Short Squeeze bei Snowflake, Deutz kauft in Brasilien zu und Verbio hebt Gewinnprognose an - BÖRSE TO GO
Short Squeeze bei Snowflake - die Software-Bären holen sich eine blutige Nase
Short Squeeze bei Snowflake. Die Short-Seller hatten auf enttäuschende Zahlen gewettet, doch Snowflake erhöhte die Jahresprognose und schlug die Erwartungen für Q1. Deutz kauft in Brasilien zu. Der Generatorenhersteller Maxi Trust Power wird für einen zweistelligen Millionenbetrag übernommen. Verbio profitiert vom Iran-Krieg. Der Hersteller von Biokraftstoffen verzeichnet erhöhte Nachfrage und hob die Gewinnprognose für das Geschäftsjahr deutlich an.
Der Aktienhandel in Asien neigte heute vor dem Hintergrund erneuter Angriffe auf den Iran zur Schwäche. Der Nikkei 225 Index und der KOSPI beendeten den Handel -0,53 % tiefer bei 64.654,50 Punkten und 8.185,29 Punkten. Der Hang Seng wird vor Handelsende mehr als -1,35 % tiefer gesehen.
An der Börse Frankfurt lief am Mittwoch vor allem die zweite Reihe. Stark entwickelte sich der MDAX, der um 0,95 % auf 33.009,45 Punkte kletterte. Die Vorzüge von Fuchs (DE000A3E5D64) performten dabei besonders stark mit einem Plus von 3,11 % auf 38,44 Euro. Auch der SDAX konnte einen Tagesgewinn einfahren und stieg um 0,45 % auf 18.929,43 Punkte. Der DAX und der TecDAX pendelten hingegen um den Schlusskurs vom Dienstag herum.
New York stagnierte auf hohem Niveau. Der Nasdaq 100 Index und der S&P 500 Index schlossen beide nahe der Schlusskurse vom Dienstag, aber der Dow Jones Industrial Average Index konnte sich um 0,36 % auf 50.644,28 Punkte verbessern. Der größte Tagesgewinner war hier Procter & Gamble (US7427181091) mit einem Zuwachs von 3,17 % auf 147,49 US-Dollar.
Short Squeeze bei Snowflake
Kursexplosion bei Snowflake (US8334451098) nach Börsenschluss in New York. Das hat die Short Seller hart erwischt. Der Kurs stieg nach Bekanntgabe der Zahlen und der neuen Prognose um 35,91 % auf 238,20 US-Dollar von einem Schlusskurs von 175,26 US-Dollar. Im abgelaufenen 1. Fiskalquartal (30. April 2026) konnte Snowflake die Produktumsätze um 34 % auf 1,33 Mrd. US-Dollar steigern (Konsens: 1,27 Mrd. US-Dollar). Was das laufende Geschäftsjahr (31. Januar 2027) angeht, so kündigte man einen Anstieg der Produktumsätze von 31 % auf 5,84 Mrd. US-Dollar an gegenüber einer Prognose von bisher 5,66 Mrd. US-Dollar. Der Konsens der Wall Street lag bei 5,68 Mrd. US-Dollar. Die Produktumsätze machen rund 95 % der gesamten Umsätze des Unternehmens aus. Das Unternehmen, das vor allem Konzernen hilft, den Wechsel von lokalen Rechenzentren zu Cloud-Lösungen umzusetzen, baut sukzessive neue AI-Funktionalitäten in seine Dienste ein, was auf hohe Nachfrage insbesondere im Bereich der Programmierung stößt.
Deutz kauft Maxi Trust Power
Nach Börsenschluss in New York hat Deutz (DE0006305006) eine wichtige Akquisition in Brasilien bekannt gegeben. Man hat einen Vertrag über den Kauf sämtlicher Anteile an der Maxi Trust Power unterzeichnet. Das Unternehmen produziert Diesel- und Gasgeneratoren und beliefert insbesondere Bau- und Landwirtschaftsunternehmen sowie Supermärkte. Einen konkreten Kaufpreis meldete Deutz nicht, aber umschrieb die zu zahlende Summe vage mit einem mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag. Die Deutschen werden die Akquisition nicht aus der Portokasse zahlen, sondern einen Kredit dafür aufnehmen. Wenn alles gut läuft, soll die Gesellschaft noch im 2. Quartal 2026 konsolidiert werden.
Verbio profitiert vom Iran-Krieg
Dass Verbio (DE000A0JL9W6) die Prognose anheben wird, war nur eine Frage der Zeit. Der Spezialist für Biomasse erlebt regelmäßig in Zeiten von Engpässen an den Märkten für Öl und Gas eine gesteigerte Nachfrage, da Kunden versuchen, dem Preisdruck zu entkommen. Wer kann, der wechselt in solchen Zeiten auf die Bio-Kraftstoffe, die ansonsten in normalen Zeiten zu teuer im Vergleich sind. Der Vorstand zog daraus die Konsequenz und erhöhte die Gewinnprognose für das laufende Fiskaljahr 2025/26. Auf Ebene des EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögensgegenstände) erhöhte man die Prognose deutlich von zuvor 100 bis 140 Mio. Euro auf nun 160 bis 180 Mio. Euro. Die Prognose für die erwartete Nettofinanzverschuldung zum 30. Juni 2026 beließ man jedoch unverändert bei „unter“ 140 Mio. Euro.
Tagestermine
Die Börse wird heute auf die amerikanischen Inflationsdaten für den Monat April schauen. Um 14:30 Uhr erwarten wir den PCE-Preisindex, der vor allem von der Federal Reserve benutzt wird zur Einschätzung der aktuellen Inflationsentwicklung. Die Prognose der Ökonomen ist, dass der PCE im Vergleich zum März um 0,5 % nach zuvor 0,7 % gestiegen ist und im Jahresvergleich um 3,8 % nach zuvor 3,5 %. Besonderes Gewicht hat aber die Kernrate, die die Inflation ohne die volatilen Bereiche Lebensmittel und Energie misst. Hier liegt die Prognose bei einem Anstieg um 0,3 % im Vergleich zum März und um 3,3 % im Vergleich zum April 2025.
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28.05.2026 - Mikey Fritz

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