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EZB-Skandal um Lagarde, Belimo mit kleiner Dividendenerhöhung und negativer Ausblick von Hella - BÖRSE TO GO

EZB-Skandal: Wasser predigen und Wein saufen

NTG24 - EZB-Skandal um Lagarde, Belimo mit kleiner Dividendenerhöhung und negativer Ausblick von Hella - BÖRSE TO GO

 

EZB-Skandal: Während einfache Mitarbeiter keine Zuwendungen von Dritten annehmen dürfen, erhält EZB-Präsidentin jährlich einen sechsstelligen Betrag aus dem Ausland. Trotz eines sehr starken Abschlusses und einer positiven Prognose für 2026 bleibt Belimo bei der Erhöhung der Dividende am unteren Ende der Erwartungen. Der neue Ausblick von Hella fällt negativ aus. Durch den Verlust von Großaufträgen sinkt der Umsatz im Jahr 2026 deutlich. 

Der Handel in Asien war am Montag erneut beeinträchtigt durch die Abwesenheit großer Handelsplätze. Die Festlandsbörsen in China blieben noch aufgrund des Neujahrsfests geschlossen und die Börse Tokio feiert den Geburtstag des japanischen Kaisers. Die Börse in Seoul war jedoch geöffnet und der KOSPI konnte um 0,65 % auf 5.846,09 Punkte steigen. Der Hang Seng Index war der Star des Tages und schloss 2,40 % höher bei 27.048,00 Punkten. 

 

Video -

 

EZB-Skandal: Wasser predigen und Wein saufen

 

Den Mitarbeitern der Europäischen Zentralbank platzt die Hutschnur. Ihnen ist es strengstens verboten, finanzielle Zuwendungen von Dritten zu erhalten. Eine logische und richtige Vorschrift, denn anderenfalls ergibt sich das Risiko von Interessenkonflikten bei wichtigen Entscheidungen. Diese Vorschrift wird intern dezidiert kontrolliert und Mitarbeitern der EZB drohen Maßnahmen, wenn dennoch finanzielle Zuwendungen von Dritten angenommen werden. Wie sich nun aber herausstellt, gilt dieses Verbot nur für das Fußvolk. Für EZB-Präsidentin Christine Lagarde hingegen gilt dieses Verbot nicht. Die Europäische Zentralbank hat Sonderregelungen für ihre Führungskräfte geschaffen, die es erlauben, finanzielle Zuwendungen von Dritten zu erhalten. Wie nach einer Anfrage von den Europaabgeordneten Dick Erixon und Fabio De Masi von der EZB offengelegt wurde, erhält EZB-Präsidentin Lagarde für ihre Tätigkeit bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) ein jährliches Zusatzsalär. Das belief sich allein für das Jahr 2024 auf 130.457 Schweizer Franken, was umgerechnet rund 140.000 Euro entspricht. Für ihre Tätigkeit als EZB-Präsidentin erhält sie jährlich 466.000 Euro und zusätzlich 135.000 Euro für Nebenkosten. Mit Jahreseinnahmen von 741.000 Euro ist Frau Lagarde damit die am besten bezahlte Angestellte der Europäischen Union. Wie streng die EZB ihr Verbot durchsetzt, ist beispielsweise daran ablesbar, dass die EZB-Mitarbeiter, die Frau Lagarde bei der Arbeit in der BIZ begleiten, keine Zuwendungen von der BIZ erhalten dürfen. Frau Lagarde ist bei der BIZ eine von 18 der wichtigsten Notenbanker der Welt. Wie handhaben andere Notenbanken diesen Konflikt? Fed-Chair Jerome Powell, der ebenfalls an den Treffen der BIZ teilnimmt, darf keinerlei Vergütungen von der BIZ annehmen. So schreibt es der US-Kongress vor. Sein Jahresgehalt ist mit 203.500 US-Dollar auch deutlich niedriger. EZB-Präsidentin Lagarde verdient somit fast das Vierfache dessen, womit sich der wichtigste Notenbanker der Welt zufriedengibt.  

 

Belimo erhöht Dividende nur leicht

 

Belimo (CH1101098163) hat einen starken Abschluss für 2025 und einen positiven Ausblick für das neue Geschäftsjahr vorgelegt. Der Schweizer Klimatechnikspezialist avisierte am Morgen ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im mittleren Zehn-Prozent-Bereich für das Jahr 2026. Parallel dazu erwartet man eine EBIT-Marge von mehr als 20 %. Die Zugpferde bleiben weiterhin die Absatzmärkte in Nordamerika und der Asien-Pazifik-Region, wo die Produkte und Dienste von Belimo vor allem von Seiten der Rechenzentrenbetreiber stark nachgefragt sind. Rund die Hälfte des Wachstums kommt von dieser Kundengruppe. Im vergangenen Jahr konnte Belimo vor allem aufgrund dieser hohen Nachfrage den Umsatz währungsbereinigt um 23,3 % und in Franken gerechnet um 18,7 % auf 1,12 Mrd. Franken steigern. Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen sprang um 28,6 % auf 232,85 Mio. Franken, was einer EBIT-Marge von 20,8 % entsprach. Nach Steuern weist man den Anlegern ein Gewinnwachstum von 23,8 % auf 181,6 Mio. Franken aus. Man beteiligt die Aktionäre am Erfolg, bleibt aber mit einer Erhöhung der Dividende um nur 5,3 % auf 10,00 Franken je Aktie am unteren Ende der Erwartungen. 

 

 

Negativer Ausblick von Hella

 

Der Ausblick von Hella (DE000A13SX22) ist alles andere als gut. Der Zulieferer der Automobilindustrie sieht für das laufende Jahr einen deutlichen Rückgang des Geschäfts. Selbst auf währungsbereinigter Basis sieht das Unternehmen nur eine Umsatzspanne von 7,4 bis 7,9 Mrd. Euro. Damit steht ein Umsatzrückgang von mehr als 7,5 % im laufenden Jahr im Raum. Auch die Marge des „bereinigten“ operativen Ergebnisses soll deutlich sinken von bisher 6 % auf bis zu 5,4 %. Schon im abgelaufenen Jahr waren die Zahlen schwach gewesen. Auf Basis der heute vorgelegten vorläufigen Zahlen hat man einen Umsatzrückgang um -2,1 % auf 7,9 Mrd. Euro gesehen, da man vor allem im Licht-Geschäft großvolumige Serienprojekte verloren hat. 

 

Tagestermine

 

Wir erwarten heute um 10:00 Uhr in Deutschland die Veröffentlichung des ifo Geschäftsklimaindex für den Monat Februar. Prognostiziert wird für den Frühindikator, der sich aus einer monatlichen Befragung von mehr als 7.000 Unternehmen ergibt, ein Anstieg von 87,6 auf 88,4 Punkte. Der Geschäftserwartungsindex soll von 89,5 auf 90,5 Punkte und der Index der aktuellen Lageeinschätzung von 85,7 auf 86,1 Punkte gestiegen sein. 

 

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23.02.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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