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Drägerwerk warnt vor Umsatzeinbruch, VMware zahlt Milliarden-Dividende, Dell trennt sich und MBB verwöhnt Aktionäre - BÖRSE TO GO

Drägerwerk erwartet trotz positiver Zahlen Umsatzeinbruch in 2021 - Aktie unter Druck

 

Asien zeigt sich heute freundlich, auch wenn der chinesische Aktienmarkt nicht mitspielt. Während von Tokio über Taiwan bis Seoul die Kurse leicht steigen, sinken die meisten chinesischen Benchmarks heute früh deutlich, nachdem die PBoC erneut dafür votierte, die chinesische Wirtschaft von einem Überhitzen abzuhalten. 

Die wichtigsten Futures zeigen sich freundlich vor Eröffnung der europäischen Vorbörse. Der DAX-Future steigt um 0,11 % auf 15.217,00 Punkte, der S&P 500 Future wird 0,15 % höher bei 4.124,12 Punkten gesehen und der Nasdaq-Future liegt bei 13.814 Punkten (+0,12 %).

Die Small- und Mid-Caps behaupteten sich am Mittwoch in Frankfurt. Während der MDAX sich in einem schwachen Umfeld mit einem Plus von 0,13 % auf 32.709,11 Punkte absetzen konnte, stieg der SDAX deutlich um 0,69 % auf 15.838,44 Punkte. Der TecDAX gab hingegen -0,12 % auf 3.482,80 Punkte ab und der DAX fiel um -0,17 % auf 15.209,15 Punkte. 

Die Wall Street schloss am Mittwoch uneinheitlich. Während der Dow Jones Industrial Average Index sich um 0,16 % auf 33.730,89 Punkte verbessern konnte und der Russell 2000 Index sogar um 0,84 % auf 2.247,72 Punkte steigen konnte, gab der S&P 500 Index -0,41 % auf 4.124,66 Punkte ab und der Nasdaq Composite Index fiel um -0,99 % auf 13.857,84 Punkte zurück.

 

Dell spaltet VMware ab

 

Dell Technologies (US24703L2025) kündigte gestern nachbörslich den Spin-off von VMware (US9285634021) an. VMware, die für ihre Software in Rechenzentren bekannt sind, gehört noch zu 81 % zu Dell und das Management klärt seit der Mitte des vergangenen Jahres, wie man die Verbindung zum Hauptaktionär trennen kann. Dell und VMware wollen sich trennen, um die komplizierte Gesellschaftsstruktur bei Dell aufzulösen, die durch Übernahme von EMC entstanden war. Im Rahmen des Spin-offs hat VMware entschieden, dass man seinen Aktionären eine Dividende im Wert von 11,5 bis 12,0 Mrd. US-Dollar vor dem Spin-off zahlen wird. Die Aktien von Dell stiegen nachbörslich um mehr als 9 %.

 

Drägerwerk warnt vor Umsatzrückgang

 

Die vorläufigen Zahlen zum 1. Quartal fielen bei Drägerwerk (DE0005550636) sehr gut aus. Das lag zu einem wichtigen Teil an dem schwachen Abschneiden des Vorquartals, aber auch an der weiterhin hohen Nachfrage in 2021. Insgesamt stieg der Umsatz in den ersten drei Monaten um 23,8 %. Bereinigt um Währungseffekte ergab sich ein Anstieg um 28,2 % auf 792,1 Mio. Euro nach 640,0 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Drägerwerk gab eine Bruttomarge von 52,1 % nach 44,2 % im Vorjahr an und ein EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) von 129 Mio. Euro nach einem Verlust von -0,6 Mio. Euro vor einem Jahr. 

 

Drägerwerk AG & Co. KGaA Vz.

 

Der Ausblick ist jedoch wie erwartet schwach. Die Geschäftsführung hatte schon frühzeitig gewarnt, dass die Umsätze vor allem von der Covid-19-Krise profitieren und sich nicht halten werden, wenn die Pandemie sich abschwächt. Entsprechend veröffentlichte man gestern Abend für das Gesamtjahr 2021 die Prognose, dass der Umsatz um -7,0 bis -11,0 % fallen wird und die EBIT-Marge auf 5,0 bis 8,0 % (Q1 21: 16,3 %) schrumpfen wird. 

 

MBB erwartet weiteres Umsatzwachstum

 

Obwohl 2020 das schwierigste Jahr in der Luftfahrtgeschichte war, konnte MBB (DE000A0ETBQ4) seinen Umsatz steigern. Am Ende lag das Plus sogar bei 16,4 % auf 689,2 Mio. Euro. Das „bereinigte“ EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände) lag im Gesamtjahr bei 85,7 Mio. Euro (+26,8 %) und erreichte eine Marge von 12,5 %. Auf der Hauptversammlung am 08. Juni will das Unternehmen seinen Aktionären eine Dividende von 0,88 Euro je Aktie vorschlagen. Dank dem Börsengang von Friedrich Vorwerk (DE000A255F11), einer Tochter von MBB, können die Aktionäre mit einer Zusatzdividende von 0,88 Euro pro Aktie rechnen, sodass man zusammen 1,76 Euro je Aktie auskehren will.

Der Umsatzausblick für 2021 ist positiv. MBB hofft, den Umsatz in diesem Jahr auf 720 Mio. Euro steigern zu können und prognostiziert einen Rückgang der „bereinigten“ EBITDA-Marge auf 10 bis 12 %. Der Vorstand erwartet, dass weitere Akquisitionen zum Umsatzwachstum beitragen werden. 

 

Tagestermine

 

Der Handel in Deutschland startet heute früh um 08:00 Uhr mit der Veröffentlichung der finalen Lesung der Inflationsdaten für März. Der Verbraucherpreisindex wird im Jahresvergleich unverändert bei 1,7 % erwartet. Auch im Vergleich zum Februar wird nach wie vor mit einem Anstieg um 0,5 % gerechnet. Auf Basis der EU-harmonisierten Kalkulation liegen die Erwartungen bei 2,0 % und 0,5 %.

Vor Börseneröffnung in New York werden die amerikanischen Einzelhandelsumsätze für den Monat März veröffentlicht. Im Vergleich zum Februar wird mit einem Anstieg um 5,9 % gerechnet. 

 

15.04.2021 - Mikey Fritz - mf@ntg24.de

 









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