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BÖRSE TO GO - JPMorgan Chase, Continental und HeidelbergCement

Börsen wieder im Risk-On Modus

 

Der deutsche Aktienmarkt schloss am Dienstag einheitlich tiefer. Am stärksten war der TecDAX von Verkäufen betroffen und sank bis zum Börsenschluss um -2,32 % auf 3.026,30 Punkte. Der DAX schloss -0,80 % tiefer bei 12.697,36 Punkten, konnte sich aber von den Tagestiefstkursen trennen, die am Vormittag erreicht wurden. Im asiatischen Handel heute früh zeigt der DAX-Future erneut Stärke und kann um mehr als 0,5 % auf mehr als 12.800 Punkte zulegen. Für den DAX wird eine Eröffnung bei mehr als 12.827 Punkten erwartet. 

Wien zeigte gestern unerwartete Stärke. Der ATX stieg gegen den allgemeinen Markttrend in Europa um 0,21 % auf 2.306,56 Punkte. Die Aktien von OMV (+0,95 %) führten die Benchmark nach oben. Der SMI sank leicht um -0,40 % auf 10.259,50 Punkte. Richemont (-1,11 %) und Roche (-1,59 %) belasteten. 

Zu einer leichten Erholung in Europa führte die gestrige Wall Street Sitzung. Drei der größten US-Banken legten ihre Zahlen für das 2. Quartal vor und eröffneten damit die Berichtssaison. Es wurden sehr schlechte Zahlen erwartet. Wells Fargo enttäuschte in dieser Hinsicht auch und fiel um -4,57 % auf 24,25 Dollar. JPMorgan Chase & Co. (+0,57 %) überraschte die Anleger dagegen mit einem Umsatzwachstum um 15 % auf 33,82 Mrd. Dollar. Alle US-Benchmarks schlossen deutlich im Plus. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 2,13 % auf 26.642,59 Punkte. Auch der Dow-Future notiert heute früh im asiatischen Handel mehr als 1 % höher. 

Asien zeigt heute früh ein gemischtes Bild. Wichtige Kernmärkte konnten zulegen, aber der gesamte chinesische Markt litt unter Gewinnmitnahmen. Keine chinesische Benchmark notiert im Plus. Der SZSE Component Index führte die Liste der Verlierer mit einem Minus von bis zu -1,6 % an. Der Nikkei 225 Index kann dagegen um mehr als 1,2 % auf mehr als 22.870 Punkte zulegen und der S&P / ASX 200 steigt um mehr als 1,3 % auf mehr als 6.000 Punkte. 

 

HeidelbergCement schlägt die Erwartungen

 

Die vorläufigen Zahlen von HeidelbergCement liegen weit über den Prognosen der Börse. Trotz der Corona-Krise wird der Umsatz für das 2. Quartal voraussichtlich bei 4,32 Mrd. Euro liegen, während Analysten im Schnitt mit 3,91 Mrd. Euro gerechnet hatten. Das vorläufige Ergebnis für den laufenden Geschäftsbetrieb erreichte sogar ein Niveau von 652 Mio. Euro, während die Erwartungen bei 357 Mio. Euro lagen. Der vollständige Halbjahresbericht mit den abschließenden Zahlen wird am 30. Juli veröffentlicht. 

 

HeidelbergCement AG

 

Continental bleibt in der Defensive

 

Der Automobilzulieferer Continental betonte auf der virtuellen Hauptversammlung, dass man in der Verteidigung bleiben wird. Mit einer schnellen Normalisierung der Autoproduktion oder gar einer Rückkehr zu den Rekordproduktionszahlen von 2017 rechnet der Vorstand nicht so bald. Frühestens in fünf Jahren solle die Produktion in der Branche wieder auf Hochtouren laufen. So war dann auch einer der wichtigsten Tagespunkte der Beschluss zur schrittweisen Schließung von zwei Produktionsstandorten in Spanien (2021) und Mexiko (2024). 

Die Kosten bleiben das Thema Nr. 1 für Continental. Die bereits 2019 angestossene Neuausrichtung des Konzerns soll wie bisher geplant jährliche Einsparungen von bis zu 500 Mio. Euro bringen, wenn das Programm 2023 abgeschlossen ist. Bedingt durch die Krise will Continental zusätzlich „mehrere Hundert Millionen Euro“ bis 2022 einsparen. Die Conti-Aktien gaben um -0,81 % auf 86,45 Euro ab.

 

Erholung bei US-Konjunkturdaten

 

Kurz vor Börseneröffnung in New York erwarten wir heute um 15:15 Uhr die Industrieproduktion der USA im Monat Juni. Nach einem tiefen Einbruch im März und April ist das Momentum seit Mai wieder positiv. Für den Monat Juni wird mit einem Wachstum um 4,3 % im Vergleich zum Vormonat gerechnet. Im Jahresvergleich lag die Industrieproduktion zuletzt im Mai -15,27 % tiefer.

Eine Stunde nach Börseneröffnung kommen die aktuellen wöchentlichen Rohöllagerbestände heraus. In der vergangenen Woche war eine deutliche Reduktion der Bestände erwartet worden, doch stattdessen erhöhten sich die Bestände erheblich um 5,65 Mio. Barrel. Für den heutigen Mittwoch wird eine Reduktion der Bestände um -2,1 Mio. Barrel erwartet. Eine Reduktion signalisiert erhöhte wirtschaftliche Tätigkeit. 

 

15.07.2020 - Mikey Fritz - mf@ntg24.de

 









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