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Weitere Ergebniswarnung von Siemens Energy, FTC fordert einstweilige Verfügung und SEFE schließt 20-Jahresvertrag ab - BÖRSE TO GO

Die nächste Warnung von Siemens Energy - erhebliche Qualitätsprobleme bei Siemens Gamesa belasten

NTG24 - Weitere Ergebniswarnung von Siemens Energy, FTC fordert einstweilige Verfügung und SEFE schließt 20-Jahresvertrag ab - BÖRSE TO GO

 

Inzwischen wird es fast schon zu einem Ritual. Siemens Energy reduzierte ein weiteres Mal die Prognose für das Ergebnis aufgrund von Problemen bei der Tochter Siemens Gamesa. Die FTC fordert eine einstweilige Verfügung. Die Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft müsste warten, bis die Behörde ihre Überprüfung abgeschlossen habe. Die SEFE hat einen 20-Jahresvertrag mit der amerikanischen Venture Global LNG abgeschlossen. Die Amerikaner sollen jährlich genügend verflüssigtes Erdgas liefern, um rund 5 % des deutschen Energiebedarfs zu decken. 

Die chinesischen Börsenplätze bleiben auch am zweiten Tag in Folge aufgrund des Drachenbootfests geschlossen. Hongkong handelt allerdings wieder und muss heute deutliche Verluste verzeichnen. Die Benchmark notiert zwischenzeitlich mehr als -2,1 % im Minus. Auch der Nikkei 225 Index steht unter Druck und sinkt während der Sitzung mehr als -2 %. Auch der Terminmarkt sieht rot. Vor Eröffnung der europäischen Vorbörse liegt der DAX-Future -0,73 % im Minus bei 15.988 Punkten. 

Und das, nachdem Frankfurt begann sich am Donnerstag zu fangen. Nach drei Tagen mit Verlusten verzeichneten die ersten Benchmarks eine Gegenbewegung. Am stärksten performte der MDAX, der um 1,19 % auf 26.898,25 Punkte sprang, mit deutlichem Abstand vom TecDAX gefolgt, der sich noch um 0,35 % auf 3.161,64 Punkte verbessern konnte. Der SDAX gab hingegen leicht um -0,14 % auf 13.312,86 Punkte ab und der DAX war der größte Tagesverlierer mit einem Abschlag von -0,22 % auf 15.988,15 Punkte. 

Deutlich freundlicher die Wall Street. Dort legte der Nasdaq Composite Index zwischenzeitlich mehr als 1 % zu und schloss bei 13.630,61 Punkten (+0,95 %). Der S&P 500 Index konnte noch ein Plus von 0,37 % auf 4.381,89 Punkte erreichen, während der Dow Jones Industrial Average Index nahezu unverändert bei 33.946,71 Punkte schloss. 

 

Qualitätsprobleme bei Siemens Gamesa

 

Siemens Energy (DE000ENER6Y0) bekommt die Windkrafttochter Siemens Gamesa immer noch nicht in den Griff. Zum wiederholten Male muss der Vorstand die eigene Prognose nach unten korrigieren. Zwar behält man die Prognose für alle anderen Geschäftsbereiche aufrecht, aber größer als befürchtete Qualitätsprobleme im Windradgeschäft führen zu ausufernden Kosten. Mit der vollständigen Übernahme hatte Siemens Energy seinen Aktionären versprochen, dass die Probleme gelöst werden, doch die Baustelle wird immer größer. Inzwischen geht man davon aus, dass die mangelnde Qualität zu zusätzlichen Kosten in Höhe von mehr als 1 Mrd. Euro führen wird. Auch das Neugeschäft ist betroffen. Die Produktion für das Offshore-Geschäft hinkt stark hinter der Planung zurück. Statt eines Verlusts auf Vorjahresniveau, der bei -712 Mio. Euro lag, wird nun für das Gesamtjahr mit einem Verlust im Bereich von -1 Mrd. Euro gerechnet. Die Aktien brachen daraufhin nachbörslich um -15,05 % auf 19,50 Euro ein.

 

FTC drängt auf einstweilige Verfügung

 

Die amerikanische Federal Trade Commission argumentierte vor Gericht, dass eine einstweilige Verfügung gegen die Übernahme Activision Blizzard (US00507V1098) durch Microsoft (US5949181045) notwendig sei. Die Behörde müsse Zeit zur Überprüfung der Akquisition bekommen, die die größte für Microsoft und der größte Deal in der Videospielbranche wäre. Die FTC versprach umfassendes Beweismaterial und sorgt sich im Kern, dass durch die Übernahme die restlichen Videospieleplattformen benachteiligt werden, da Microsoft ein natürliches Interesse daran hat, die Blockbuster von Activision exklusiv für die Xbox zu vermarkten. Blockbuster, die nur auf einer Plattform verfügbar sind, führen dazu, dass diese Hardware von den Fans verstärkt gekauft wird. Microsoft sieht das anders und betonte, dass man die Spiele auf allen Plattformen anbieten will.

 

Activision Blizzard Inc.

 

SEFE schließt 20-Jahresvertrag ab

 

SEFE (Securing Energy For Europe), die sich zu 100 % im Besitz der Bundesregierung befindet, hat einen 20-Jahresvertrag mit Venture Global LNG abgeschlossen. Der Vertrag sieht die Belieferung mit LNG (verflüssigtem Erdgas) aus dem Golf von Mexiko vor. Inhaltlich verpflichten sich beide Partner für die Lieferung und Abnahme von 2,25 Millionen Tonnen LNG pro Jahr. Das entspricht rund 5 % des Bedarfs des Landes. Über den Preis vereinbarten die Parteien Stillschweigen.

 

Tagestermine

 

Um 09:30 Uhr erwarten wir die vorläufigen deutschen Einkaufsmanagerindizes für den Monat Juni. Der Gesamtindex soll sich leicht von 53,9 auf 54,0 Punkte verbessert haben, da der Index für das verarbeitende Gewerbe von 43,2 auf 43,5 Punkte gestiegen sein soll. Der Index für das Dienstleistungsgewerbe wird hingegen leicht tiefer bei 44,5 nach 44,8 Punkten erwartet. 

 

23.06.2023 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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