Indirekte Warnung von VW, Apple verschiebt Siri-Upgrade und Aryzta signalisiert Stabilisierung - BÖRSE TO GO
Das Schweigen von Volkswagen kommt einer Umsatz- und Gewinnwarnung gleich
Volkswagen will sich nicht zur G&V äußern. Die Vorabdaten für 2025 enthalten keine Angaben zu Umsatz und Gewinn, was einer Warnung gleichkommt. Apple verschiebt das Upgrade von Siri auf das Jahresende. Stattdessen werden im Frühjahr nur kleinere Updates eingeführt, die bereits vor zwei Jahren versprochen wurden. Aryzta signalisiert eine Stabilisierung im 4. Quartal. Der Ausblick für 2026 ist sehr vage, aber leicht optimistisch gehalten.
Erleichterung in Asien. Die politische Deeskalation zwischen den USA und Europa sorgt am Donnerstag für steigende Kurse an den asiatischen Aktienmärkten. Nahezu alle Benchmarks können am Morgen steigen. Der KOSPI schloss 0,87 % höher bei 4.952,53 Punkten und der Nikkei 225 Index kletterte um 1,76 % auf 53.701,00 Punkte. Auch der Terminmarkt ist sehr freundlich gestimmt. Der DAX-Future (März) wird vor Börseneröffnung in Europa 0,96 % höher bei 24.925,00 Punkten gehandelt.
Der Handel in Frankfurt entwickelte sich am Mittwoch hingegen noch sehr durchwachsen. Am besten schnitt der SDAX ab, der sich um 0,52 % auf 17.724,96 Punkte steigern konnte. Die Aktien von Stabilus (DE000STAB1L8) gehören dabei zu den größten Gewinnern, deren Kurs sich um 3,39 % auf 18,92 Euro steigern konnte. Der MDAX schaffte noch ein kleineres Plus von 0,46 % auf 30.945,30 Punkte. Der TecDAX gab hingegen leicht um -0,15 % auf 3.641,50 Punkte ab und der DAX schloss mit einem Tagesverlust von -0,58 % bei 24.560,98 Punkten. Am stärksten gaben hier die Aktien von Continental (DE0005439004) ab, nach den vorläufigen Zahlen. Der Kurs sank um -0,74 % auf 64,42 Euro.
New York erholte sich nach der Rede von Präsident Trump und seinen Äußerungen auf Truth Social. Danach wurde die Androhung von neuen Strafzöllen zum 1. Februar zurückgezogen, da Präsident Trump seinen Worten nach eine Rahmenvereinbarung zu Grönland mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte getroffen hat. Darauf kletterten alle Benchmarks in New York und wurden angeführt vom Nasdaq 100 Index, der um 1,36 % auf 25.326,58 Punkte kletterte. Die größten Tagesgewinner waren dabei die Intel (US4581401001) Aktien, die um 11,72 % auf 55,25 US-Dollar schossen. Der Dow Jones Industrial Average verbesserte sich um 1,21 % auf 49.077,23 Punkte und der S&P 500 Index konnte um 1,16 % auf 6.875,62 Punkte steigen.
VW will den Umsatz nicht nennen
An einer Vorabveröffentlichung der Eckdaten für das Geschäftsjahr im Januar ist nichts Ungewöhnliches. Die meisten großen börsennotierten Konzerne geben vorab einen ersten Einblick, damit die Börse sich ein grobes Bild machen kann und die Spekulationen sich im Rahmen halten. Die Vorabzahlen von Volkswagen (DE0007664039), die man nach Börsenschluss bekannt gab, haben jedoch einige wichtige Löcher, denn Wolfsburg ging nicht mit einer Silbe auf Umsatz und Ergebnis ein. Nicht einmal eine vage Indikation. Stattdessen stützte man sich auf den Cashflow und die Liquidität, was typischerweise Eckdaten sind, die den Anleihemarkt und weniger den Aktienmarkt interessieren. Bei beiden Eckdaten konnte Volkswagen vermelden, dass man besser als befürchtet abgeschnitten hat. Der Netto-Cashflow soll bei 6 Mrd. Euro und die Liquidität bei 34 Mrd. Euro gelegen haben. Den Cashflow hatte man vorher bei der Schwarzen Null gesehen und die Liquidität bei 30 Mrd. Euro. Dass man jedoch keine Silbe zum Umsatz und operativen Ergebnis gesagt hat, signalisiert, dass die Gewinn- und Verlustrechnung für 2025 deutlich unter den Erwartungen der Börse geblieben ist.
Apple verschiebt Siri-Upgrade
Versprochen war eine Erneuerung von Siri bereits im vergangenen Jahr. Apple (US0378331005) musste einen Rückzieher machen, weil man die Integration nicht hinbekam und im vergangenen Herbst nur einen halbfertigen Dienst anbieten konnte. Man vertröstete auf das Frühjahr 2026. Entsprechend hatten sich die Erwartungen aufgebaut, dass Apple im April die „neue“ Siri vorstellt. Insbesondere nachdem man jüngst den Deal mit Google abgeschlossen hat, um Gemini in den eigenen Betriebssystemen zu nutzen, da man kein eigenes LLM auf die Beine gestellt bekommt. Jetzt deutet sich jedoch an, dass Apple das Siri-Upgrade erneut verschieben wird. Gerüchten zufolge sollen die neuen Features nun erst Ende des Jahres in Form eines neuen Chatbots namens „Campos“ kommen, der aber im Grunde nur ein Wrapper für Gemini ist. Apple zahlt Google in Zukunft rund 1 Mrd. US-Dollar jährlich für dessen Benutzung. Die „alte“ Siri soll hingegen nur ein kleines Update im 2. Quartal bekommen, das einige Features bereitstellen wird, die schon vor zwei Jahren versprochen wurden.
Aryzta signalisiert Stabilisierung
Aryzta (CH1425684714) signalisiert eine Stabilisierung im 4. Quartal. Der Spezialist für Tiefkühl-Backwaren aus der Schweiz bestätigte am Morgen, dass man die selbstgesetzten Ziele für das Fiskaljahr 2025 erreicht und teilweise überschritten hat. Man nannte keinen konkreten Umsatz, sieht für die Erlöse aber ein Wachstum im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögensgegenstände) soll über der Marke von 305 Mio. Euro liegen und der freie Cashflow in einer Spanne von 115 bis 120 Mio. Euro. Man gab auch eine enge Spanne für die Finanzierungskosten, die zwischen 42 und 44 Mio. Euro liegen sollen. Aryzta war unter Druck geraten, da man einen hohen Verschuldungsgrad hat und unter dem letzten CEO das Umsatzwachstum zu bröckeln begann. Die Prognose für 2026 ist noch vage. Aryzta spricht von einem positiven „organischen“ Umsatzwachstum für das neue Jahr, nachdem man erfolgreiche Abschlüsse mit Schlüsselkunden getroffen hat und neue Produktionskapazitäten in Deutschland, Malaysia und der Schweiz hinzukommen. „Organisch“ bedeutet in diesem Fall vor Wechselkursverlusten, denn Aryzta hat ein bedeutendes internationales Geschäft.
Tagestermine
Am Nachmittag um 16:00 Uhr erwarten wir die Veröffentlichung des PCE-Preisindex für den Monat November. Das ist eine der wichtigsten Kennzahlen für die Federal Reserve. Unklar ist noch, inwieweit die Statistik vom Shutdown der US-Regierung im Herbst beeinträchtigt ist. Erwartet wird, dass der PCE im Vergleich zum Vormonat um 0,2 % gestiegen ist und im Jahresvergleich unverändert um 2,8 %. Die gleichen Erwartungen herrschen auch für die Kernrate.
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22.01.2026 - Mikey Fritz

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