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Delivery Hero will wachsen, Porsche Holding senkt Dividende und Deutz enttäuscht die hohen Erwartungen - BÖRSE TO GO

Delivery Hero will zweistellig wachsen und die Verschuldung senken

NTG24 - Delivery Hero will wachsen, Porsche Holding senkt Dividende und Deutz enttäuscht die hohen Erwartungen - BÖRSE TO GO

 

Delivery Hero macht den Aktionären neue Hoffnung. Für 2026 kündigt man ein zweistelliges Wachstum an. Die Porsche Holding senkt die Dividende. Die hohe Verschuldung belastet weiterhin die Bilanz. Das Geschäft bei Deutz entwickelt sich stark, aber die Börse hatte noch mehr erwartet und eingepreist, was am Donnerstagmorgen zu Kursverlusten führt. 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDie Vorgaben aus Asien sind heute sehr negativ. Alle Benchmarks in der Region geben deutlich ab. Die Sorge vor einer weiteren Eskalation im Iran-Krieg und neuen Engpässen in der Industrieversorgung belastet die Kurse. Der Nikkei 225 Index schloss leicht tiefer bei -0,48 % auf 53.489,00 Punkte und der KOSPI rutschte um -3,22 % auf 5.460,46 Punkte ab. Der Hang Seng Index beendete den Handel bei 24.823,00 Punkten (-2,02 %). 

Die Börse Frankfurt war dagegen am Mittwoch sehr freundlich gestartet und legte dann den ganzen Tag über zu. Alle deutschen Benchmarks konnten erheblich zulegen. Die Liste der Gewinner wurde vom MDAX angeführt, der um 2,48 % auf 28.821,32 Punkte sprang. Auftrieb gaben vor allem die Immobilien-Aktien, wie TAG (DE0008303504), die um 4,14 % auf 13,32 Euro steigen konnten. Das Schlusslicht bildete der DAX mit einem Tagesgewinn von immerhin 1,41 % auf 22.957,08 Punkte. Dabei drückten ausgerechnet die Aktien der Deutschen Börse (DE0005810055) auf den Index mit einem Tagesverlust von -1,49 % auf 237,90 Euro. 

Die Wall Street entwickelte sich freundlich, aber bei Weitem nicht so ausufernd wie der deutsche Aktienmarkt. Der Nasdaq 100 Index führte hier die Liste der Gewinner an mit einem Plus von 0,67 % auf 24.162,98 Punkte. Erwartungsgemäß entwickelten sich die Aktien von ARM (US0420682058) sehr stark, nachdem der Chip-Designer ankündigte, dass man eine eigene AI-CPU in diesem Jahr auf den Markt bringen wird, worüber wir gestern an dieser Stelle berichtet hatten. Die Aktien schossen um 16,38 % auf 157,07 US-Dollar nach oben. Der Dow Jones Industrial Average Index folgte dicht auf mit einem Gewinn von 0,66 % auf 46.429,49 Punkte, und selbst der S&P 500 Index verbesserte sich um 0,54 % auf 6.591,90 Punkte. 

 

Delivery Hero will weiter wachsen

 

Nach einem ordentlichen Abschluss für 2025 kündigte Delivery Hero (DE000A2E4K43) am Donnerstag weiteres Wachstum an. Auf „bereinigter“ Basis will man den abzuwickelnden Bruttowarenwert um 8 % bis 10 % und den Gesamtumsatz sogar um 14 % bis 16 % steigern. Die „bereinigte“ operative Profitabilität vor Abschreibungen soll sich mit einer Spanne von 910 bis 960 Mio. Euro über dem Niveau des Vorjahres bewegen, wo man 903 Mio. Euro verdiente bei einem Gesamtumsatz von 14,8 Mrd. Euro. Der Bruttowarenwert erreichte 2025 ein Niveau von 49,2 Mrd. Euro, was nur marginal über dem Niveau von 2024 lag. Die Verschuldung soll reduziert werden, wozu man unter anderem das foodpanda-Geschäft in Taiwan an Grab (KYG4124C1096) für 600 Mio. US-Dollar in bar verkaufen wird. 

 

 

Porsche Holding kürzt Dividende

 

Der Jahresabschluss der Porsche Holding SE (DE000PAH0038) wird im Wesentlichen durch die beiden Großbeteiligungen an Volkswagen (DE0007664005) und der Porsche AG (DE000PAG9113) bestimmt. Das Geschäftsjahr 2024 hatte die Holding noch mit einem spektakulären Jahresverlust von -20 Mrd. Euro beendet, nachdem man umfassende Wertberichtigungen in der Bilanz nicht mehr verhindern konnte. Dieses Sonderereignis fiel 2025 nicht noch einmal an, weswegen sich das Bild der Kennzahlen wieder beruhigte. Man wies heute früh ein Konzernergebnis nach Steuern von 2,65 Mrd. Euro aus. Auf „bereinigter“ Basis sank das Konzernergebnis von 3,15 Mrd. Euro auf nun 2,89 Mrd. Euro. Problematisch ist und bleibt die hohe Verschuldung, die vor allem aus dem kreditfinanzierten Einstieg bei der Porsche AG resultiert. Die Holding weist zum Jahresende 2025 eine nahezu unveränderte Netto-Verschuldung von 5,1 Mrd. Euro gegenüber 5,16 Mrd. Euro Ende 2024 aus. Es verwundert daher auch nicht, dass man heute vorschlug, die Dividende von zuletzt 1,91 Euro je Aktie auf nur noch 1,51 Euro je Vorzugsaktie zu senken. 

 

Deutz kann hohe Erwartungen nicht erfüllen

 

Deutz (DE0006305006) kann die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Man legte 2025 beim Auftragseingang und Umsatz gut zu. Insgesamt ein Auftragsplus von 13,7 % auf 2,08 Mrd. Euro und ein Umsatzzuwachs von 12,7 % auf 2,04 Mrd. Euro. Die Börse hatte sich jedoch auf höheres Wachstum eingestellt. Da half es auch nicht, dass das operative Ergebnis um 76,4 % auf 73,9 Mio. Euro sprang, vor allem da das Gewinnwachstum durch (positive) Sondereffekte geprägt war. „Bereinigt“ ergab sich ein Wachstum von 46,4 %. Daraus macht der Vorstand einen Dividendenvorschlag von 0,18 Euro je Aktie nach zuletzt 0,17 Euro. Im Hinblick auf das laufende Jahr gibt der Motorenbauer eine Umsatzprognose von 2,3 bis bestenfalls 2,5 Mrd. Euro vor. Das würde im Zweifel einem unveränderten Wachstum von fast 13 % entsprechen und im besten Fall einem Umsatzsprung um 22 %. Die Profitabilität soll dabei auch deutlich steigen auf eine „bereinigte“ EBIT-Rendite von 6,5 bis 8,0 %, statt der bisherigen Rendite von 5,5 %.  

 

Tagestermine

 

Das Konsumklima in Deutschland ist eingebrochen. Für den Monat April meldete die GfK am Morgen einen Stand des Konsumklimaindex von -28,0 Punkten gegenüber einem nach unten revidiertem Stand von -24,8 Punkten für März. Die Erwartung der Ökonomen war bereits im Vorfeld negativ gewesen. Der Konsens von -27,3 Punkten wurde jedoch deutlich unterschritten. Der Konsumklimaindex ist seit dem Ende der Merkel-Amtszeit tief im Minus. Das aktuelle Niveau entspricht dem vom Beginn des Ukraine-Krieges. 

 

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26.03.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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