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EZB gießt Öl ins Feuer, AI in China stürzt ab und FedEx explodiert nach Börsenschluss - BÖRSE TO GO

Die EZB will die Zinsen erhöhen und gießt direkt vor dem großen Verfallstermin Öl ins Feuer

NTG24 - EZB gießt Öl ins Feuer, AI in China stürzt ab und FedEx explodiert nach Börsenschluss - BÖRSE TO GO

 

Direkt vor dem großen Verfallstermin für die März-Kontrakte, gießt die EZB Öl ins Feuer. Nagel spricht von einer Zinserhöhung im April. China erlebt einen AI-Sell-off. Die Kosten für AI schießen ins Kraut, was zu umfangreichen Kursverlusten bei Alibaba und Tencent führt. FedEx hebt die Jahresprognose an und überrascht die Börse positiv. Die Rallye bei den Logistik-Aktien ging nachbörslich weiter und führte zu einem hohen Kurssprung. 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDer Aktienhandel in Asien entwickelt sich am letzten Handelstag der Woche durchwachsen. Der KOSPI konnte sich in Plus retten und stieg leicht um 0,31 % auf 5.781,20 Punkte, während die meisten chinesischen Benchmarks vor Börsenschluss im Minus notieren. Der Hang Seng liegt zwischenzeitlich mehr als -1,05 % unter dem Schlusskurs vom Donnerstag. Die Börse Tokio blieb heute aufgrund eines Feiertages (Frühjahrsäquinoktium) geschlossen. Der Terminmarkt ist vor Börseneröffnung noch optimistisch, aber die Überzeugung lässt sukzessive nach. Der DAX-Future (Juni) wird 0,33 % höher bei 23.135,00 Punkten gehandelt.

Die Börse Frankfurt hatte es am Donnerstag noch hart erwischt. Keine der großen Notenbanken signalisierte, dass sie den Anlegern in dieser Situation zur Rettung kommen wird. Ganz im Gegenteil. Obendrein haben wir am heutigen Freitag noch den großen Verfallstag für die März-Kontrakte, sodass der Handel sehr nervös war. Alle deutschen Benchmarks erlitten starke Verluste und der MDAX führte dabei die Liste der Verlierer an mit einem Tagesverlust von -3,71 % auf 28.423,08 Punkte. Besonders Immobilienaktien wie LEG (DE000LEG1110) und Aroundtown (LU1673108939) gaben sehr stark ab, nachdem Gerüchte aufkamen, dass die EZB sogar gewillt sei, die Zinsen wieder zu erhöhen und der Anleihemarkt auch bereits zwei Zinserhöhungen bis September eingepreist hat. Die restlichen Benchmarks verloren alle mehr als -2 %, wobei der TecDAX mit einem Abschlag von -2,48 % auf 3.471,49 Punkten den geringsten Verlust erlitt. 

Sehr viel entspannter präsentierte sich der Handel an der Wall Street. Auch dort sanken alle Benchmarks, aber die Verluste waren marginal. Der Dow Jones Industrial Average Index war mit einem Tagesverlust von -0,44 % auf 46.021,43 Punkte schon der größte Verlierer in New York. Unter den Blue Chips führte Boeing (US0970231058) mit einem Minus von -2,34 % auf 201,18 US-Dollar die Liste der Verlierer an, nachdem es zu Problemen bei den Auslieferungen kommt. Den geringsten Tagesverlust verzeichnete der S&P 500 Index mit einem Minus von -0,27 % auf 6.606,49 Punkte. 

 

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EZB gießt Öl ins Feuer

 

Genau, wenn die Börse am Kipppunkt steht, gießt die Europäische Zentralbank Öl ins Feuer. Prof. Dr. Joachim Nagel, der Präsident der Deutschen Bundesbank und Mitglied des EZB-Rats, signalisiert dem Kapitalmarkt, dass die Anleger mit einer Zinserhöhung im April zu rechnen haben, wenn der Iran-Krieg die Inflation im Euro anheizt. Dass dies passieren wird, ist so gut wie gegeben, angesichts der omnipotenten und direkten Wirkung der Energiepreise auf die europäische Wirtschaft. Da sich immer noch viele europäische Regierungen weigern, ihre Bürger mit Steuersenkungen auf Energiepreise zu entlasten, liest der Kapitalmarkt die Aussagen von Nagel als konkrete Ankündigung, dass die EZB, verstärkend zu den starken Verlusten an den Aktien- und Anleihemärkten, auch noch das Zinsniveau anheben wird, was die Liquiditätsversorgung der Euro-Zone weiter einschränken würde. Damit nicht genug: Mārtiņš Kazāks, der Gouverneur der Zentralbank von Lettland, orakelte obendrein, dass die Inflation in Europa aufgrund des Iran-Krieges im nächsten Jahr die Marke von 6 % p. a. überschreiten kann, was weiteres Öl ins Feuer gießt. Und das, direkt bevor wir in Europa heute den großen Verfallstermin haben. 

 

Alibaba und Tencent verlieren 66 Mrd. US-Dollar

 

China erlebt einen AI-Sell-off. Nachdem die beiden chinesischen Technologieriesen Alibaba (KYG017191142) und Tencent (KYG875721634) ihre jüngsten Zahlen vorgelegt hatten, schrumpfte die Marktkapitalisierung der beiden Big-Techs in den letzten 24 Stunden um rund -66 Mrd. US-Dollar. Die Anleger trennten sich in Scharen von den Aktien, da sowohl Alibaba als auch Tencent zwar ihre Investitionen für AI und ihr Cloud-Geschäft deutlich erhöhten, aber der Börse nur vage Prognosen machten, wie sich diese Investitionen in Zukunft in steigenden Umsätzen widerspiegeln werden. Alibaba spricht von 100 Mrd. US-Dollar Umsatz in den kommenden fünf Jahren mit AI und Cloud. Die geplanten Ausgaben der chinesischen Big Techs sind aber nur ein Bruchteil dessen, was die amerikanischen Konkurrenten budgetieren. Die US-Hyperscaler wollen allein in diesem Jahr 650 Mrd. US-Dollar in den Ausbau ihrer AI- und Cloud-Infrastruktur investieren. 

 

 

FedEx hebt den Jahresausblick an

 

FedEx (US31428X1063) hatte in der Nacht seinen Aktionären viel zu bieten. Nach Börsenschluss in New York veröffentlichte der amerikanische Logistikriese die Zahlen für das abgelaufene 3. Fiskalquartal (28. Februar 2026), die besser als erwartet ausfielen, und hob den Jahresausblick an. Ohne die erheblichen Pensionskosten und die Belastungen für die geplante Restrukturierung des eigenen Logistiknetzwerkes erwartet FedEx einen „bereinigten“ Gewinn für das Fiskaljahr 2026 in einer Spanne von 19,30 bis 20,10 US-Dollar. Die Prognosespanne lag zuvor bei 17,80 bis 19,00 US-Dollar. Damit übertrifft selbst das untere Ende der neuen Prognose die durchschnittliche Konsensschätzung von 18,71 US-Dollar der Analysten. Das Unternehmen erwartet nicht, dass der laufende Iran-Krieg direkte Auswirkungen auf das Geschäft haben wird. Für das abgelaufene 3. Fiskalquartal konnte man einen „bereinigten“ Gewinn je Aktie von 5,25 US-Dollar je Aktie gegenüber einer Konsensschätzung von 4,17 US-Dollar erreichen. Auch die Umsatzschätzung von 23,48 Mrd. US-Dollar konnte das Unternehmen mit 24,0 Mrd. US-Dollar schlagen. In einer ersten Reaktion explodierten die Kurse der Aktien im nachbörslichen Handel um 9,2 %. Dank der Rallye in den letzten Tagen und Wochen ist FedEx damit nun größer an der Börse als der Erzrivale UPS (US9113121068).

 

Tagestermine

 

Während die EZB sich auf eine Zinserhöhung vorbereitet, erlebten die deutschen Erzeuger im Februar eine Ausweitung der deflationären Tendenzen. Im Jahresvergleich schrumpften die Preise um -3,3 %. Und das, obwohl die Angabe für Januar von +0,5 % auf -3,0 % nach unten revidiert wurde. Im Vergleich zum Januar sanken die Preise auf Ebene der Produzenten damit um -0,5 %. 

 

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20.03.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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