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UAW bestreikt ganz Detroit, Adobe erfüllt Flüsterschätzungen nicht und Disney startet Kabelverkauf - BÖRSE TO GO

Die größte Streikwelle in Detroit hat begonnen - UAW bestreikt alle Autohersteller gleichzeitig

NTG24 - UAW bestreikt ganz Detroit, Adobe erfüllt Flüsterschätzungen nicht und Disney startet Kabelverkauf - BÖRSE TO GO

 

Die größte Streikwelle in der Geschichte von Detroit hat begonnen. Die United Auto Workers hat in der Nacht auf Freitag begonnen alle großen Autohersteller gleichzeitig zu bestreiken. Adobe konnte die hohen Erwartungen der Anleger nicht erfüllen. Der Softwarekonzern legte starke Zahlen vor, die die Analystenschätzungen schlugen, aber nicht die Flüsterschätzungen. Walt Disney beginnt den Verkauf der Kabelsparte. Als erstes verhandelt Bob Iger über den Verkauf der ABC Sparte.

Der Aktienhandel in Asien schließt sich am letzten Handelstag der Woche den positiven Vorgaben aus Europa und den USA an. Während der Sitzung steigen nahezu alle Benchmarks in der Region. Die Liste der Gewinner wird vom Nikkei 225 Index, dem KOSPI und dem Hang Seng Index angeführt, der zeitweise mehr als 1,65 % steigen kann. Auch der Terminmarkt präsentiert sich am Freitagmorgen sehr freundlich. Der DAX-Future wird vor Eröffnung der europäischen Vorbörse bei 15.913 Punkten (+0,23 %) gehandelt.

Erleichterung herrschte am Donnerstag in Frankfurt vor. Das avisierte Ende des Zinserhöhungszyklus im Euro ließ alle deutschen Benchmarks steigen. Die Liste der Gewinner wurde vom SDAX angeführt, der um 1,24 % auf 13.209,62 Punkte sprang, dicht gefolgt vom TecDAX, der sich stark um 1,13 % auf 3.114,39 Punkte verbessern konnte. Der MDAX stieg um 1,00 % auf 27.326,00 Punkte und der DAX erreichte ein Plus von 0,97 % auf 15.805,29 Punkte.

Auch die Wall Street begrüßte die Entscheidung der EZB. Die Anleger ließen alle amerikanischen Benchmarks geschlossen steigen, wobei der Dow Jones Industrial Average Index die Führung übernahm und sich um 0,96 % auf 34.907,11 Punkte verbesserte. Die Marke von 35.000 Punkten wurde nur knapp verfehlt. Der S&P 500 Index stieg um 0,84 % auf 4.505,10 Punkte und der Nasdaq Composite Index erreichte einen Tagesgewinn von 0,81 % auf 13.926,05 Punkte. 

 

Detroit wird bestreikt

 

Zum ersten Mal in der Geschichte werden in Detroit alle Autohersteller gleichzeitig bestreikt. Die Forderungen der United Auto Workers (UAW) sind sehr hoch. Man verlangt Lohnerhöhungen um 40 %, während die Autohersteller nur 20 % anboten, wobei allerdings Schlüsselelemente der Gewerkschaftsforderungen nicht erfüllt wurden. Nach einer Zuspitzung der Verhandlungen in dieser Woche ließen die Arbeitgeber die letzte Frist verstreichen. Die UAW kündigte darauf den Ausstand von insgesamt 12.700 Arbeitern an drei verschiedenen Standorten an. Die UAW wählte die Streiks so aus, dass die Produktion einiger der profitabelsten Fahrzeuge der Autokonzerne gestört wird. Die Schätzungen gehen aktuell davon aus, dass etwa 24.000 Fahrzeuge pro Woche weniger durch die Streiks gebaut werden. Jeder bestreikte Betrieb riskiert einen wöchentlichen Verlust von geschätzten 400 bis 500 Mio. US-Dollar. Die Gewerkschaft hat derweil einen langen Atem. Man hat eine Streikkasse von 825 Mio. US-Dollar aufgebaut.

 

Adobe kann die hohen Erwartungen nicht erfüllen

 

Adobe (US00724F1012) konnte nach Börsenschluss einen weiteren starken Quartalsabschluss vorlegen. Für das 3. Fiskalquartal weist der Softwarekonzern einen Umsatz von 4,89 Mrd. US-Dollar nach 4,43 Mrd. US-Dollar vor einem Jahr aus. Den Gewinn konnte man parallel von 1,14 Mrd. US-Dollar auf 1,4 Mrd. US-Dollar steigern. Bereinigt je Aktie lag der Gewinn bei 4,09 US-Dollar im Vergleich zu der durchschnittlichen Analystenprognose von 3,98 US-Dollar. Die Prognose für das laufende 4. Fiskalquartal schmeckte der Wall Street jedoch nicht. Hier lagen die Hoffnungen höher als die Umsatzspanne von 4,98 bis 5,03 Mrd. US-Dollar, die Adobe nachbörslich ankündigte. Das Ergebnis soll in einer Spanne von 4,10 bis 4,15 US-Dollar je Aktie liegen. Die Aktien sanken daraufhin nachbörslich um -1,48 % auf 544,00 US-Dollar.

 

Walt Disney startet Kabelverkauf

 

Bob Iger war zuletzt sehr deutlich geworden: Das Kabelgeschäft gehört nicht mehr zum Kerngeschäft von Walt Disney (US2546871060). Man will sich stattdessen in Zukunft ausschließlich auf den Ausbau des Streaming-Geschäfts konzentrieren und sich darum kümmern, wie man es profitabel machen kann. Wie am Donnerstagabend gerüchteweise bekannt wurde, hat Walt Disney nun begonnen Verkaufsverhandlungen für die ABC Sendergruppe zu führen. Der erste prospektive Käufer ist Nexstar (US65336K1034), die sich aber noch nicht offiziell zu den Gesprächen äußern wollten.  

 

 

Walt Disney Co.

 

Tagestermine

 

Vor Börseneröffnung um 08:00 Uhr erwarten wir den deutschen Großhandelsindex für den Monat August. Im Jahresvergleich schrumpfte der Index zuletzt im Juli um -2,8 % und um -0,2 % im Vergleich zum Juni. 

 

15.09.2023 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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