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Siemens Energy warnt, Lanxess überrascht positiv und Credit Suisse meldet Verlust - BÖRSE TO GO

Siemens Energy überprüft die Jahresprognose und warnt erneut

NTG24 - Siemens Energy warnt, Lanxess überrascht positiv und Credit Suisse meldet Verlust - BÖRSE TO GO

 

Siemens Energy enttäuschte erneut. Die Probleme bei der Tochter Siemens Gamesa weiten sich aus. Lanxess überraschte im 1. Quartal positiv. Die Bären müssen ihre Short-Positionen eindecken. Die Skandalbank Credit Suisse kommt nicht aus den Problemen heraus. Die Großbank warnte vor einem weiteren Verlust im 1. Quartal.

Der Handel in China und dem restlichen Asien driftet auch heute erneut auseinander. Während sich während der Sitzung alle chinesischen Onshore-Benchmarks im Minus bewegen, können die restlichen asiatischen Benchmarks zulegen und werden dabei vom Taiwan Weighted Index und dem Nikkei 225 Index angeführt. Auch der Terminmarkt ist vor Eröffnung der europäischen Vorbörse überwiegend negativ gestimmt. Während der DAX-Future nahezu unverändert bei 14.220 Punkten gesehen wird, sinken alle US-Futures deutlich. 

Der Handel in Frankfurt verlief am Dienstag uneinheitlich. Die Benchmarks eröffneten mit Verlusten, die sich bis zum Mittag ausweiteten und dann von einer positiven Wall Street wieder fast durchgehend ausgeglichen wurden. Am Ende lag der TecDAX mit einem Plus von 0,26 % auf 3.209,16 Punkte vorne, dicht gefolgt vom MDAX, der um 0,18 % auf 30.724,08 Punkte stieg. Der DAX hingegen blieb leicht unter dem Schlusskurs vom Donnerstag und schloss bei 14.153,46 Punkten (-0,07 %) ebenso wie der SDAX, der bei 14.213,33 Punkten (-0,09 %) schloss. 

Die Wall Street entwickelte sich dagegen ab der Eröffnung stark und konnte die Gewinne bis zum Schluss halten. Der Nasdaq Composite Index war der Tagesgewinner mit einem Kurssprung von 2,15 % auf 13.619,66 Punkte. Der S&P 500 Index folgte mit deutlichem Abstand und legte 1,61 % auf 4.462,21 Punkte zu. Der Dow Jones Industrial Average Index verbesserte sich um 1,45 % auf 34.911,20 Punkte. 

 

Siemens Energy überprüft Prognose

 

Die Probleme bei Siemens Energy (DE000ENER6Y0) nehmen kein Ende. Während man die Gas and Power Sparte inzwischen halbwegs stabilisieren konnte, entwickelt sich das Geschäft mit Windkrafträdern weiterhin negativ. Insgesamt verzeichnete der Konzern im 2. Fiskalquartal einen Einbruch des Auftragseingangs um Ganze -25 % auf 7,91 Mrd. Euro, was unter der durchschnittlichen Erwartung der Analysten liegt. Auch der Umsatz blieb mit 6,58 Mrd. Euro unter den Erwartungen und nur leicht über dem Vorjahresniveau. Der freie Cashflow schrumpfte von +433 Mio. Euro auf -350 Mio. Euro. Die anhaltenden Probleme in der Produktion bei der Tochter Siemens Gamesa führen nun zu einer Überprüfung, ob die schwache und mehrfach gesenkte Prognose für das Gesamtjahr noch gehalten werden kann.

 

Siemens Energy AG

 

Lanxess mit starkem Start

 

Lanxess (DE0005470405) überraschte am Dienstagabend mit starken vorläufigen Zahlen für das 1. Quartal. Der Umsatz konnte sich von 1,69 Mrd. Euro auf voraussichtlich 2,43 Mrd. Euro (+44 %) steigern, was auch über der Erwartung der Analysten lag, die im Schnitt auf 2,24 Mrd. Euro getippt hatten. Beim bereinigten EBITDA kündigte das Unternehmen ein Niveau von 320 Mio. Euro (+32 %) an nach 242 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Die Erwartungen lagen hier bei 300 Mio. Euro. Den vollständigen Bericht zum 1. Quartal wird der Spezialchemiekonzern am 05. Mai vorlegen. Im späten nachbörslichen Handel konnten die Aktien am Dienstag 6,24 % höher bei 37,48 Euro schließen. 

 

Credit Suisse warnte erneut

 

Die schweizer Großbank Credit Suisse (CH0012138530) warnte heute früh, dass man für das 1. Quartal einen Verlust erwartet. Der Löwenanteil des Verlustes resultiert aus Rückstellungen für juristische Verfahren, die sich zwischen Januar und März auf rund -700 Mio. Franken beliefen. Zusätzlich warnte die Geschäftsführung, dass der Umsatz sich schwach entwickelt hat und man Rückstellungen für faule Kredite erhöhen musste. Weitere Verluste aus der Wertberichtigung für die Allfunds Group in Höhe von -350 Mio. Franken kommen hinzu. Der vollständige Bericht wurde für den 27. April angekündigt.

 

Tagestermine

 

Um 08:00 Uhr beginnt der Handelstag mit neuen Inflationsdaten aus Deutschland. Der Erzeugerpreisindex für den Monat März wird veröffentlicht und nach einem Rekordhoch von 25,9 % im Februar wird ein neues Rekordhoch von 28,2 % erwartet. Das sind die mit Abstand höchsten Inflationsdaten für Erzeuger seit dem Ende des 2. Weltkriegs. 

 

20.04.2022 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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