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Hornbach mit Rekordumsatz, Widerstand bei der Software AG und Ford ordnet China-Geschäft neu - BÖRSE TO GO

Hornbach performte auf hohem Niveau, aber die gestiegen Kosten belasten die G&V stark

NTG24 - Hornbach mit Rekordumsatz, Widerstand bei der Software AG und Ford ordnet China-Geschäft neu - BÖRSE TO GO

 

Hornbach legte einen Rekordumsatz für das Geschäftsjahr 2023/24 vor. Die Margen sind allerdings dahingeschmolzen und haben das Ergebnis stark reduziert. Die Unruhe bei den Aktionären der Software AG nimmt weiter zu. Ein weiterer Großaktionär hat sich zu Wort gemeldet und fordert den Vorstand auf, das höchste Angebot anzunehmen. Ford Motor richtet sein Geschäft in China neu aus. Den Kampf um den EV-Markt haben die jungen chinesischen Autohersteller für sich entschieden, weswegen die Amerikaner nun ihre Konsequenzen ziehen. 

Der Aktienhandel in Asien entwickelt sich am Dienstag durchwachsen. Die meisten Benchmarks in der Region bewegen sich deutlich im Plus und werden vom Nikkei 225 Index und dem Taiwan Weighted Index angeführt. Der Topix erreichte zudem heute den höchsten Stand seit knapp 33 Jahren. Der chinesische Markt steht allerdings nach enttäuschenden Wirtschaftsdaten unter Druck. Der Terminmarkt bewegt sich gleichzeitig geschlossen im Minus. Der DAX-Future wird vor Eröffnung der europäischen Vorbörse -0,21 % tiefer bei 15.953 Punkten gehandelt. 

Vorsichtiger Optimismus machte sich am Montag in Frankfurt breit. Zum Beginn der verkürzten Arbeitswoche stiegen alle deutschen Benchmarks leicht, wobei schon der MDAX mit einem Plus von nur 0,19 % auf 27.386,78 Punkte die Liste der Gewinner anführte. Der TecDAX folgte dicht auf mit einem Plus von 0,12 % auf 3.234,14 Punkte, während der SDAX und DAX kaum verändert zum Freitag schlossen. 

Deutlich freundlicher entwickelte sich dagegen die Wall Street. Der Handel favorisierte die Risk-on Assets und ließ vor allem die Technologieunternehmen steigen. Der Nasdaq Composite Index stieg um 0,66 % auf 12.365,21 Punkte und war damit der Tagesgewinner. Der S&P 500 Index verbesserte sich um 0,30 % auf 4.136,28 Punkte und der Dow Jones Industrial Average Index stieg leicht um 0,14 % auf 33.348,60 Punkte. 

 

Rekordumsatz bei Hornbach

 

Die Hornbach Holding (DE0006083405) hat sich im Geschäftsjahr 2023/24 gut geschlagen. Dank einer weiterhin hohen Nachfrage vonseiten der Handwerker und Heimwerker konnte man in einem hochinflationären Umfeld den Umsatz um 6,6 % auf 6,26 Mrd. Euro steigern. Bereinigt um die Flächenveränderungen ergab sich allerdings nur ein Wachstum von 3,6 % nach 5,4 % im Vorjahr. Da das Umsatzwachstum jedoch komplett von der Inflation absorbiert wurde, sank das operative Ergebnis deutlich um -27,2 % auf 258,5 Mio. Euro. Das Ergebnis nach Steuern aber vor Anteilen Dritter rutschte um -31,4 % auf 167,8 Mio. Euro ab. Je Aktie blieb ein Ergebnis von 9,83 Euro stehen. Der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr signalisiert eine Fortsetzung des Trends. Der Umsatz soll stagnieren und die Margen weiter schrumpfen. Das „bereinigte“ EBIT wird -5 bis -15 % tiefer gesehen. 

 

Hornbach Holding

 

Software AG: Aktionäre wittern Interessenkonflikte

 

Nachdem bereits der größte externe Aktionär den Vorstand der Software AG (DE000A2GS401) kritisiert hatte, kommen nun weitere kritische Stimmen an die Öffentlichkeit. Auch der amerikanische Vermögensverwalter Harris Associates beschwert sich bei der Unternehmensführung, dass man sich nicht mit höheren Angeboten als dem von Silver Lake auseinandersetzt. Bain bietet 34 Euro je Aktie, während Silver Lake ihr Angebot nur von 30 auf 32 Euro angehoben hat. Harris Associates, die mit einem Anteil von knapp 3 % zu den 20 größten externen Investoren bei der Software AG zählen, monieren, dass die Gesellschaft bei 32 Euro je Aktie unterbewertet sei. Auch deuten die Amerikaner an, dass die Ablehnung des höheren Angebots auf mögliche Interessenkonflikte der Unternehmensführung zurückzuführen sei.  

 

Ford richtet China-Geschäft neu aus

 

Die Konkurrenz im chinesischen EV-Geschäft ist zu stark. Ford Motor (US3453708600) gestand öffentlich ein, dass man den Wettbewerb um den Markt für elektrische Fahrzeuge in China verloren hat. Die Amerikaner betonten, dass man den Markt seit Jahren analysiert und nun zu dem Schluss gekommen sei, dass die klassischen, alteingesessenen Autohersteller den Kampf um den EV-Markt verloren haben. Die jungen, vor allem chinesischen Autohersteller hätten hingegen die Führung übernommen und Ford sieht keine Chance, dies derzeit zu ändern. Man wird daher seine Investitionen in Zukunft auf weniger riskante Unternehmungen fokussieren und nennt hier insbesondere den Bereich von Transportern. 

 

Tagestermine

 

Deutlich schwächere Wirtschaftsdaten aus China für den Monat April als erwartet. Zwar sank die Arbeitslosenquote auf 5,2 % von zuvor 5,3 %, aber sowohl die Anlageinvestitionen, die Industrieproduktion als auch die Einzelhandelsumsätze entwickelten sich schlechter als prognostiziert. Besonders krass verfehlte die Industrieproduktion die Erwartungen, die von einem Wachstum im Jahresvergleich von 10,9 % ausgegangen waren. Stattdessen stieg sie nur von 3,9 % auf 5,6 %. 

 

16.05.2023 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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