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Netflix bekommt Traktion, Deutsche Börse mit starken Zahlen und Credit Suisse legt Skandale bei - BÖRSE TO GO

Netflix kann den Kundenstamm um 4,4 Millionen steigern und überrascht beim Gewinnwachstum

NTG24 - Netflix bekommt Traktion, Deutsche Börse mit starken Zahlen und Credit Suisse legt Skandale bei - BÖRSE TO GO

 

Dank Shows wie Squid Games bekommt Netflix wieder Traktion. Der Kundenstamm wuchs im 3. Quartal und soll im 4. Quartal weiteres neues Momentum bekommen. Die Deutsche Börse legte ein starkes 3. Quartal vor. Der Gewinn stieg um 32 % im Jahresvergleich. Die Credit Suisse legt zwei Skandale bei. Gleich drei Finanzaufsichten beenden ihren Untersuchungen. 

Der asiatische Handel präsentiert sich heute früh freundlich. Japan und China können weiter zulegen, während Taiwan und Südkorea auf dem Niveau des Vortages stagnieren. Der Hang Seng Index führt die Liste der Benchmarks mit einem Plus von zeitweise mehr als 1,44 % an. Die Futures zeigen dagegen vor Eröffnung der europäischen Vorbörse noch keine klare Indikation. 

Die Bullen in Frankfurt gewannen am Dienstag mehr Mut. Alle deutschen Benchmarks konnten zulegen. Der DAX erreichte ein kleines Plus von 0,27 % auf 15.515,83 Punkte und war damit das Schlusslicht. Der TecDAX stieg hingegen um 0,54 % auf 3.741,93 Punkte, der SDAX verbesserte sich um 0,56 % auf 16.754,08 Punkte und der MDAX war mit einem Plus von 0,58 % auf 34.590,36 Punkte der Tagesgewinner. 

Auch die Wall Street verbesserte sich vom Beginn bis zum Ende der Sitzung. Alle Benchmarks konnten zulegen, wobei der S&P 500 Index die Liste der Gewinner mit einem Plus von 0,74 % auf 4.519,63 Punkte anführte. Der Nasdaq Composite Index folgte dicht auf mit einem Tagesgewinn von 0,71 % auf 15.129,10 Punkte. Der Dow Jones Industrial Average verbesserte sich um 0,56 % auf 35.457,31 Punkte. 

 

Netflix hat wieder Traktion

 

Der Streamingdienst Netflix (US64110L1061) erreichte im 3. Quartal neue Traktion. Die Zahl der Neuabonnenten stieg um 4,4 Millionen auf insgesamt knapp 214 Millionen. Das lag deutlich über der eigenen Prognose, die Netflix zuvor bei 3,5 Millionen Neukunden festgemacht hatte. Insgesamt war das Wachstum im Verhältnis zum großen Kundenstamm mit einem Plus von knapp 2 % aber immer noch gering. Den Umsatz konnte man um 16 % auf 7,48 Mrd. US-Dollar steigern und der Gewinn kletterte im Jahresvergleich um 80 % auf 1,45 Mrd. US-Dollar. Für das laufende Quartal kündigte Netflix ein Netto-Abonnentenwachstum von 8,5 Millionen an. Die Aktien stiegen nachbörslich anfänglich um 3 %, fielen aber am Ende um -1,33 % im Vergleich zum Schlusskurs. 

 

Netflix Inc.

 

Deutsche Börse mit starken Zahlen

 

Dank der jüngsten Übernahmen und einem guten operativen Geschäft konnte die Deutsche Börse (DE0005810055) im 3. Quartal den Umsatz um 32 % im Jahresvergleich auf 1,08 Mrd. Euro steigern. Die volumenabhängigen Kosten und der Personalaufwand stiegen allerdings ebenfalls deutlich, sodass sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) nur um 25 % auf 499,5 Mio. Euro steigerte. Der Periodenüberschuss, der den Aktionären zusteht, stieg dank eines verbesserten Finanzergebnisses um 32 % auf 300,3 Mio. Euro bzw. 1,64 Euro je Aktie. Die Deutsche Börse bestätigte gleichzeitig auch ihre Prognose für das Gesamtjahr, die von einem Anstieg der Nettoerlöse (nach Abzug der volumenabhängigen Kosten) auf 3,5 Mrd. Euro und von einem EBITDA von rund 2,0 Mrd. Euro ausgeht.  

 

Credit Suisse legt zwei Skandale bei

 

Vergangenheitsbewältigung hat bei der Großbank Credit Suisse (CH0012138530) immer noch einen hohen Stellenwert. So urteilte die schweizer Aufsichtsbehörde Finma, dass der Bank schwere Versäumnisse im Zusammenhang mit den Bespitzelungen von Mitarbeitern unter dem ehemaligen CEO Tidjane Thiam zu attestieren sind. Die Überwachung durch Privatdetektive umfasste einen wesentlich größeren Personenkreis und einen längeren Zeitraum, als bisher bekannt war. Zudem seien die Vorgänge bis in die höchste Führungsetage bekannt gewesen, auch wenn Thiam dies in der Vergangenheit bestritten hatte. Gleichzeitig legte die Bank einen Korruptionsskandal gegen Strafzahlung in Höhe von 475 Mio. US-Dollar in Großbritannien und den USA bei. Die britische Börsenaufsicht FCA, das amerikanische Justizministerium und die amerikanische Börsenaufsicht SEC werfen der Credit Suisse vor, dass Mitarbeiter über einen Zeitraum von drei Jahren Regierungsvertreter in Mosambik bestochen haben und sich dabei auch selbst bereichert haben sollen. 

 

Tagestermine

 

Am Morgen startet die Börse mit neuen Inflationsdaten aus Deutschland. Um 08:00 Uhr wird der Erzeugerpreisindex für den Monat September veröffentlicht. Und die Aussichten sind weiterhin schwierig. Die Ökonomen erwarten, dass die Preise auf Ebene der Erzeuger im Jahresvergleich um 12,7 % gestiegen sind, was einer weiteren Beschleunigung der Preisteuerung entsprechen würde, nachdem der Erzeugerpreisindex im August schon um 12,0 % gestiegen war. Im Vergleich zum Vormonat wird ein Anstieg von 1,0 % erwartet. 

 

20.10.2021 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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