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Ferrari enthüllt sein erstes vollelektrisches Gefährt und erntet dafür an der Börse eine positive Reaktion

Die Elektroziele von Ferrari werden zwar geringer, aufgegeben werden sie aber nicht

NTG24 - Ferrari enthüllt sein erstes vollelektrisches Gefährt und erntet dafür an der Börse eine positive Reaktion

 

Insbesondere im Bereich von Sportwagen herrscht derzeit große Ernüchterung, wenn es um das Thema E-Autos geht. Die Nachfrage hat sich in den letzten Jahren nicht so entwickelt, wie es sich die meisten Hersteller vorgestellt hatten. Im Zuge dessen wurde manche Strategie wieder angepasst. Lamborghini verzichtet gleich vollständig auf die Einführung eines elektrischen Sportwagens und bei Aston Martin wurden entsprechende Pläne immer weiter in die Zukunft verschoben.

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Auch bei Ferrari (NL0011585146) reagierte man bereits auf die Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit. Ursprünglich wollte der italienische Konzern bis zum Jahr 2030 jeweils 40 Prozent seiner verkauften Modelle entweder über einen rein elektrischen oder einen Hybridantrieb verfügen lassen. Dementsprechend sollten nur noch 20 Prozent klassische Verbrenner sein. Mittlerweile wird mit 40 Prozent Verbrennern und nur 20 Prozent reinen Elektroautos gerechnet.

 

 

 

Ganz aufgegeben hat Ferrari E-Autos damit jedoch nicht, und dies unterstrich der Konzern nun nach langer Wartezeit mit der Vorstellung des ersten rein elektrischen Ferraris. Der hört auf den Namen Luce, was zu Deutsch „Licht“ bedeutet. Bei der Vorstellung betonte man mehrfach, dass es sich um einen echten Ferrari handele.

 

Ferrari auf neuen Wegen

 

Spendiert hat Ferrari seinem Elektro-Erstling einige Besonderheiten. Dazu gehört das Design, bei dem ein sogenanntes „Glass House“ auf der Oberseite als Blickfang fungiert. Die untere Seite erstrahlt in einer von fünf wählbaren Farben, die alle zur bisherigen Identität von Ferrari passen. Natürlich möchte man aber nicht nur optisch gefallen und verspricht auch bei der Technik einiges. Angetrieben wird der Luce von gleich vier Elektromotoren, jeweils einer an jedem Rad.

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Special 4 kleinInsgesamt bringt das Gefährt es damit auf 1.050 PS, was ausreichen soll, um in 2,5 Sekunden auf 100 km/h zu beschleunigen. In 6,8 Sekunden schafft der Elektroflitzer den Spurt auf 200 km/h. Bei der Reichweite verspricht der Hersteller mehr als 530 Kilometer, wenn auch wahrscheinlich nicht bei Höchstgeschwindigkeit. Das Nachladen wird mit bis zu 350 Kilowatt ermöglicht. Der 122 Kilowattstunden starke Akku soll damit an einer Schnelladestation in 20 Minuten mit 70 kWh aufgeladen werden können.

Für das richtige Fahrgefühl soll ein Cockpit sorgen, das unter anderem vom ehemaligen Apple-Designchef Jony Ive designt wurde. Auch an den Sound hat Ferrari gedacht. Der wird oft als Argument dafür hergenommen, warum Supersportwagen als Stromer einfach nicht funktionieren würden. Imitieren will der Luce die Tonkulisse seiner Verbrenner-Kollegen nicht. Wer möchte, kann sich aber den Sound des Antriebsstrangs per Verstärker in den Innen- und Außenraum übertragen lassen. Ein Schaltwippe am Lenkrad imitiert derweil eine Schaltung, welche es bei einem Elektroauto an sich freilich nicht gibt.

 

Kann das was werden?

 

Die Reaktionen auf die Vorstellung von Ferrari fielen letztlich gemischt aus. Für viele Beobachter bleibt es dabei, dass ein Ferrari ohne Verbrennermotor kein Ferrari sei. Manche sehen das aber auch anders. Erwartet werden keine sensationellen, aber doch ansehnliche Verkaufszahlen. Schon allein die Sammler dürften beherzt zugreifen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass gerade die Exklusivität für Ferrari-Käufer einen Reiz ausmachen könnte. Zudem könnte der Hersteller mit dem Luce auch manchen neuen Kunden gewinnen.

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Werbebanner Speed Monkeys - Tesla Tuning EssenAn der Börse wurde das neue Elektrogefährt mit Wohlwollen begrüßt. Die Ferrari-Aktie konnte sich am Montag um 2,8 Prozent auf 310 Euro verbessern und damit ihre Zugewinne auf Wochensicht auf gut zehn Prozent ausbauen. Letztlich lässt sich wohl nur abwarten, wie gut der Luce von den Kunden angenommen werden mag. Chancen bestehen aber durchaus, gerade auf dem europäischen Heimatmarkt. Denn dort bleiben Elektroautos auf dem Vormarsch, wenn auch vielleicht etwas langsamer, als man es sich vor einigen Jahren noch ausgemalt hatte.

 

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26.05.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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