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BÖRSE TO GO - Drägerwerk, Shop Apotheke Europe und TSMC

Drägerwerk erhöht Dividende nicht trotz starken Gewinnwachstum

 

China zeigt sich erneut schwach, während die restlichen asiatischen Börsenplätze zulegen können. Der Terminmarkt geht ebenfalls mit gemischten Vorgaben in die europäische Vorbörse. Der DAX-Future zeigt sich von seiner optimistischen Seite und steigt um 0,32 % auf 13.987 Punkte. Auch der S&P 500 Future wird 0,21 % höher gesehen bei 3.811 Punkten. Der Nasdaq-Future wird jedoch mit leichten Abschlägen bei 12.956 Punkten (-0,12 %) gehandelt.  

Frankfurt zeigte sich am Mittwoch weiterhin optimistisch. Die überwiegende Zahl der vorläufigen Geschäftsdaten für das 4. Quartal ist positiv und zeigt starkes Momentum. Ab Freitag beginnt dann offiziell die Berichtssaison, die den Trend für die kommenden Wochen vorgeben wird. Die deutschen Benchmarks positionieren sich im Vorfeld für eine positive Überraschung und konnten auch am Mittwoch weiter steigen. Der DAX blieb erneut bescheiden. Zum Handelsschluss ergab sich ein kleines Plus von 0,11 % auf 13.939,71 Punkte. Die Aktien von RWE, die um 2,26 % auf 37,98 Euro stiegen, und von Bayer, die um 4,49 % auf 52,60 Euro stiegen, führten die Liste der Gewinner an. 

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Die deutsche Benchmark mit dem größten Zugewinn war der TecDAX. Der Technologieindex stieg um 0,53 % auf 3.292,59 Punkte. Am gefragtesten waren dabei die Aktien von Eckert & Ziegler (+2,30 %) und von Pfeiffer Vacuum (+4,20 %). 

In New York warteten die Anleger erneut ab. Der Handel am Mittwoch verlief träge mit wenigen Highlights. Der S&P 500 Index verbesserte sich um 0,23 % auf 3.809,84 Punkte und der Nasdaq Composite Index stieg um 0,43 % auf 13.128,95 Punkte. Deutlich unter Druck kam dagegen der Russell 2000 Index, der um -0,75 % auf 2.111,97 Punkte fiel.

Bemerkenswert war, dass der starke Abverkauf bei den Treasuries ein vorläufiges Ende fand. Der Sell-off der amerikanischen Staatsanleihen gipfelte Dienstagabend und zog gestern zum ersten Mal seit Wochen wieder echtes Kaufinteresse an. Während der asiatischen Sitzung setzten die Verkäufe vor allem am langen Ende der Zinsstrukturkurve jedoch wieder ein. 

 

Drägerwerk: Trotz starkem Gewinn keine Dividendenerhöhung

 

Drägerwerk enttäuschte gestern Abend seine Aktionäre. Wie erwartet legte das Unternehmen aus der Medizintechnik einen sehr starken vorläufigen Abschluss vor, kündigte im gleichen Atemzug aber auch an, dass man die Dividende unverändert zum Vorjahr bei 0,13 Euro für die Stammaktien und 0,19 Euro für die Vorzugsaktien belassen wird. Drägerwerk begründete diesen Schritt mit dem starken Anstieg der Nettoverschuldung, die die Eigenkapitalquote von 41,9 % Ende 2019 auf 31,0 % Ende 2020 drückte. Obendrein unterstrich die Geschäftsführung, dass man in 2021 mit einem deutlichen Rückgang des Geschäfts rechnet, da keine Wiederholung des Ausnahmejahres 2020 zu erwarten sei. Konkret wird ein währungsbereinigter Umsatzrückgang von -7 bis -11 % und eine EBIT-Marge von 5,0 bis 8,0 % erwartet. 

 

Drägerwerk Vorzüge

 

2020 war für Drägerwerk ein Jahr voller Erfolge. Der Umsatz kletterte um 22,6 % auf rund 3,41 Mrd. Euro von zuvor 2,78 Mrd. Euro und hob damit das EBIT (Gewinn vor Steuern und Zinsen) von 66,6 Mio. Euro in 2019 auf 385 bis 395 Mio. Euro in 2020. Die EBIT-Marge kletterte von 2,4 % auf 11,3 bis 11,6 %.

 

Shop Apotheke Europe begibt Wandelanleihe

 

Die Shop Apotheke Europe kündigte heute früh die Emission einer neuen Wandelanleihe an. Die Gesellschaft nutzt die starke Nachfrage nach ihren Aktien aus, um einen Wandler zu günstigen Konditionen am Markt zu platzieren. Der Wandler soll einen Gesamtnennbetrag von 200 Mio. Euro haben und einen Kupon von 0,00 % ausweisen. Die Wandlungsprämie wird zwischen 40 und 50 % gesehen. Die Laufzeit wird sieben Jahre betragen. Käme es zu einer Wandlung der Anleihe in Aktien der Gesellschaft, würde sich das Grundkapital um 4,5 bis 4,8 % erhöhen. Die endgültigen Bestimmungen des Wandlers werden im Laufe des Tages erwartet. Der Valutatag wird voraussichtlich der 21. Januar sein. 

 

TSMC baut seine Vormachtstellung aus

 

Taiwan Semiconductor Manufacturing legte am Donnerstagfrüh die Zahlen für das 4. Quartal und bestätigte die hohen Erwartungen der Anleger. Im 4. Quartal konnte der weltweit größte Auftragshersteller für Halbleiter einen Umsatz von 361,5 Mrd. Neue Taiwan Dollar (+14,0 %) und einen Gewinn von 142,8 Mrd. Neue Taiwan Dollar (ca. 4,2 Mrd. Euro) erreichen, was 23 % über dem Vorjahresniveau lag. Analysten hatten im Schnitt mit einem Gewinn von 135,39 Mrd. Neue Taiwan Dollar gerechnet. Für das starke Wachstum waren vor allem Smartphones der neuesten Generation wie das iPhone 12 und ähnliche Geräte verantwortlich, die auf den neuen 5G-Mobilfunkstandard und künstliche Intelligenz setzen. TSMC ist bei Elektronikherstellern weiterhin sehr stark nachgefragt, da man die neuesten Technologien in der Halbleiterindustrie umsetzen kann. 

 

Tagestermine

 

Chinas Handelsbilanz glänzt wieder. Die heute früh vorgelegten Außenhandelsdaten für den Monat Dezember sind sehr gut ausgefallen. Der Handelsbilanzüberschuss betrug 78,17 Mrd. Yuan (ca. 9,94 Mrd. Euro) nach zuvor 75,40 Mrd. Yuan. Die Exporte wuchsen um 18,1 %. Die Börse hatte hier mit einem Plus von 15,0 % gerechnet. Die Importe stiegen um 6,5 % (Prognose: 5,0 %).

Die wichtigsten Wirtschaftsdaten aus Europa werden gleich um 08:00 Uhr veröffentlicht. Das vorläufige Bruttoinlandsprodukt Deutschlands für das 4. Quartal wird bekannt gegeben. Eine Prognose liegt nicht vor. 

 

14.01.2021 - Mikey Fritz - mf@ntg24.de

 









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