchs das BIP in 2025 um 5,0 % auf einen neuen Rekord von 140 Billionen Yuan. Das Wachstum im 4. Quartal war jedoch das schwächste im ganzen Jahr. Entscheidend ist für die Börse, dass das Wachstum im Inland weiterhin schwach und unter den Erwartungen blieb, während die Exporte neue Rekordniveaus erreichten.
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19.01.2026 - Mikey Fritz

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