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UBS übernimmt Credit Suisse, Signature findet Käufer und First Republic Bank weiter unter Druck - BÖRSE TO GO

UBS übernimmt Credit Suisse nach staatlicher Intervention

NTG24 - UBS übernimmt Credit Suisse, Signature findet Käufer und First Republic Bank weiter unter Druck - BÖRSE TO GO

 

Die UBS übernimmt die Credit Suisse. Die schweizer Großbank wurde Ende vergangener Woche zunehmend mehr durch andere Banken isoliert und verlor Kundeneinlagen, sodass die Schweiz zu einer Intervention gezwungen wurde. Die amerikanische Signature Bank findet einen Käufer. Die New York Community Bank kauft das operative Geschäft von der FDIC. Die First Republic Bank strauchelt weiter. Die Stabilisierungsversuche in der vergangenen Woche tragen keine Früchte. 

Der asiatische Aktienhandel reagiert am Montagmorgen überwiegend negativ auf die Ereignisse im amerikanischen und europäischen Finanzsektor. Trotz aller staatlichen Maßnahmen kommt keine Ruhe in den Markt. Zu den größten Verlierern gehören im Verlauf der Sitzung der Nikkei 225 Index und vor allem der Hang Seng Index, der zeitweise über -2,9 % abgibt. Der Terminmarkt ist ebenfalls vor Eröffnung der europäischen Vorbörse negativ gestimmt. Der DAX-Future wird -0,34 % tiefer bei 14.890 Punkten gesehen.

Es war eine schwierige Woche für die Börse Frankfurt. Alle deutschen Benchmarks gaben stark ab, wobei der TecDAX noch die beste Figur machte und relative Stärke zeigte. Mit einem Tagesverlust von -0,57 % auf 3.226,19 Punkte landete der Technologieindex auf Wochenbasis bei einem Verlust von -0,89 %. Die größten Verluste zog hingegen der MDAX auf sich, der auf die ganze Woche gesehen um -5,54 % auf 26.446,93 Punkte abrutschte, wobei der Tagesverlust am Freitag mit -2,21 % ganz entscheidend mithalf. 

Deutlich optimistischer die Wall Street. Auch hier ergaben sich am Freitag einheitlich Tagesverluste, aber auf die gesamte Woche gesehen erreichten der S&P 500 (+1,43 %) und der Nasdaq Composite Index (+4,41 %) teils deutliche Gewinne. Der Dow Jones Industrial Average Index hingegen gab auf Wochenbetrachtung -0,15 % auf 31.861,98 Punkte ab, nachdem der Blue Chip Index auf Tagesbasis einen Verlust von -1,19 % erlitt. 

 

UBS verleibt sich Credit Suisse ein

 

Nachdem die Credit Suisse (CH0012138530) zum Ende der vergangenen Woche zusehends von anderen Banken isoliert wurde und Kunden verstärkt Einlagen abzogen, musste die schweizer Großbank am Wochenende gerettet werden. Die FINMA, Schweizerische Nationalbank (SNB) und das Eidgenössische Finanzdepartement verhandelten im Kern über drei Optionen: eine vollständige Verstaatlichung, eine teilweise Verstaatlichung oder die Übernahme durch die UBS (CH0244767585). Keine Ehe aus Liebe, denn die beiden Großbanken hatten vorher schon ein Quasi-Duopol im Land. Auch verlangte die UBS umfangreiche Sicherheiten, finanzielle Unterstützung und einen niedrigeren Kaufpreis, der zu Anfang der Verhandlungen bei 1 Mrd. Franken lag. Am Sonntagabend einigten sich die Verhandlungsparteien auf einen Preis von 3 Mrd. Franken, den die UBS mit ihren eigenen Aktien bezahlt. Die Hybridanleihen (AT1) der Credit Suisse im Umfang von rund 16 Mrd. Franken werden auf null abgeschrieben. Die SNB wird die UBS mit mehr als 100 Mrd. Franken Liquidität bei der Übernahme unterstützen.

 

Signature Bank findet Käufer

 

Die New Yorker Signature Bank (US82669G1040) hat am Sonntag einen Käufer für ihr operatives Geschäft gefunden. Nur eine Woche, nachdem die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) die insolvente Bank übernommen hatte, hat die New York Community Bank den größten Teil des Geschäfts übernommen. Außen vor ist das Kryptogeschäft von Signature, dass die FDIC separat verkaufen muss. Die New York Community Bank wird auch die Filialen von Signature übernehmen und unter der eigenen Marke Flagstar weiter betreiben. Man bezahlt der FDIC rund 10 Mrd. US-Dollar, was unter dem Volumen des Kreditbuchs liegt, das 13 Mrd. US-Dollar umfasst.

 

Unterstützung für First Republic Bank greift nicht

 

Nachdem sich 11 der größten amerikanischen Banken gemeinsam um die Rettung der First Republic Bank (US33616C1009) bemüht hatten, ergab sich keine Stabilisierung. Insgesamt wurde der strauchelnden Bank Liquidität im Umfang von 30 Mrd. US-Dollar zur Verfügung gestellt, doch der Aktienkurs kollabierte am Freitag weiter um -32,80 % auf 23,03 US-Dollar und gab nachbörslich weitere -15,41 % auf 19,48 US-Dollar ab. Die Sorge der Aktionäre ist, dass der Abfluss der Einlagen durch das Rettungspaket nicht gestoppt wird und die First Republic Bank am Ende doch von der FDIC übernommen werden muss. Die Aktien wären in diesem Fall im Zweifel wertlos.

 

First Republic Bank

 

Tagestermine

 

Eine weitere Normalisierung der Inflation auf Erzeugerebene in Deutschland wird für den Monat Februar erwartet. Um 08:00 Uhr erwarten wir den Erzeugerpreisindex, der im Jahresvergleich um 14,5 % gestiegen sein soll. Im Januar war es noch ein Anstieg um 17,8 %. Im Vergleich zum Januar soll der Erzeugerpreisindex um -0,5 % gefallen sein. 

 

20.03.2023 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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