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Adobe überrascht positiv, Südzucker mit neuer Prognose und EnBW rettet VNG - BÖRSE TO GO

Adobe überrascht nachbörslich positiv - neues Wachstum für 2023 erwartet

NTG24 - Adobe überrascht positiv, Südzucker mit neuer Prognose und EnBW rettet VNG - BÖRSE TO GO

 

Adobe lieferte nachbörslich einen positiven Ausblick auf das Fiskaljahr 2023 ab. Das Fiskaljahr 2022 schloss man zudem besser als befürchtet ab. Südzucker hebt (erneut) die Prognose an. Der Agrar- und Energiekonzern erwartet für das neue Geschäftsjahr Wachstum auf allen Ebenen. Die EnBW rettet die VNG mit einer Jumbo-Kapitalerhöhung. Der Gasimporteur wird vor Jahresende von seinen Aktionären mit einer Kapitalerhöhung um 850 Mio. Euro gestützt.

Der Aktienhandel in Asien verzeichnet am Freitagmorgen überwiegend Verluste. Doch die Abschläge halten sich in Grenzen und kommen nicht an die Sell-offs in Europa und den USA heran. Die Region wird heute früh vor allem von den Verlusten beim Taiwan Weighted Index und dem Nikkei 225 Index tiefer geführt. Der Terminmarkt ist hingegen völlig indifferent vor Eröffnung der europäischen Vorbörse. Die Anleger erwarten mit Spannung den Verlauf des großen Verfalltermins. 

Die Börse nahm die Aussagen von Frau Lagarde am Donnerstag nicht gut auf. Alle deutschen Benchmarks erlitten nach der EZB-Sitzung schwere Verluste. Die Liste der Verlierer wurde vom TecDAX angeführt, der um -3,29 % auf 2.978,37 Punkte einbrach, dicht gefolgt vom DAX, der um -3,28 % auf 13.986,23 Punkte abrutschte. Der SDAX verlor stark um -2,48 % auf 11.884,55 Punkte und der MDAX sank um -2,27 % auf 25.288,27 Punkte. 

Die Aussicht auf höhere Zinsen und weniger Liquidität am Kapitalmarkt sorgte auch in New York für starke Verluste. Der Nasdaq Composite Index brach um -3,23 % auf 10.810,53 Punkte ein und war damit der größte Tagesverlierer. Mit deutlichem Abstand folgte der S&P 500 Index, der um -2,49 % auf 3.895,75 Punkte abrutschte. Der Dow Jones Industrial Average Index fiel stark um -2,25 % auf 33.202,22 Punkte. 

 

Adobe mit positivem Ausblick

 

Die Zahlen von Adobe (US00724F1012) zum 4. Fiskalquartal fielen nachbörslich besser als befürchtet aus. Das Softwarehaus konnte zum 02. Dezember einen Umsatz von 4,53 Mrd. US-Dollar erreichen, was 10 % über dem Vorjahresniveau lag. Starke steigende operative Kosten machten jedoch das Wachstum zunichte, sodass sich eine Stagnation des operativen Ergebnisses bei 1,5 Mrd. US-Dollar im Jahresvergleich ergab. Nach Steuern ergab sich sogar ein Gewinnrückgang von zuvor 1,23 Mrd. US-Dollar auf nun 1,18 Mrd. US-Dollar, nachdem die Steuerlast deutlich stieg. Je Aktie wies Adobe einen Gewinn von 2,53 US-Dollar aus. Aus Jahresbasis erreichte man einen Gewinn je Aktie von 10,1 US-Dollar, was einer Stagnation entsprach. Für das laufende Geschäftsjahr kündigte Adobe einen Umsatz von mehr als 19 Mrd. US-Dollar und einen Gewinn je Aktie von mehr als 10,75 US-Dollar an. Die Aktien stiegen daraufhin nachbörslich um 4,56 % auf 343,70 US-Dollar.

 

Südzucker hebt (erneut) Prognose an

 

Nachdem Südzucker (DE0007297004) bereits mehrfach die Prognose für das Geschäftsjahr 2022/23 angehoben hatte, schob man nun auch noch eine starke Prognose für das neue Geschäftsjahr 2023 / 24 nach. Der Vorstand geht von einem fortgesetzten Wachstum aus und prognostiziert eine weitere Steigerung des Umsatzes. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögensgegenstände) wird in einer Spanne von 1,0 bis 1,2 Mrd. Euro gesehen. Das operative Konzernergebnis erwartet man zwischen 650 und 850 Mio. Euro, womit Südzucker auf allen Ebenen weiter wachsen will. In einem extrem verlustreichen Marktumfeld konnten die Südzucker Aktien daraufhin 3,14 % höher bei 13,955 Euro schließen.

 

Südzucker AG

 

Energiekrise zwingt VNG zu Kapitalerhöhung 

 

Der Gasimporteur VNG war von der Bundesregierung zur Einhaltung der Gaslieferverträge gezwungen worden, obwohl die Gesellschaft aus russischen Quellen im Verlauf des Jahres kein Gas mehr beziehen konnte. Das Gas musste zu überteuerten Preisen am Spotmarkt eingekauft und dann zu den alten Preisen an die Kunden abgegeben werden. Die daraus entstandenen Verluste führten nun kurz vor Geschäftsjahresende zu einer massiven Kapitalerhöhung, um die Gesellschaft zu retten. Die Anteilseigner haben auf einer außerordentlichen Hauptversammlung eine Erhöhung des Kapitals um 850 Mio. Euro beschlossen. EnBW (DE0005220008) wird den Löwenanteil der Kapitalerhöhung tragen, gemäß der Beteiligungshöhe von 74,21 % an der VNG.

 

Tagestermine

 

Im Fokus steht heute Vormittag um 09:30 Uhr die Veröffentlichung des vorläufigen deutschen Einkaufsmanagerindex für den Monat Dezember. Beim Gesamtindex wird ein leichter Anstieg von 46,3 auf 46,5 Punkte erwartet. Der Index für das verarbeitende Gewerbe soll minimal von 46,2 auf 46,3 Punkte gestiegen sein. Beim Dienstleistungsindex wird ein Anstieg von 46,1 auf 46,3 Punkte prognostiziert.

 

16.12.2022 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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