Ferrari enthüllt Luce, EZB beruft Notsitzung ein und China überschwemmt Welt mit EVs - BÖRSE TO GO
Ferrari enthüllt den Luce - das neue iPhone auf Rädern ist da
Ferrari enthüllt den Luce. Nach der Drohung von milliardenschweren Strafen aus Brüssel bringen die Italiener ihr erstes Elektroauto auf den Markt. Die EZB hat eine Not-Sitzung für heute einberufen. Die Vertreter der wichtigsten Banken Europas beraten, wie sie Sicherheitslücken in ihren IT-Systemen schließen sollen. China überschwemmt die Welt mit EVs. Allein im April wuchs der Export von reinen Elektrofahrzeugen um 40 %.
Der Aktienhandel in Asien entwickelt sich am Dienstagmorgen durchwachsen. Heraus sticht der KOSPI, der zeitweise mehr als 3 % zulegen kann. Auch Hongkong notiert im Verlauf der Sitzung leicht im Plus, während viele chinesische Onshore-Indizes und der Nikkei 225 Index während der Sitzung zu leichten Verlusten neigen. Auch der Terminmarkt sieht leichte Verluste. Nach dem starken Run am Pfingstmontag sinkt der DAX-Future (Juni) vor Eröffnung der europäischen Vorbörse um -0,29 % auf 25.470,90 Punkte.
In Abwesenheit der meisten europäischen und amerikanischen Investoren ging in Frankfurt am Pfingstmontag die Post ab. Eine klassische Trash-Rallye, bei der die Stop-Buy-Limits der Short Seller abgegrast wurden. Alle deutschen Benchmarks kletterten stark und konnten weit im Plus schließen. Am stärksten performte der MDAX, der um 2,18 % auf 32.807,90 Punkte sprang und dabei nachrichtenlos von Aumovio (DE000AUM0V10) angeführt wurde, die um 5,15 % auf 37,80 Euro kletterten. Auch der DAX konnte sich deutlich um 2,01 % auf 25.389,10 Punkte verbessern und selbst das Schlusslicht - der SDAX - stieg noch um 0,72 % auf 18.871,93 Punkte.
Der Handel in New York blieb hingegen aufgrund des Memorial Day geschlossen.
Ferrari enthüllt den Luce
Für Ferrari (NL0011585146) ist es neues Territorium. Ein Elektrosportwagen, der mit dem ursprünglichen Geist und der Seele des Unternehmens wenig gemein hat. Das Design kommt dabei von niemand Geringerem als Sir Jony Ive, dem Designer des iPhones und vieler anderer Apple Produkte. Und genau so sieht das Fahrzeug auch aus: Wie ein Apple Produkt. Steve Jobs wäre ohne Zweifel stolz. Schließlich war es seine ursprüngliche Idee, dass Apple ein autonomes Elektrofahrzeug als Erweiterung des Ökosystems auf den Markt bringt. Einen zweistelligen Milliardenbetrag investierte Cupertino in dieses Projekt, das nach mehr als einer Dekade ergebnislos begraben wurde, ohne je offiziell bestätigt worden zu sein. Ferrari hatte hingegen keine Wahl. Die Gesetzgebung aus Brüssel zwingt die Italiener mit der Drohung von milliardenhohen Strafen dazu, Elektrofahrzeuge zu bauen. Doch Brüssel kauft die Fahrzeuge nicht, sondern erzwingt nur ihre Produktion. Mit dem Start von Luce wird sich zeigen, ob Ferrari eine neue Käuferschicht findet, die an der Sterilität Freude findet.
EZB ruft Notsitzung ein
Für den heutigen Dienstag hat die Europäische Zentralbank eine Notsitzung einberufen. Teilnehmer werden die wichtigsten Bankenvertreter des Kontinents sein und das Thema wird die Bedrohung der IT-Infrastruktur durch die rasante Entwicklung der AI-Modelle sein. Das neue AI-Modell Mythos von Anthropic ist so weit entwickelt, dass es kritische Fehler in essenzieller Software gefunden hat, die es Eindringlingen erlauben, die Kontrolle zu übernehmen. Der Umfang der kritischen Fehler ist enorm und enthält so viele Zero Days wie noch nie zuvor. Die Rede ist von tausenden kritischen Anfälligkeiten in allen bekannten Betriebssystemen und Browsern. Und eine reicht, um zentrale Banksysteme lahmzulegen oder illegale Geldtransfers vorzunehmen. Anthropic hat daher das Project Glasswing ins Leben gerufen, das den Zugang für Anthropic auf eine kleine Zahl von vorrangig amerikanischen Unternehmen und Behörden beschränkt, um ihnen Gelegenheit zu geben, ihre IT-Systeme auf den neuesten Stand zu bringen. Die meisten europäischen Banken sind hingegen im Dunkeln gelassen worden. Ihnen ist die Bedrohungslage bewusst, dass ihre Systeme, die das Vermögen der Europäer verwalten, angreifbar geworden sind, aber sie wissen nicht, wo die Risse liegen und wie man sie schließen kann. Das zu klären wird heute Teil der Notsitzung bei der EZB sein.
China überschwemmt Welt mit EVs
Der aggressive Preiskrieg im chinesischen EV-Markt hat nun Auswirkungen auf den Rest der Welt. Da die chinesischen Autohersteller 2024 und 2025 enorme Überkapazitäten aufgebaut haben, die im Inland nicht mehr vollständig abgesetzt werden können, hat sich seit vergangenem Jahr eine Exportwelle aufgebaut, die diese Überkapazitäten in die ganze Welt bringt. Die Statistik für April belegt dies eindrücklich. Allein in einem Monat exportierte das Land 278.081 EVs und damit 40 % mehr als vor einem Jahr. Den größten Zuwachs sah dabei Brasilien, das 38.144 EVs und damit 221 % mehr als im Vorjahresmonat importierte. Seit Jahresbeginn wuchs der Export nach Brasilien sogar um 402 %. Auch der Export in die EU kletterte deutlich um 41 % auf 63.063 EVs. Den größten Zuwachs sieht dabei Deutschland, wo seit Jahresbeginn 184 % mehr EVs aus China ankamen.
Tagestermine
Wir erwarten am Dienstag keine wichtigen Wirtschaftsdaten.
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26.05.2026 - Mikey Fritz

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