Google in der Offensive, Meta entlässt 8.000 und EFG stärkt Vertrieb - BÖRSE TO GO
Google geht in die Offensive - AI-Agenten und Smart Glasses dominieren die I/O 2026
Google geht in die Offensive. Auf der I/O 2026 kündigte die Alphabet Tochter zahlreiche neue Initiativen und Produkte an. Die Gerüchte rund um Meta bestätigen sich. Heute beginnt eine Entlassungswelle von rund 8.000 Mitarbeitern weltweit. EFG baut den Vertrieb aus. Vor dem Hintergrund eines neuen Rekordgewinns will man die Dynamik hochhalten.
Asien notiert am Mittwoch geschlossen im Minus. Nahezu alle Benchmarks in der Region geben ab und die Verluste sind relativ gleichmäßig. Der Nikkei 225 Index sticht mit einem Abschlag um -1,34 % auf 59.742,00 Punkte heraus. Der KOSPI sinkt um -0,86 % auf 7.208,95 Punkte und der Hang Seng Index wird vor Handelsschluss mehr als -0,7 % tiefer bei 25.606,50 Punkten gesehen. Der Terminmarkt ist ebenfalls negativ gestimmt vor Eröffnung des europäischen Börsenhandels. Der DAX-Future (Juni) notiert -0,39 % tiefer bei 24.389,50 Punkten.
Der Dienstag war ein unausgewogener Tag an der Börse Frankfurt. Die deutschen Benchmarks fanden keine einheitliche Linie. Der TecDAX dominierte den Handel mit einem Tagesgewinn von 0,95 % auf 3.901,04 Punkte. Hier stachen die Aktien von Atoss Software (DE0005104400) heraus, die sich um 13,51 % auf 81,50 Euro steigerten. Auch der DAX performte gut mit einem Tagesgewinn von 0,38 % auf 24.400,65 Punkte. Der MDAX hingegen sank leicht um -0,34 % auf 31.331,71 Punkte und der SDAX rutschte um -0,95 % tiefer auf 18.254,13 Punkte.
Die Wall Street gab hingegen einheitlich ab. In New York fielen am Dienstag alle amerikanischen Benchmarks relativ gleichmäßig zwischen -0,65 % und -0,67 %. Die Anleger sicherten sich leicht im Vorfeld der heutigen Nvidia (US67066G1040) Zahlen über den Terminmarkt ab.
Google geht in die Offensive
Um sich im AI-Geschäft zu behaupten, hat Google auf der I/O 2026 zahlreiche neue Initiativen auf den Weg gebracht. CEO Sundar Pichai skizzierte, welchen weiten Weg das Unternehmen im Bereich AI bereits gegangen ist, was sich beispielsweise an der Zahl der Token ablesen lässt, die Googles AI jeden Monat verarbeitet. Vor zwei Jahren 9,7 Billionen Token pro Monat, vor einem Jahr 480 Billionen Token und heute 3,2 Billiarden Token, die jeden Monat verarbeitet werden. Im Kerngeschäft - der Werbung rund um Suchergebnisse - hat man neue AI-Agenten eingeführt, die nun den Konsumenten helfen sollen, ihre Wünsche schneller zu erfüllen. Unter dem Namen Gemini Spark soll die personalisierte AI in Zukunft helfen, Aufgaben autonom und im Hintergrund 24/7 zu erledigen. Auch kündigte die Alphabet (US02079K1079) Tochter am Montagabend die Rückkehr in den Bereich der Smart-Glasses an. Das Unternehmen hatte bereits 2015 Google Glass veröffentlicht, aber die technischen Möglichkeiten der smarten Brillen waren seinerzeit zu begrenzt und der Tragekomfort zu gering. Jetzt kündigte man auf seiner Entwicklerkonferenz Partnerschaften mit Samsung (KR7005930003), Warby Parker (US93403J1060) und Gentle Monster an, um neue Smart Glasses auf den Markt zu bringen.
Meta: Entlassungswelle startet heute
Die Gerüchte hatten sich bereits verdichtet. Am Mittwochmorgen bestätigte es sich dann: Meta (US30303M1027) entlässt weltweit heute rund 8.000 Mitarbeiter. Die Entlassungswelle trifft vor allem die Bereiche Softwareingenieure und Produktspezialisten. Weitere Bereiche sollen im Laufe des Jahres restrukturiert werden, was auch weitere Entlassungswellen miteinschließt. Zusätzlich wurde heute deutlich, dass Meta insgesamt rund 7.000 Mitarbeitern neue Stellen zuschreibt, um bestehende Teams zu stärken und neue zu eröffnen. Ende März hatte das Unternehmen weltweit knapp unter 80.000 Mitarbeiter, womit heute fast 20 % der Belegschaft verändert wird. Mark Zuckerberg hat weit mehr als 100 Mrd. US-Dollar für die Entwicklung von AI bereitgestellt und drängt darauf, dass das Unternehmen sich mit Hilfe von AI neu definiert.
EFG baut Vertrieb aus
Der Zwischenbericht des Schweizer Vermögensverwalters EFG International (CH0022268228) nach den ersten vier Monaten signalisiert eine laufende Vertriebsoffensive. Das zu verwaltende Vermögen stieg seit Jahresbeginn marginal um 3 % von 185 Mrd. Franken auf 190,2 Mrd. Franken. Ein deutliches Wachstum im Jahresvergleich (+19 %), doch die Dynamik ist ins Stocken geraten. Man betonte vor diesem Hintergrund, dass man 25 neue Client Relationship Officers (CRO) eingestellt hat und weitere 26 bereits unter Vertrag genommen hat bzw. in Gesprächen ist. Die wichtigste Aufgabe eines CRO aus Sicht des Unternehmens, ist die Akquise von neuem zu verwaltendem Vermögen. Die Ertragsmarge fiel im Jahresvergleich etwas dünner aus. In der Vorjahresperiode erreichte man eine Nettomarge von 97 Basispunkten, aktuell nur noch 93 Basispunkte. Den Reingewinn konnte man dennoch auf einen neuen Rekordwert von „rund 130 Mio. Franken“ erhöhen.
Tagestermine
Die Inflation auf Ebene der deutschen Produzenten wird von den Energiepreisen durch die Decke gehoben. Der Erzeugerpreisindex sprang im April um 1,2 % im Vergleich zum März. Weniger als befürchtet (Konsens: 2,0 %), aber im Jahresvergleich liegt die Rate der Preisteuerung bei Erzeugern nun mit +1,7 % nach -0,2 % im Vormonat höher als erwartet (Konsens: +1,5 %). Dieser Trend signalisiert, dass in den kommenden Monaten auch die Teuerungsrate für die Endkundenpreise zunehmen wird.
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20.05.2026 - Mikey Fritz

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