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Credit Suisse unter Druck, MAN nimmt Produktion auf und Renault steigt bei Nissan aus - BÖRSE TO GO

Die Credit Suisse gerät weiter unter Druck und tauscht die Geschäftsführung aus

NTG24 - Credit Suisse unter Druck, MAN nimmt Produktion auf und Renault steigt bei Nissan aus - BÖRSE TO GO

 

Die Credit Suisse gerät immer stärker unter Druck. Ein Großteil der Geschäftsführung wird ausgetauscht, nachdem die Aktionäre Sturm laufen gegen die Vertuschungsversuche im Greensill-Skandal. MAN nimmt die Produktion teilweise wieder auf. Nach sechs Wochen Stillstand öffnen die Werke wieder. Renault trennt sich von Nissan. Der französische Autokonzern ist durch Russland in eine Schieflage geraten.

Der Sell-off von letzter Woche setzt sich heute früh in Asien fort. Alle asiatischen Benchmarks liegen ohne Ausnahme tief im Minus, wobei sich die größten Verluste bei den chinesischen Benchmarks ergeben, nachdem die Lockdown-Maßnahmen weiter drastisch verschärft wurden. Auch der Terminmarkt bewegt sich während der asiatischen Sitzung erneut tief im Minus. Der DAX-Future wird vor Eröffnung der europäischen Vorbörse -1,66 % tiefer bei 13.938 Punkten gesehen.

Frankfurt ging bereits vor dem Wochenende mit tiefen Verlusten aus dem Handel. Alle deutschen Benchmarks gaben deutlich ab und wurden von den Verlusten beim TecDAX angeführt, der um -3,00 % auf 3.172,62 Punkte fiel. Der Technologieindex war damit auch der größte Wochenverlierer. Der DAX fiel am Freitag um -2,48 % auf 14.142,09 Punkte, gefolgt vom MDAX, der um -2,05 % auf 30.800,16 Punkte abrutschte. Der Mid Cap Index konnte damit ein kleines Plus auf Wochenbasis halten. Der SDAX sank am letzten Handelstag um -1,84 % auf 14.225,23 Punkte. 

Auch die Verluste an der Wall Street waren sehr ausgeprägt. Die Liste der Verlierer wurde vom Dow Jones Industrial Average Index angeführt, der um -2,82 % auf 33.811,40 Punkte abrutschte, dicht gefolgt vom S&P 500 Index, der -2,77 % auf 4.271,78 Punkte abgab. Der Nasdaq Composite Index fiel um -2,55 % auf 12.839,29 Punkte. 

 

Credit Suisse unter Druck

 

Die Credit Suisse (CH0012138530) stolpert weiter voran. Am Sonntag wurde bekannt, dass die Geschäftsführung neu aufgestellt wird. Gleich drei Top-Manager werden entlassen, wozu unter anderem der Chief Financial Officer David Mathers, der Top-Jurist Romeo Cerutti und der CEO Asia Pacific Helman Sitohang zählen. Alle drei Bereiche haben in den vergangenen Quartalen für maßgebliche Enttäuschungen bei den Aktionären gesorgt. Auch der Versuch der schweizer Großbank, die Aufklärung des Greensill-Skandals zu unterminieren, stößt bei den Aktionären auf immer größeren Protest. Nachdem bereits die Aktionärsberatungsgesellschaften Glass Lewis und ISS von einer Entlastung der Geschäftsführung abgeraten haben, kündigte auch der norwegische Staatsfonds an, dass man als einer der 15 größten Aktionären von Credit Suisse gegen eine Entlastung der Geschäftsführung stimmen wird. Die Aktien der Credit Suisse haben seit Februar 2021 rund die Hälfte ihrer Marktkapitalisierung verloren.

 

MAN nimmt Produktion wieder auf

 

MAN meldet, dass die Produktion wieder teilweise hochgefahren wird. Der Lkw-Hersteller, der zu Traton (DE000TRAT0N7) gehört, hatte in den vergangenen sechs Wochen zwei Werke komplett geschlossen und drei weitere mit reduziertem Umfang betrieben. Auslöser des Produktionsstopps war der Krieg in der Ukraine, der die Lieferungen von Kabelbäumen unterbrach. Die Kabel gehören zu den ersten Teilen, die in einem Fahrzeug eingebaut werden, woraus der schnelle Stillstand resultierte. Inzwischen hat sich die Versorgungslage verbessert, aber noch nicht normalisiert. MAN startet die Produktion daher, rechnet aber erst mit einer vollen Auslastung der Produktionslinien in den kommenden Monaten. Der Vorstand geht davon aus, dass 20 % der geplanten Jahresproduktion wegfallen wird. 

 

Renault steigt bei Nissan aus

 

Die französische Renault (FR0000131906) ist gebeutelt. Erst der Einbruch in der Pandemie, von dem sich der Autokonzern im vergangenen Geschäftsjahr kaum erholt hat, dann das Ende des umfangreichen Engagements in Russland, was die Franzosen Milliarden kostet. Der Druck ist nun offensichtlich so groß geworden, dass man die langjährige Beteiligung an der japanischen Nissan Motor (JP3672400003) zum Verkauf stellen muss. Wie heute früh aus Tokio bekannt wurde, plant Renault, die 43%ige-Beteiligung zum Verkauf zu stellen. Die Aktien von Nissan geben zeitweise mehr als -5 % im japanischen Handel ab. 

 

Nissan Motor Co.

 

Tagestermine

 

Die Veröffentlichung des deutschen ifo-Geschäftsklimaindex für den Monat April steht heute Vormittag um 10:00 Uhr im Mittelpunkt des Interesses. Die Analysten erwarten einen Rückgang von 90,8 Punkten im März auf nun 89,1 Punkte. Der Geschäftserwartungsindex wird bei 83,5 Punkten nach 85,1 Punkten gesehen und der Index der aktuellen Lageeinschätzung soll von 97,0 Punkten auf 95,8 Punkte gefallen sein. 

 

25.04.2022 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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