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SNB unterstützt Credit Suisse, Kapitalerhöhung bei Siemens Energy und Adobe trifft die richtigen Töne - BÖRSE TO GO

Die Schweizerische Nationalbank greift ein und stützt die Credit Suisse

NTG24 - SNB unterstützt Credit Suisse, Kapitalerhöhung bei Siemens Energy und Adobe trifft die richtigen Töne - BÖRSE TO GO

 

Die Schweizerische Notenbank stützt die Credit Suisse. Die schweizer Großbank erhält eine Kreditlinie über 50 Mrd. Franken und kauft eigene Anleihe zu einem Discount zurück. Siemens Energy führt eine schnelle Kapitalerhöhung um rund 1,3 Mrd. Euro nachbörslich durch. Dadurch kommt man einen wichtigen Schritt weiter, um die Übernahme der restlichen Siemens Gamesa Aktien zu verdauen. Adobe trifft nachbörslich die richtigen Töne. Das abgelaufene 1. Fiskalquartal fiel besser als erwartet aus und die Prognose für das laufende Quartal wurde positiv aufgenommen.

Der Handel in Asien verzeichnet am Donnerstagmorgen einheitlich Verluste. Alle Benchmarks in der Region notieren im Minus, wobei der Taiwan Weighted Index und der Hang Seng Index die größten Verluste auf sich ziehen. Der Nikkei 225 Index schloss bei 26.969,50 Punkten (-0,95 %). Der Terminmarkt ist hingegen vor Eröffnung der europäischen Vorbörse sehr optimistisch gestimmt. Der DAX-Future wird 1,62 % höher bei 14.962 Punkten gehandelt.

Die Sorge vor einer Ausweitung der amerikanischen Bankenkrise auf Europa drückte am Mittwoch die Kurse auch in Frankfurt in den Keller. Alle deutschen Benchmarks verloren deutlich und wurden vom MDAX angeführt, der um -3,56 % auf 26.790,72 Punkte absackte. Der DAX folgte dicht auf mit einem Tagesverlust von -3,27 % auf 14.735,26 Punkte, ebenso wie der SDAX, der um -3,26 % auf 12.847,48 Punkte abrutschte. Der TecDAX zeigte erneut etwas relative Stärke und verlor unterdurchschnittlich um -2,37 % auf 3.177,09 Punkte. 

Der Handelsverlauf in den USA fiel dagegen deutlich moderater aus. Auch dort stemmten sich die Technologietitel gegen den Verkaufsdruck. Der Nasdaq Composite Index konnte am Ende sogar leicht um 0,05 % auf 11.434,05 Punkte steigen. Der S&P 500 Index verlor -0,70 % auf 3.891,93 Punkte und der Dow Jones Industrial Average Index rutschte um -0,87 % auf 31.874,57 Punkte ab.

 

SNB unterstützt die Credit Suisse

 

Bereits am Mittwochabend hatten die FINMA und die Schweizerische Nationalbank der Credit Suisse (CH0012138530) ihre Unterstützung zugesagt. Die Notenbank unterstrich, dass man die Großbank mit Liquidität versorgen wird, falls dies notwendig sei. Heute Nacht wurde man dann konkreter und öffnete für die Credit Suisse eine Kreditlinie über 50 Mrd. Franken. Damit folgt die Schweiz dem Beispiel der USA und stützt den heimischen Bankensektor. Ein ähnliches Angebot ist auf der heutigen Sitzung von der Europäischen Zentralbank zu erwarten. Die Credit Suisse nutzt derweil die Gelegenheit, um die Risikoprämien auf ihren Wertpapieren am Kapitalmarkt zu reduzieren und kündigte ein Rückkaufprogramm für ausstehende vorrangige Anleihe im Wert von 2,5 Mrd. US-Dollar und 500 Mio. Euro an. Ein Rückkauf unter Pari bedeutet, dass die Bank ad-hoc einen Gewinn im aktuellen Quartal einbuchen kann. Der Kurs der Credit Suisse, der am Mittwoch ein Allzeittief von 1,55 Franken erreichte, wird im außerbörslichen Handel wieder über 2,20 Franken gesehen.

 

Kapitalerhöhung bei Siemens Energy 

 

Kurz und knapp nutzte Siemens Energy (DE000ENER6Y0) noch einmal die Gelegenheit des deutlich gestiegenen Aktienkurses und führte nachbörslich eine Kapitalerhöhung unter Ausschluss der Bezugsrechte der Altaktionäre durch. Im Rahmen eines beschleunigten Bookbuildung-Verfahrens hat man insgesamt 72,66 Mio. junge Aktien zu einem Preis von je 17,32 Euro bei institutionellen Investoren platziert. Das entspricht rund 10 % des Grundkapitals. Insgesamt erlöste der Konzern brutto 1,26 Mrd. Euro und will das Kapital unter anderem für die Refinanzierung der Siemens Gamesa Aktien nutzen, die man aufgekauft hatte. Im außerbörslichen Handel rutschten die Notierungen von Siemens Energy nach Ankündigung der Kapitalerhöhung um zeitweise fast -10% ab.

 

Adobe beeindruckt mit starken Zahlen

 

Adobe (US00724F1012) traf am Mittwochabend die richtigen Töne. Der Umsatz kletterte von 4,26 auf 4,66 Mrd. US-Dollar und übertraf damit auch die Erwartungen der Wall Street, die sich bei 4,62 Mrd. US-Dollar eingependelt hatte. Der Gewinn je Aktie stieg von 2,66 auf 2,71 US-Dollar. Um Sondereinflüsse bereinigt lag der Gewinne je Aktie bei 3,80 US-Dollar. Im laufenden 2. Fiskalquartal erwartet das Softwarehaus einen Umsatz von 4,75 bis 4,78 Mrd. US-Dollar und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 3,75 bis 3,80 US-Dollar. Die Aktien profitierten nachbörslich sehr deutlich von den Zahlen zum 1. Fiskalquartal und dem Ausblick. Die Notierungen stiegen um 5,15 % auf 350,80 US-Dollar. 

 

Adobe Inc.

 

Tagestermine

 

Die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank steht heute um 14:15 Uhr im Mittelpunkt des Interesses. Die Erwartung war, dass der Euro Leitzins um 50 Basispunkte von 3,00 auf 3,50 % erhöht wird. Angesichts der Bankenkrise ist die Entscheidung allerdings unsicher geworden. Die Pressekonferenz beginnt um 14:45 Uhr. 

 

16.03.2023 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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